Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Chronologie der Fotografie

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche
<imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden Die Artikel Geschichte und Entwicklung der Fotografie und Chronologie der Fotografie überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zu vereinigen. Die Diskussion über diese Überschneidungen findet hier statt. Bitte äußere dich dort, bevor du den Baustein entfernst. Cjesch 19:32, 12. Jun 2006 (CEST)
Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Chronologie_der_Fotografie, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.

Chronologische Darstellung von Meilensteinen aus der Geschichte der Fotografie.

Inhaltsverzeichnis

Anfänge bis 18. Jahrhundert

Wichtige Entwicklungen: Camera obscuraLaterna magica – Entwicklung der optischen und chemischen Grundlagen.

1727 Der Altdorfer Arzt und Anatomieprofessor Johann Heinrich Schulze (1687–1744) weist als erster die Lichtempfindlichkeit des Silbernitrates experimentell nach.
1729 Es gelingt Chester Moor Hall, durch die Kombination einer Kron- und Flintglaslinse den ersten Achromaten zu bauen.
1770 Der schwedische Chemiker Carl Wilhelm Scheele (1742–1786) macht erste Versuche mit Silberchlorid und entdeckt dessen Lichtempfindlichkeit. Scheele findet auch heraus, dass geschwärztes Silberchlorid durch Ammoniak unlöslich wird; er entdeckt – ohne sich dessen bewusst zu sein – ein Fixiermittel, das die Beständigkeit des Bildes gewährleistet.
1798 Die Brüder Claude (1763–1828) und Joseph Nicéphore Nièpce (1765–1833) führen erste Experimente zur chemischen Fixierung der in der Camera obscura erzeugten Bilder durch.
1799 Der Chemiestudent Thomas Wedgwood (1771–1805) versucht erfolglos, mit Hilfe lichtempfindlicher Stoffe die Bilder der Camera obscura zu fixieren.
1800 Wilhelm Herschel (1738–1822) entdeckt die Infrarotstrahlung.

19. Jahrhundert

Wichtige Entwicklungen: Grundlagen der Fototechnik – "Erfindung" der Fotografie im heutigen Verständnis.

1802 Thomas Wedgwood erfindet eine Methode, Kontaktkopien ohne Kamera herzustellen (Fotogramm) und veröffentlicht in London einen "Bericht über eine Methode, Bilder auf Glas zu kopieren und Silhouetten herzustellen durch Einwirkung von Licht auf Silbernitrat" (An account of a method of copying paintings upon glass and of making profiles by the agency of light upon nitrate of silver). Es ist immer noch nicht möglich, die Bilder zu fixieren. Erst drei Jahrzehnte später entdeckt Talbot ein geeignetes Fixiermittel.
1814 Humphry Davy (1778–1829) entdeckt das zweite lichtempfindliche Silbersalz, das Silberjodid.
1816 Joseph Nicéphore Niepce fertigt die ersten Papierfotografien mit selbstgebauten Kameras aus dem Fenster seines Arbeitszimmers.
1817 Carl Friedrich Gauß berechnet ein Fernrohrobjektiv, das später nach ihm benannt wird.
1819 John Herschel (Sohn von Wilhelm) entdeckt die Eigenschaft des Natriumthiosulfats, Silbersalze zu lösen.
1822 Die erste lichtbeständige heliografische Kopie eines grafischen Blattes fertigt Joseph Nicéphore Niepce an. Dies geschah mit Hilfe von Asphalt auf Glas.
1824 Joseph Nicéphore Niepce gelingt mit einer Camera Obscura die erste haltbare Abbildung auf einer asphaltbeschichteten Zinkplatte.
1826 Antoine Jerôme Balard (1802–1876) entdeckt die Lichtempfindlichkeit des Silberbromids. Joseph Nicéphore Niepce lernt den Besitzer des spektakulären Dioramas in Paris Louis Jacques Mandé Daguerre (1787–1851) kennen.
1827 Acht Stunden lang belichtet Joseph Nicéphore Niepce den Blick aus dem Fenster seines Arbeitszimmers auf einer mit Asphalt lichtempfindlich gemachten Zinnplatte.

