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Goldbraune Algen
Aus Kefk.
| Goldalgen | ||||||||||||
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Bild:Dinobryon spec54484.jpg Dinobryon sp. | ||||||||||||
| Systematik
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Chrysophyceae | ||||||||||||
| Ordnungen | ||||||||||||
Die Goldbraunen Algen (Chrysophyceae) bilden eine eigene Klasse innerhalb der Abteilung der Goldalgen (Chrysophyta) im Reich der Protisten (Protista).
Inhaltsverzeichnis |
Beschreibung
Die Goldbraunen Algen haben keine echten Zellwände, sondern Periplaste. Die Form der Zellen ist vielfach variabel. Einige Gattungen, wie zum Beispiel Synura tragen kieselige Schuppen oder Kalkkörperchen als Ein- oder seltener als Auflagerungen. Diese Kieselschüppchen werden innerhalb der Zelle in Vesikeln nahe dem Chromatophoren gebildet. Die Chromatophore sind meist goldbraun bis braub, was der Klasse ihren Namen gibt. Der bestimmende Farbstoff ist hier zumeist Fucoxanthin, aus der Gruppe der Xanthophylle.
Andere Chrysophyceen synthetisieren charakteristisch geformte Loricas, Kelche die die Zellen ganz oder teilweise umhüllen. Das Gerüst des Kelches besteht bei der Art Poteriochromonas stipitata aus Chitin, die Arten der Gattung Dinobryon wird von mehreren Zellen gemeinsam aus Silikat gebildet. Einige Arten haben auch verkieselte Zysten.
Lebensweise
Die Goldbraunen Algen sind eine Klasse von Flagellaten, die etwa 1000 bis 1500 Arten in etwa 200 Gattungen umfasst. Sie enthalten zumeist Chloroplasten und sind photoautotroph. Einige Arten sind jedoch auf Vitaminzufuhr, zum Beispiel von Thiamin und Biotin bei der Art Ochromonas danica oder von Vitamin B12 bei Poteriochromonas stipitata. Bei diesen Arten überwiegt heterotrophe Ernährung, bei einigen Arten findet sich aber auch Phagozytose.
Fast alle Arten vermehren sich asexuell, bei einigen Arten, zum Beispiel in der Gattung Dinobryon wurde jedoch auch Anisogamie nachgewiesen. Einige Arten vermehren sich auch geschlechtlich (Isogamie).
Ökologie
Ursprünglich wurde angenommen, dass die Goldbraunen Algen im Süßwasser häufiger als im Seewasser seien. Diese Ansicht wurde in Teilen revertiert, nachdem bekannt wurde, dass sie einen wesentlichen Anteil am sogenannten Nanoplankton haben. Dies sind Organismen im Plankton mit einem Zelldurchmesser zwischen 5 und 20 µm. Die gängigen Planktonnetze haben jedoch Maschenweiten von 40 bis 70 µm, so dass Nanoplankton bei vielen, vor allem älteren Planktonuntersuchungen nicht mit erfasst wurden.
Literatur
- E. Strasburger, F. Noll, H. Schenck, A. F. W. Schimper: Lehrbuch der Botanik für Hochschulen. 33. Auflage, Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1991. Seite 609. ISBN 3437204475
Weblinks
- Eintrag im Microbe Wiki (in englischer Sprache)
- Beschreibung auf biologie.uni-hamburg.de (deutsch)
- Beschreibung bei Wasserwirtschaftsamt München (deutsch)
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