Codepage

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Eine Codepage ist eine Tabelle mit einer Zeichenkodierung verschiedener Zeichen, traditionell geprägt von IBM. Apple verwendet für den Macintosh der gleichbedeutenden Begriff Character Map. Im Deutschen nutzt man eher das englische Original, da es keine allgemein anerkannte deutsche Übersetzung gibt. Als Alternativen bieten sich jedoch die Begriffe Zeichentabelle oder Zeichensatztabelle an. Auf Computern dargestellte Zeichen werden bei der Programmierung entsprechend einer Tabelle codiert, daher rührt der eigentliche Name. Für die Codierung gibt es normalerweise 256 Zeichen, die in einer Tabelle von 0 bis 255 dargestellt sind. Der Wert ergibt sich aus dem zur Verfügung stehenden Oktett (acht Bit): 28 = 256. Die erste Hälfte (Zeichen 1 bis 126) ist dabei in fast allen Codepages identisch mit ASCII – ausgenommen sind die EBCDIC-Codepages älterer IBM-Großrechner. Vereinzelt gibt es Codepages mit mehr als 8 Bits pro Zeichen, insgesamt resultieren daraus dann mehr als 256 Zeichen.

Zu unterscheiden sind die hier abgehandelten Codepages nach Industriestandards und nach nationalen und internationalen Normen. Zu Letzterem siehe ISO 8859. In Unicode finden alle Zeichen gebräuchlicher Codepages eine Eins-zu-Eins-Entsprechung.

IBM hat viele verschiedene Codepages entworfen und weiterentwickelt, der Begriff kam aber in erster Linie im Zusammenhang mit IBM-PCs und kompatiblen Plattformen auf. Die relevanten Tabellen unter MS-DOS bzw. Microsoft Windows sind Codepage 437 bzw. Codepage 1252.

Auf jedem Rechner kann eine unterschiedliche Codepage installiert sein. Hieraus resultiert, dass deutsche Texte mit Umlauten oder Eszett auf ausländischen Computern – oder auch schon beim Übergang von MS-DOS auf Microsoft Windows  – nicht richtig dargestellt werden können (Man spricht dann auch von „Datensalat“.) Die Ursache sind in der Zeichentabelle fehlenden Umlaute oder die unterschiedliche Zuordnung der Umlaute unter anderen Zeichennummern.

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