Das Ergebnis ist ein Direktpositiv; dabei handelt es sich um die erste erhalten gebliebene lichtbeständige Fotografie.

1829 Niepce und Louis J. M. Daguerre schließen einen Vertrag über die Verbesserung und Nutzung der auf lichtchemischem Weg gewonnenen Bilder.
1835 Das erste Negativ entsteht, als William Henry Fox Talbot (1800–1877) das Fenster seiner Bibliothek von innen fotografiert. Dabei nutzt er eine nur 8 cm kleine, mit einer Linse ausgestattete Kamera. Sein Papier tränkt er mit Silbernitrat und einer Salzlösung.

Erst als 1839 das Verfahren von Daguerre bekannt wird, setzt Talbot seine Versuche fort.

1837 Daguerre entdeckt die Eignung einer Kochsalzlösung als Fixiermittel.
1838 Charles Wheatstone beschreibt das Prinzip des stereoskopischen Sehens.
1839 Die französische Akademie der Wissenschaften (Akademie der Schönen Künste?) verkündet, dass es Niepce und Daguerre gelungen sei, dauerhafte Bilder mit Hilfe der Camera Obscura aufzuzeichnen und gibt die Erfindung frei zur Nutzung in aller Welt; Daguerre wird als Erfinder der Fotografie gefeiert (Daguerreotypie).
Ähnliche Methoden fanden jedoch auch andere, unabhängig voneinander arbeitende Erfinder, so z. B. Niepce, Talbot und Balard.
1840 Die Kalotypie wird durch William Henry Fox Talbot entdeckt. Dabei handelt es sich um eine positive Salzpapierkopie vom Papiernegativ, mit der man beliebig viele Kopien herstellen kann.
Josef Maximilian Petzval berechnet das erste lichtstarke Objektiv von 1: 3,7, f = 100 mm für Porträtaufnahmen.
In den USA wird das erste Porträt-Atelier durch Alexander S. Walcott eröffnet.
1841 Das erste europäische Porträt-Atelier in London wird eröffnet; der Inhaber ist Richard Beard. Noël Marie Paymal Lerebours stellt in Paris 1500 Porträts im ersten kommerziellen Atelier Frankreichs aus.
William Henry Fox Talbot lässt sich das erste Negativ-Positiv-Verfahren durch ein Patent schützen. Zur Aufnahme verwendet er Jodsilberpapier, das in Gallussäure und Silbernitrat entwickelt und in Natriumthiosulfat fixiert wird. Durch Baden in Wachs wird es transparent gemacht und wiederum auf ein Jodsilberpapier zu einem Positiv umkopiert.
1842 Eine frühe fotografische Reportage entsteht, als Hermann Biow (1810–1850) und Ferdinand Stelzner (1805–1894) den großen Brand in Hamburg fotografieren.
1844 Talbot veröffentlicht das erste mit Fotos illustrierte Buch: The Pencil of Nature; er fügt auf die Buchseiten handgefertigte Kalotypien ein.
1847 Der Engländer David Brewster (1781–1868) erfindet die zweiäugige Stereokamera.
1851 Die Beschreibung des nassen Kollodiumverfahrens wird durch Frederick Scott Archer (1813–1857) veröffentlicht. Bis 1880 bleibt dieses das wichtigste fotografische Verfahren.
1854 André Adolphe-Eugène Disdéri (1819–1889) lässt sein Patent auf Visitenkartenporträts eintragen.
1862 Untersuchungen über farbfotografische Verfahren veröffentlicht der französische Pigmentdrucker Louis Ducos du Hauron.
1864 W. B. Bolton und B. J. Sayce entwickeln die fotografische Kollodium-Bromid-Trockenplatte und bringen eine gebrauchsfertige Emulsion aus Bromsilber für Trockenplatten in den Handel, die ab 1867 industriell gefertigt wird.

