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Codex Salmasianus
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Der Codex Salmasianus ist eine lateinische Handschrift, die im 7. oder 8. Jahrhundert in Spanien oder Frankreich entstand und heute in Paris aufbewahrt wird ("Codex Parisinus Latinus 10318"). Sie befand sich einst im Besitz des französischen Philologen Claude de Saumaise, latinisiert Salmasius (1588–1653), der auch seinen Namen hineinschrieb, woher die Benennung als "Salmasianus" rührt.
Der Codex enthält eine Sammlung lateinischer Kleindichtung aus dem 1.-6. Jahrhundert, die gegen Ende der Vandalenherrschaft in Nordafrika (534) unter Verwendung früherer Sammlungen zusammengestellt wurde. Obgleich der Codex von einem halbgebildeten Kopisten sehr fehlerhaft von seiner Vorlage abgeschrieben wurde und auch mechanisch beschädigt ist (es fehlen die ersten 11 Quaternionen, die die ersten 5 Bücher von insgesamt 24 enthielten), ist die Sammlung des Codex Salmasianus die wichtigste Sammlung lateinischer Kleindichtung und bildet den Grundstock der modernen Sammlung der Anthologia Latina.
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