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Claudia Biene

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Claudia Biene (* 17. Dezember 1973 in Münster) ist eine deutsche Leichtathletik-Behindertensportlerin.

Leben

Claudia Biene wurde in Münster (Westfalen) geboren, zog aber sehr früh mit ihren Eltern nach Warendorf um. Schon als Jugendliche war sie sportbegeistert und sehr erfolgreich als Leichtathletin. Im Alter von 14 Jahren wurde bei ihr ein Knochentumor im linken Oberschenkel diagnostiziert. Sie entschied sich für eine Amputation in Form einer Umkehrplastik. Dabei wird der betroffene Teil des Beines entfernt und der Fuß, um 180° gedreht, an die Schnittstelle angepasst. Dies verursacht keine Scheinschmerzen und ermöglicht eine höhere Belastbarkeit des Beines. Nach einjähriger Chemotherapie hatte sie den Krebs besiegt und setzte ihre schulische Karriere fort. Nach dem Abitur 1993, studierte sie zunächst in Münster und begann später eine Ausbildung zur Logopädin in Leipzig, die sie 2001 abschloss. Seitdem arbeitet Biene, die in ihrer Freizeit sehr gerne musiziert, als Logopädin in Berlin. 2003 begann sie in Berlin ein Studium der Psychologie, 2005 ein Fernstudium der Betriebswirtschaftslehre.

Karriere

Im Sommer 2002 wurde Claudia Biene auf die bei den Paralympics 2000 in Sydney sehr erfolgreiche Michaela Daamen aufmerksam. Ihr Beispiel motivierte sie dazu, es erneut als Leichtathletin zu probieren. Nach mehreren Gesprächen mit Trainern und einigen Tests, entschied sie sich zu einer Karriere als Behindertensportlerin im Paralympischen Sportclub Berlin. Dabei konzentrierte sie sich auf die Disziplinen Diskus- und Speerwurf sowie Weitsprung. Bereits bei ihrem ersten großen Wettkampf, den Internationalen Deutschen Meisterschaften 2003, gewann sie die Diskuskonkurrenz und belegte bei Weitsprung und Speerwurf jeweils den vierten Platz. Zudem erreichte sie bei den europäischen Meisterschaften den vierten Platz im Weitsprung.

2004 wiederholte Biene ihren Erfolg im Diskuswerfen bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften - ihr gelang mit 28,32 m ein neuer Weltrekord. Bei den Olympischen Spielen in Athen ereilte sie das Verletzungs-Pech: Sie musste den Wettkampf im Weitsprung absagen und hatte auch beim Speer- und Diskuswerfen Schmerzen. Dennoch errang sie im Diskus die Silbermedaille mit 27,11 m. Bei den Landesmeisterschaften Berlin-Brandenburg gelang ihr im Diskus- und im Speerwurf die erneute Qualifikation für die Europameisterschaften.

Weblinks

Wikipedia
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