Joseph Wilson entwickelt in Newcastle-upon-Tyne das Kohle-Umkopierverfahren, das die Mängel des Poitevinschen Kopierverfahrens ausmerzt. Swan entwickelt das mit einer Gelatineschicht überzogene Pigmentpapier.

1865 Alphonse L. de Poitevin unternimmt erste Versuche mit farbigen Bildern auf Papier; Abhandlung für die Pariser Akademie; Probleme mit der Echtheit und Haltbarkeit der Farben.
1867 C. Tessié du Motay und Ch. R. Maréchal erfinden den Lichtdruck (auch Lichtleimdruck bzw. Photolithographie oder Phototypie).
1868 Louis Ducos du Hauron erzielt den Durchbruch in der Farbfotografie.
1871 Richard Learch Maddox (1816–1902) veröffentlicht seine Erfindung der Gelatinetrockenplatte für die er eine Bromsilber-Gelatine-Schicht verwendet. Gegenüber der Kollodium-Nassplatte von 1851 steigert er die Empfindlichkeit um den Faktor 100 und erreicht eine Empfindlichkeit von ca. 5 ISO.
1873 Hermann Wilhelm Vogel (1834–1898), Professor für Photochemie in Berlin, gibt die ortochromatische Sensibilisierung des Negativmaterials bekannt.
1877 Eadweard Muybrigde (1830–1904) fertigt die ersten Reihenaufnahmen von beweglichen Motiven an.
1878 Voigtländer stellt das lichtstarke Euryscop vor
1879 Die ersten industriell gefertigten Bromsilber-Gelatinetrockenplatten werden von Johann Sachs in Berlin, Friedrich Wilde in Görlitz sowie Carl Haack in Wien hergestellt.
1880 Die ersten Fotos erscheinen als Illustrationen in Zeitungen, so beispielsweise ein gerastertes Halbtonfoto in einer deutschen Zeitung.
1881 Steinheil stellt das lichtstarke Antiplanet vor
1888 Die erste Rollfilm-auf-Papier-Kamera, die "Kodak" kommt auf den Markt. Die Vision des Amerikaners George Eastman (1854–1932) war, das Fotografieren wesentlich zu vereinfachen.
1894 Der "Bosco-Automat" für Ferrotypien wird durch George Grantham Bain gegründet. Er nennt sie "Montauk Photo Concern."

20. Jahrhundert

1900 bis 1924

Wichtige Entwicklungen: Erfindung der Kleinbildkamera ("Ur-Leica") durch Oskar Barnack, neue, lichtstarke Objektivrechnungen.

1907 Die autochromen Kornrasterplatten werden durch die Brüder Auguste (1862–1954) und Louis (1864–1948) Lumière in Frankreich eingeführt.
Fa. Ernemann, Dresden: Ankündigung einer "Panorama-Rundkamera" mit einem Bildwinkel von 360°.
1908 Die Produktion des schwer entflammbaren Sicherheitsfilmes auf der Basis von Acetatcellulose wird durch die Agfa aufgenommen.
1912 An der Königlichen Akademie der Graphischen Künste in Leipzig erhält Frank Eugene das erste in Europa eingerichtete Lehramt für "künstlerische Photografie".
1913 Den ersten Prototypen der "Leica" mit dem neuen Filmformat 24x36 mm konstruiert Oskar Barnack (1879–1936).
1873–1916 Karl Schwarzschild – Nach ihm wurde der Schwarzschild-Effekt benannt.
1922 Man Ray: "Champs Délicieux"; (Mappe mit Rayogrammen)
1924 Die Presse- und Reportagefotografie wird in Europa durch die in Dresden gebaute "Ermanox" revolutioniert; die Kamera zeichnet sich durch ein lichtstarkes Objektiv, das "Ernostar", aus.

1925 bis 1949

Wichtige Entwicklungen: Erste 6x6-Spiegelreflexkamera mit Wechselmagazinen und -objektiven (Victor Hasselblad); erste zweiäugige 6x6-Spiegelreflexkamera ("Rolleiflex").

