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Cliffhanger

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Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel befasst sich mit dem Filmbegriff Cliffhanger, zu weiteren Bedeutungen siehe: Cliffhanger (Begriffsklärung).

Cliffhanger setzt sich aus den englischen Bestandteilen cliff für Klippe und to hang für hängen/baumeln zusammen. Er steht für den offenen Ausgang einer Geschichte und verspricht eine Fortsetzung oder kündigt sie an; oftmals ausdrücklich mit den Worten "wird fortgesetzt ...", oder "Fortsetzung folgt..." (engl.: "to be continued").

Wenn eine Hauptfigur am Ende eines Films oder einer Episode einer Fernsehserie in scheinbar auswegloser Situation, womöglich am Vorsprung einer Klippe hängt, ist dies klassisch. Ein Cliffhanger beendet allgemein den Höhepunkt einer Geschichte, um den Zuschauer, bzw. Leser zu motivieren, den weiteren Verlauf der Geschichte zu verfolgen.

Erstmals wendeten amerikanische Kinoserien der 1930er Jahre (Flash Gordon, Buck Rogers und andere) den Begriff an. Heutzutage setzen vor allem Seifenopern Cliffhanger aus besagten Gründen ein. Wichtig sind Cliffhanger auch bei TV-Serien mit einer über mehrere Episoden fortlaufend erzählten Geschichte, etwa der Krimi-Serie "24" oder bei einer Serie über viele Staffeln. Der Cliffhanger markiert deren Ende und soll den Zuschauer neugierig machen: Wie geht es nach der Sommerpause weiter? Ein gutes Beispiel ist auch die Serie "Lost": Ein Cliffhanger besonderer Art war das fulminante Ende der ersten Staffel: Man sieht die Protagonisten nach unten in eine geheimnisvolle Luke blicken.

Einer der bekanntesten Cliffhanger der Filmgeschichte aus The Italian Job – Charlie staubt Millionen ab! (GB 1969) beabsichtigte, das Ende für eine etwaige Fortsetzung offen zu lassen: Die Ganoven fahren ausgelassen mit dem geraubten Gold durch die Serpentinen der Alpen. Plötzlich kommt ihr Omnibus von der Straße ab und baumelt halb über dem Abgrund. Jede Bewegung der Diebe lässt ihn gefährlich schaukeln. Ihre Gold-Palette rutscht immer weiter in Heckrichtung. Die Situation scheint aussichtslos, als ihr Anführer Charly (gespielt von Michael Caine) mit einem Blick in die Kamera sagt: "Jungs, ich habe eine tolle Idee!" Danach beginnt unvermittelt der Abspann.

Der Begriff soll aus einer Situation der Sherlock-Holmes-Erzählung "Das letzte Problem" (1893) stammen, wo Holmes und sein Erzfeind Professor Moriarty angeblich gemeinsam die Reichenbachfälle hinunterstürzen. Die Erzählung endet mit der Gewissheit über Sherlock Holmes' Tod. Arthur Conan Doyle entledigte sich so seines lästig gewordenen Helden, sein Tagebucheintrag im Dezember 1893 lautet „Killed Holmes“. Nach zehn Jahren heftiger Proteste seiner Leser ließ Doyle Sherlock Holmes in „Das leere Haus“ (1903) wiederauferstehen. Die Erzählung erklärt auch Holmes' vermeintlichen Tod: Während des Ringens mit dem mordlüsternen Professor Moriarty stürzt er schließlich in den Abgrund. Holmes erkennt sofort seine Chance. Als Totgeglaubter will er verbleibende Feinde entlarven. Er klettert die Felswand hinauf und versteckt sich in einem Felsvorsprung.

Siehe auch

Wikipedia
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