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Cinema 4D
Aus Kefk.
| Cinema 4D | |
|---|---|
| Entwickler: | MAXON Computer GmbH |
| Aktuelle Version: | 10.1 (März 2007) |
| Betriebssystem: | Mac OS X, Windows, Linux |
| Kategorie: | 3D-Grafiksoftware |
| Lizenz: | Proprietär |
| Deutschsprachig: | ja |
| Website: | http://www.maxon.de |
CINEMA 4D (oft auch abgekürzt mit C4D) ist eine 3D-Grafik-Software der Firma Maxon zum Erstellen von 3D-Computergrafiken und Animationen.
Inhaltsverzeichnis |
Übersicht
Die Ursprünge dieser Software gehen in das Jahr 1989 auf das Programm FastRay zurück, einer Software für die Plattform Amiga. Es gab zunächst noch keinerlei grafische Oberfläche. Zu berechnende Szenen wurden aus Textdateien eingelesen.
Zwei Jahre später, 1991, wurde die Version 1.0 von FastRay veröffentlicht. Es gab bereits eine grafische Oberfläche (genannt FRED = Fastray Editor), aber noch keine 3D-Editoransicht. 1993 ging aus diesem Projekt CINEMA 4D 1.0 für den Amiga hervor.
1995 wurde CINEMA 4D von der Amiga-Plattform auf Windows und Mac OS portiert, da Commodore, der Hersteller des Amiga, 1994 Konkurs anmeldete und die Zukunft des Amiga ungewiss war. War der ursprüngliche Code noch in Modula-2 geschrieben, entschied man sich nun aus Mangel an anderen Compilern für die Zielplattformen PC und Mac für C++.
1997 erschien CINEMA 4D 4.0. Der Objekt-Manager wurde eingeführt, das Kernstück der Benutzerschnittstelle zur Manipulation der Objekte einer Szene.
Die aktuelle Version ist die Release 10. Das Produkt CINEMA 4D wird international vermarktet (u. a. in Europa, USA/Kanada, Australien und Japan). CINEMA 4D konnte sich sowohl im privaten als auch im professionellen Markt einen Kundenstamm sichern. Durch die langjährige kontinuierliche Entwicklung entstand um das Produkt herum eine große Community, die auf vielen Internetseiten präsent ist.
Der Wettbewerb unter den "Großen" im Bereich der 3D-Modellierung wird auch über Ausstattungslisten geführt. Einige der wichtigeren Funktionen, die CINEMA 4D in Version 9 zusätzlich bietet sind: N-Gons (Polygone mit mehr als vier Kanten), Cloth Simulation (dynamische Textilanimation), Pyro Cluster (Berechnung von Partikeleffekten wie z. B. Feuer), Subpolygon Displacement (Displacement nach automatischer Unterteilung).
Weiterhin bot C4D schon in vorhergehenden Versionen ein Node-basiertes visuelles "Scripting" mit dem Programm-Modul XPresso, globale Beleuchtung/HDRI und Kaustik-Berechnung. Ein Modul zur Erweiterung der vorhandenen Partikelanimation ist "Pyrocluster". Damit lassen sich räumliche Flammen, Explosionsglut, Rauchschwaden, Wolken und ähnliche Erscheinungen darstellen.
Ein erwähnenswertes Merkmal CINEMA 4Ds ist die ungewöhnlich flexible Benutzeroberfläche. Praktisch jede Komponente der Oberfläche kann vom Benutzer bequem definiert, bearbeitet und umgestaltet werden. Dies ermöglicht eine optimierte individuelle Anpassung und resultiert in einer Steigerung der Produktivität. CINEMA 4D ist außerdem für seine hohe Stabilität bekannt. Dies schont die Nerven der Anwender und beschleunigt die Abarbeitung von Aufträgen. Durch die intuitiv zu bedienende Oberfläche ist CINEMA 4D auch für 3D-Einsteiger geeignet.
C4D unterstützt Mehrprozessor-Systeme sowohl beim Rendern von Einzelbildern als auch beim Rendern von Animationen in einem Netzwerk. CINEMA 4D ist verfügbar für PC (Windows XP und XP64), Apple Macintosh Computer (auch als native Version für Intel-Prozessoren) und als Linux-Version, die zur Zeit exklusiv für Animations- und Filmstudios verfügbar ist. Nach Angaben MAXONs existiert für die verschiedenen Plattformen ein gemeinsamer Quellcode. Auch um die plattformunabhängige Programmierung zu vereinfachen, arbeitet der integrierte Modeller in einer OpenGL-Umgebung.