1925 Die Leica wird serienmäßig auf dem Markt eingeführt.
László Moholy-Nagy: "Malerei, Fotografie, Film" (Bauhausbücher)
1928 Gründung der Firma "nichidokushashinkishoten" (= "japanisch-deutsches Kamerageschäft") durch Kazuo Tashima; das Unternehmen wird 1962 in Minolta umbenannt.
Albert Renger-Patzsch: "Die Welt ist schön" (Bildband).
Gründung der Fotoagentur Dephot.
Karl Blossfeldt: "Urformen der Kunst" (Bildband).
1929 Franke & Heidecke, Braunschweig, präsentieren mit der "Rolleiflex" die erste zweiäugige 6x6-Spiegelreflexkamera.
Ausstellung des Deutschen Werkbundes "Film und Foto" (FIFO) in Stuttgart.
Werner Gräff: "Es kommt der neue Fotograf".
Werner Roh und Jan Tschichold: "foto-auge" (Bildband).
1931 Erich Salomon: "Berühmte Zeitgenossen in unbewachten Augenblicken" (Bildband)
1932 Gründung der Gruppe f/64 um Edward Weston in den USA.
1933 Der erste Kleinbildfilm Agfacolor für Farbdias nach dem Linienrasterverfahren kommt auf den Markt.
1935 Gründung der Farm Security Administration (FSA) in den USA. Die Öffentlichkeitsarbeit der FSA begründete die Sozialdokumentarische Fotografie.
1936 Erste Farbdiafilme mit chromogener Entwicklung in Deutschland (Agfacolor-Neu) und in den USA (Kodachrome).
Die Firma Ihagee in Dresden konstruiert die erste Kleinbildspiegelreflexkamera der Welt, die "Kine-Exakta".
Dissertation zur Soziologie der Fotografie von Gisèle Freund an der Pariser Sorbonne.
Erscheinen der ersten Ausgabe des Magazins LIFE.
Walter Benjamin: "Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit".
1938 Als Grundlage der Bürokopierverfahren und der Sofortbildfotografie erfinden Edith Weyde und André Rott das Silbersalzdiffusionsverfahren.
1941 Agfa stellt das erste Colorpapier auf chromogener Entwicklungsbasis vor.
1942 Edwin Herbert Land meldet in den USA ein Patent für ein Sofortbildverfahren an.
Der Negativ-Rollfilm "Kodacolor" sowie das Farbpapier für Amateurphotographen wird in den USA auf den Markt gebracht. In Deutschland wird die Markteinführung des Agfacolor-Papiers durch den Krieg verhindert.
1947 Lands Sofortbildverfahren "Polaroid" wird nach einer Reihe von Detailverbesserungen der Weltöffentlichkeit vorgestellt.
FOTO-SPIEGEL erscheint monatlich im Heering-Verlag. Herausgeber Dr. Walther Heering, Redaktion Bernd Lohse. Erste deutsche Fotozeitschrift nach dem Krieg und Vorläuferin des 1949 gestarteten FOTO-MAGAZIN.
1948 Die Holographie wird durch Denis Gabor entdeckt. Aber erst mit der Lasertechnik wird die Holographie 1960 praktisch einsetzbar.
Victor Hasselblad fertigt die erste 6x6-Spiegelreflexkamera mit Wechselmagazinen und -objektiven; ihr Metallschlitzverschluss ermöglicht eine kürzeste Belichtungszeit von 1/1600 s.

1950 bis 1974

Wichtige Entwicklungen: Integration der Belichtungsmessung in das Kameragehäuse; Lichtmessung durch das Objektiv; Blütezeit der Spiegelreflexfotografie; Beginn des Siegeszugs der Zoomobjektive.

