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Claus Guth

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Claus Guth (* 1964 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Theaterregisseur, der vor allem im Bereich Musiktheater sehr erfolgreich ist.

Er studierte zunächst Philosophie, Germanistik und Theaterwissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, später Theater- und Opernregie bei Prof. Cornel Franz an der Hochschule für Musik in München.

Inszenierungen im Bereich zeitgenössisches Musiktheater

Claus Guth ist vor allem für das zeitgenössische Repertoire ein vielgefragter Regisseur. Seit 1990 inszenierte er eine Reihe von Uraufführungen - im Rahmen der Münchener Biennale u.a. The Mother of Black Winged Dreams von Hanna Kulenty (in Koproduktion mit der Hamburgischen Staatsoper), 1996, Chaya Czernowins Pnima...ins Innere und zuletzt Berenice von Johannes Maria Staud (2004; Libretto: Durs Grünbein, in Koproduktion mit dem Staatstheater am Gärtnerplatz). 1995 inszenierte er El Cimarron von Hans Werner Henze in Atlanta, USA. Weitere Uraufführungen zeitgenössischer Werke des Musiktheaters führten Claus Guth u.a. zu den Salzburger Festspielen (La cronaca del luogo von Luciano Berio, 1999), ans Theater Basel (Schwarzerde von Klaus Huber, 2001, sowie Unsichtbar Land von Helmut Oehring und Henry Purcell, 2006), sowie an die Dresdner Semperoper (Celan von Peter Ruzicka, UA 2001). 2003 inszenierte er am Staatstheater am Gärtnerplatz in München die Uraufführung der Oper Das Beben von Awet Terterjan.

Weitere Inszenierungen

Am Nationaltheater Mannheim inszenierte Claus Guth Giuseppe Verdis La Traviata, in Dortmund Otello und in Nürnberg Igor Strawinskijs The Rake's Progress. Am Staatstheater am Gärtnerplatz in München entstanden Inszenierungen von Albert Lortzings komischer Oper Der Wildschütz (1998) - diese Aufführung wurde vom Bayerischen Rundfunk für das Fernsehen aufgezeichnet -; außerdem 2001 Werner Egks Der Revisor, sowie 2002 Wagners Jugendwerk Das Liebesverbot (in Coproduktion mit der Bayerischen Theaterakademie August Everding).

2000 inszenierte Claus Guth bei den Salzburger Festspielen Glucks Iphigénie en Tauride (2001 auch am Opernhaus Zürich und 2002 am Staatstheater Darmstadt). Im Münchner Prinzregententheater inszenierte er 2001 als gemeinsames Projekt aller Studiengänge der Bayerischen Theaterakademie King Arthur von Henry Purcell. 2003 debütierte Claus Guth mit Der fliegende Holländer bei den Bayreuther Festspielen. 2004 erarbeitete der inzwischen zu einem der prominentesten Vertreter der jüngeren Generation avancierte Regisseur am Theater Basel Rossinis Der Barbier von Sevilla, nachdem er dort schon mit Wagners Tannhäuser (2002) und Webers Freischütz (2003) Erfolge feierte. 2005 interpretierte er in Zürich Paul Dukas' Ariane et Barbe-Bleue sowie bei den Wiener Festwochen Mozarts Lucio Silla (im Theater an der Wien). Im Sommer 2006 stand eine Neuinszenierung von Mozarts Le Nozze di Figaro sowie eine Aufführung von Mozarts Fragment Zaide in Kombination mit dem Werk Adama der israelischen Komponistin Chaya Czernowin (letzteres als Uraufführung) bei den Salzburger Festspielen auf dem Spielplan.

Weblinks

Wikipedia
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