Zusätzliche Funktionen werden sowohl von MAXON selbst, als auch von anderen Softwareherstellern als Module für CINEMA 4D angeboten. Ein kostenloses Software Developement Kit (SDK) ermöglicht es sowohl gewerblichen Anbietern als auch Hobbyisten, unter C++ Erweiterungen für CINEMA 4D zu schreiben.
Siehe auch: 3D-Modellierungswerkzeug
Module
Neben dem Hauptprogramm (zum Modellieren, Texturieren, Beleuchten und Rendern) gibt es zahlreiche Zusatzmodule um den Funktionsumfang zu erweitern:
- Advanced Render (globale Beleuchtung/HDRI/Radiosity, Kaustiken, Ambient Occlusion und Simulation eines realistischen Himmels)
- BodyPaint 3D (Unwrappen und Freihand-Zeichnen auf UVW-Meshes)
- Dynamics (Simulation von "soft body" und "rigid body" Körper-Dynamik)
- HAIR (Erstellt Haare, Fell, Grasflächen etc.)
- MOCCA (Figuren-Animation, sowie halbautomatische Animation von Stoffen und Kleidung nach den Regeln der Physik im Sub-Modul "Clothilde")
- MoGraph (Klonen von Objekten und Spline-Animation)
- NET Render (Vernetzt weitere Computer über ein TCP/IP Netzwerk zu einer Renderfarm)
- PyroCluster (Simulation von Rauch und Feuereffekten)
- Sketch and Toon (Werkzeuge für Cel Shading, Cartoons und Technische Zeichnungen)
- Thinking Particles (Erweitertes Partikelsystem das auf Knoten basiert)
Entwicklungsgeschichte
1990 Christian und Philip Losch gewinnen mit ihrem selbstentwickelten Raytracer den monatlichen Programmierwettbewerb der Zeitschrift Kickstart.
1991 FastRay (der ursprüngliche Name von CINEMA 4D) wird für den Amiga auf den Markt gebracht.
1993 CINEMA 4D V1 wird für den Amiga freigegeben.
1994 CINEMA 4D V2 wird für den Amiga freigegeben.
1995 CINEMA 4D V3 wird für den Amiga freigegeben.
Erste Pläne für eine PC-Portierung werden entwickelt.
Ein neues Entwicklerteam beginnt mit der vollständigen Neuentwicklung mit dem Ziel der Plattformunabhängigkeit.
1996 CINEMA 4D V4 wird für Amiga, Windows, Alpha NT und Macintosh freigegeben. Dies beinhaltet auch die erste Multiprozessor-Version.
1997 Die Entwicklung einer "Produktionsversion" für Studios beginnt und führt zur Freigabe von CINEMA 4D XL V5.
1998 CINEMA 4D SE V5 wird freigegeben.
1999 CINEMA 4D GO V5 wird eingeführt.
CINEMA 4D NET wird eingeführt.
2000 CINEMA 4D XL V6 wird freigegeben.
BodyPaint 3D ist als Zusatzmodul für CINEMA 4D sowie als eigenständiges Programm (als Ergänzung zu anderen 3D-Lösungen) erhältlich.
2001 CINEMA 4D ART wird eingeführt.
Das PyroCluster-Modul wird vorgestellt.
CINEMA 4D XL R7 wird weltweit vertrieben.
MAXON integriert die Shader-Sammlung Smells like Almonds des Herstellers bhodiNUT.
Das Dynamics-Modul wird vorgestellt.
2002 CINEMA 4D R8 führt die Module Advanced Render, PyroCluster, MOCCA und Thinking Particles ein.
2003 BodyPaint 3D R2 wird freigegeben.
2003 CINEMA 4D R8.5 wird freigegeben.
Das Sketch and Toon-Modul wird vorgestellt.
2004 CINEMA 4D R9 wird freigegeben.
2005 CINEMA 4D R9.5 & BodyPaint 3D R2.5 werden freigegeben.
Das Hair-Modul wird vorgestellt.
2006 CINEMA 4D R9.6 & MoGraph wurden freigegeben.
CINEMA 4D R10.0 wurde freigegeben - BodyPaint wurde in das Hauptprogramm integriert. Mocca 3 enthält nun Joints statt Bones sowie eine Muskelsimulation. Des Weiteren ist die Funktionalität des Moduls PyroCluster nun im Modul Advanced Render enthalten.
Weblinks
- www.maxon.de Herstellerseite
- Links zum Thema „Cinema 4D“ im Open Directory Project
- wiki.c4d-jack.de Deutschprachiges CINEMA 4D Wiki (eigene Domain bereits beantragt)
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