1950 Die erste Photokina findet in Köln statt.
1955 Wanderausstellung "The Family of Man", Organisation durch Edward Steichen.
1956 Robert Frank: "The Americans" (Bildband).
1959 Agfa: Optima, die erste Kleinbildkamera mit elektrischer Belichtungsautomatik
Voigtländer: Entwicklung eines Zoomobjektivs für Fotokameras.
1960 Das erste farbige Sofortbild "Polacolor" wird durch E. Land vorgestellt.
1962 Veröffentlichung des Silberfarbstoff-Bleichverfahrens Cibachrome in der Schweiz.
1963 Das Filmeinlegen wird durch Kassettensysteme von Kodak und Agfa erleichtert.
Canon präsentiert eine Kamera mit automatischer Schärfeeinstellung, die auf dem Prinzip der Messung des Kontrastumfangs basiert.
1966 Rollei stellt mit der Rollei 35 die seinerzeit kleinste Kleinbildkamera der Welt vor, kaum größer als eine Zigarettenschachtel.
1968 Konica: Autoreflex T: Erstmals Lichtmessung durch das Objektiv.
1970 Color Foto: Zur Photokina erscheint die erste Ausgabe unter dem Titel "Color" (Nullnummer, IV/70). Die Fotozeitschrift erscheint ab 1971 monatlich.
1971 Canon: Erstes Tilt-/ Shift-Objektiv für Perspektivkorrektur und Schärfedehnung, 2,8/35 mm.
Metz: Mecablitz 202, erster Blitz mit Belichtungssensor ("Computerblitz")
Höhepunkt der Verbreitung von Spiegelreflexkameras: 800.000 verkaufte Kameras allein in Deutschland.
Leica M5: Erstmals Belichtungsmessung integriert in ein M-Kameragehäuse.
1972 Pentax: ES, erste SLR-Kamera mit Zeitautomatik.
Kodak: Einführung des Pocket-Formats 13 x 17 mm auf 16 mm breitem Film.
Kodak: Einführung des C41-Prozesses als Standardverfahren für Negativfilmentwicklung.
Linhof: Aero-Technika 4x5 mit pneumatischem Vakuumsystem.
1973 Rollei: Vorstellung der Rolleiflex SLX, erste vollelektronische Kamera (Markteinführung jedoch erst 1978).
Bronica: EC, Schlitzverschluss bei 6x6-Kameras.
Vivitar: Serie I 3,5/70–210; Beginn des Siegeszugs der Zoomobjektive ("Gummilinsen").
1974 Fuji: ST-901, erste SLR-Kamera mit LEDs im Sucher.
Ilford: Ilfospeed, Vergrößerungspapier mit integrierten Entwicklungschemikalien.
Kodak: Einführung der Super-8-Filme und -Kameras mit Tonspur.

1975 bis 1999

Wichtige Entwicklungen: Einführung der Digitalfotografie; Spiegelreflexkameras mit Autofokus; Belichtungsautomatiken werden Standard; Steuerung zahlreicher Funktionen durch Mikroprozessortechnik .

