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Claude Allègre

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Claude Allègre (* 31. März 1937 in Paris) war in den Jahren 1997-2000 französischer Minister für Bildung sowie Forschung und Technik.

Allègre war Jugendfreund von Lionel Jospin. Er studierte Geochemie und war einer der führenden Experten im Bereich Mondgesteine. Er erhielt den Prix Crawford, eine der höchsten Auszeichnungen im Bereich der Geowissenschaften. 1976 geriet er mit dem Vulkanologen Haroun Tazieff in der Frage der Evakuierung der Umgebung des La Soufrière auf Guadeloupe aneinander. 1976 bis 1986 war er Leiter des Pariser Institut de physique du Globe.

Politisch war er im sozialistischen Lager aktiv. So war er zuständig für die Koordinierung von Experten, um deren Fachwissen politisch nutzbar zu machen. Er war Berater Jospins in dessen Zeit als Bildungsminister und war mit dafür verantwortlich, dass an französischen Bildungseinrichtungen das Tragen des Schleiers für zulässig erklärt wurde. 1989-1994 war er Europaabgeordneter der Sozialisten. 1992 wurde Allègre Präsident des französischen Amtes für geologische und Bergbauforschung. Umstritten war sein Eintreten für die Verwendung von Asbest. 1995 wurde er Mitglied der Akademie der Wissenschaften.

Am 4. Juni 1997 berief Lionel Jospin, nunmehr Premierminister, seinen alten Freund als Minister für nationale Bildung, Forschung und Technik. In dieser Funktion legte er u.a. einen Plan zur Eindämmung von Gewalt an Schulen vor. Am 28. März 2000 gab er sein Amt auf. Neuer Bildungsminister wurde Jack Lang.


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