1975 Pentax: Einführung des Pentax-K-Bajonetts; das M42-Objektivgewinde wird nicht mehr unterstützt.
Minox: 35 EL, jetzt kleinste 35 mm-Kamera. Die Minox 35 übernimmt den Titel "kleinste Kleinbildkamera der Welt" von der Rollei 35. Die Minox 35 ist nur wenig kleiner, aber deutlich leichter als die Rollei 35.
Mamiya: 645, 4,5x6-Kamera
Honeywell: Ankündigung der Entwicklung des Visitronic-Autofokus-Moduls.
1976 Leica Correfot: Prototyp eines TTL-AF-Systems ("Fokus-Detektor").
Canon: AE-1, erste KB-SLR mit Mikroprozessor.
Olympus: OM-2, "autodynamische" Belichtungsmessung auf dem Vorhang oder der Filmoberfläche erlaubt erstmals auch TTL-Blitzlichtmessung.
Pentax: Vorstellung des Prototyps eines 2,8/35–70 mm AF-Zooms mit dem Visitronic-Modul von Honeywell.
Minolta: Pocket-Zoom-SLR Minolta 110, ein Höhepunkt des Pocket-Systems.
Schneider: Variogon 5,6/140–280 mm, erstes Zoom für Hasselblad-Kameras.
Kodak: E-6 löst E-4 als Standard-Entwicklungsprozess ab.
Praktica: Erste SLR mit elektronischer Blendensimulation und Blendenwertübertragung zwischen Kamera und Objektiv.
Carl Zeiss Jena: MKF 6, Multispektralkamera im All mit der "Sojus 22".
Tamron: Vorstellung des "Adaptall"-Objektivanschlusssystems.
1977 Konica C35-AF: Kompaktkamera, erste käufliche Autofokus-Kamera.
Nikon: Einführung der AI-Blendenkupplung.
Erste hochempfindliche Farbnegativfilme auf dem Markt: Fujicolor II 400 und Kodacolor 400 (ISO 400/27°).
documenta 6, Kassel, Erstmals wurde auf einer documenta die Fotografie in ihrer gesamten Bandbreite und bis hin zur Gegenwart gezeigt (Kuratoren: Klaus Honnef und Evelyn Weiss in Zusammenarbeit mit Gabriele Honnef-Harling).
1978 Markteinführung der ersten vollelektrischen Kamera " Rolleiflex SLX ".
Canon: A-1 mit Multimode-Automatik (Vorläufer der Programmautomatik).
Minolta: XD-7, SLR-Kamera mit Mehrfach-Automatik (Vorläufer der Programmautomatik).
Konica: FS-1, erste KB-SLR mit integriertem Filmtransport-Motor.
Erster hochempfindlicher Diafilm: Kodak Ektachrome 400 (ISO 400/27° ).
Ilford: Multigrade-Materialien mit variabler Gradation.
Fujifilm: AZ-1, erste SLR mit Zoom 43–75 mm als Standardobjektiv.
Metz: Das SCA-System macht Fremdblitzgeräte mit den neuen Systemfunktionen verschiedener Hersteller kompatibel.
Polaroid: Polavision, ein "Sofort-Schmalfilm"-System.
Polaroid: Polaroid SX-70: Sofortbild-Spiegelreflexkamera mit Ultraschall-AF.
1979 Hanimex baut erstmals einen Miniblitz in eine SLR-Kleinbildkamera ein.
Schwarzweiß-Fotopapiere mit Gradationswandlung setzen sich durch.
Die zusammengesetzte Empfindlichkeitsangabe ISO ersetzt ASA und DIN.
1980 Nikon: F3: Erste vollelektronische Profi-KB-SLR; Wechselsucher und Kompatibilität zu Nikon-Objektivsystem bleiben erhalten.
Rollei Rolleiflex SL2000F, KB-SLR mit Wechselmagazinen, integriertem Motor und doppeltem Suchersystem.
Hanimex: Reflex Flash 35, erste SLR-Kamera mit eingebautem Blitz, aber ohne Wechselobjektiv.
Zeiss-Ikon: Ikarex 53, letzte Kamera von Zeiss-Ikon.
Erste chromogene SW-Filme für C41-Prozess: Der Ilford XP1 400 und Agfapan Vario-XL, erste Schwarzweißfilme, die im Colorprozess entwickelt werden.
1981 Minox: EC, kleinste und leichteste Minox-Kamera (80x30x18 mm, 46 g).
Pentax ME-F: Erste Spiegelreflexkamera mit Autofokustechnik.
1982 Minolta X-700: Multimode und vollautomatische Blitzsteuerung.
Nikon: FM2, küzeste Verschlusszeit von 1/4000 s und Blitzsynchronzeit von 1/200 s.
Nikon: F3AF, Autofokus.
Kodak: Einführung des Disc-Systems.
Tokina: 35–200 mm, "Super-Zoom".
Leitz/ Kindermann: Einführung des LKM-Systems für die Diaprojektion.
Sony Mavica: Vorstellung der Mavica ("Magnetic Video Camera"), analoge Aufzeichnung auf Floppy Disks; das vorgestellte Gerät kommt jedoch nicht auf den Markt.
Reflecta: Einführung des CS-Systems für die Diafotografie
Kodak: Kodacolor VR-1000 mit T-Grain-Kristallen, erster Farbfilm mit Empfindlichkeit von ISO 1000/31°.
1983 Vorstellung der Olympus OM-4: Erste Kleinbildkamera, die Spotbelichtungen mit bis zu acht verschiedenen Messungen ermöglicht (Multi-Spotmessung).
Pentax ME-F: Erste serienmäßige SLR mit TTL-Autofokus.
Nikon: FA, erste Kamera mit Mehrfeld-Belichtungsmessung
Canon: T50, erste Kamera, die die richtige Blitzblende durch Vorblitz ermittelt.
Kodak, Fujifilm: Einführung neuer feinkörniger Filme, basierend auf T-Kristall-Technologie des Disc-Materials.
3M: ColorSlide 1000, erster Diafilm mit Empfindlichkeit von ISO 1000/31°.
Kodak: Einführung des Systems der DX-Codierung für KB-Filme, das das automatische Abtasten der Filmempfindlichkeit im Gehäuse ermöglicht.
1984 Vorstellung der Canon T70: Konsequente Nutzung von Elektronik anstelle von mechanischen Bedienungselementen; erste SLR-Kamera mit großem LC-Display.
Nikon: Nikonos V, Spezialkamera für Unterwasserfotografie.
Leica M6: TTL-Belichtungsautomatik.
1985

Minolta 7000: Erste Motor getriebene SLR-Autofokuskamera mit TTL-AF und im Gehäuse integrierten AF-Motor.

Minolta 9000: Erste professionelle SLR mit Autofokus, 1/4.000 s und einzige AF-Kamera mit manuellem Filmtransport.
Canon: T80, Kamerabedienung mit Piktogrammen.
Kiron: Erstes Zoom-Objektiv mit Brennweitenbereich von 28–200 mm.
Tamron: Fotovix, Gerät zum Kopieren von Dias und Negativen auf Videoband.
1986 Contax: 167MT, erste Kamera mit Belichtungsreihenautomatik.
Konica: Konicacolor SRV-3200, extrem lichtempfindlicher Farbnegativfilm.
Kodak: T-Max, erster Schwarzweißfilm mit Flachkristallen.
1987 Einführung der Canon EOS-Serie mit der ES 1/ EOS 650: Erste AF-SLR-Kamera von Canon. Statt eines in das Gehäuse integrierten Autofokus-Motors sitzt der Motor in den Objektiven.
Rollei: Rolleiflex 2,8 GX, zweiäugige Kamera mit TTL-Belichtungs- und Blitzmessung.
Mamiya: 6 x 6-Sucherkamera mit Wechselobjektiven.
1988 Minolta Dynax 7000i: verwendet erstmals einen "vorausberechnenden" Autofokus bei bewegten Objekten.
Canon: ION RC-250, erste Still-Videokamera für Floppy-Disks.
"Bridge-Kameras" sollen die Vorteile von Spiegelreflex- und Sucherkameras kombinieren, verfügen jedoch über ein fest eingebautes Zoom (Chinon GS-7, Olympus AZ-300, Ricoh Mirai).
Yashica: Samurai, Versuch der Wiederbelebung des Halbformats.
Minox: Konkurs. Die Firma läuft weiter, unter Leitung des Konkursverwalters.
Nikon: F-801, Verschlusszeitenrekord mit 1/8000 s.
Nikon: QV-1000C, Still-Video-Kamerasystem mit hochempfindlichem SW-CCD-Sensor und 280.000 Bildpunkten.
1989 Leica: AF-C1, erste AF-Kompaktkamera von Leica.
Einführung der "Wegwerf"- ("Single use"-) Kameras.
September: Canon: EOS-RT, feststehender, teildurchlässiger Spiegel.
1990 Canon: EOS-10, mit Barcode-Lesestift und Motiv-Handbuch.
Fujifilm: Einführung des Velvia-Diafilms.
Agfa: Einführung des Digital Print System (DPS, "Digiprint"), basierend auf einem digitalen Printer, der hochwertige Positivkopien von Dias auf Negativpapier ermöglicht.
1991 Minolta Dynax 7xi: Vier AF-Messfelder, weiterentwickelter Fuzzy-Logic-Rechner, der erstmals auch Bewegungen von Objekten quer durchs Bild erkennt und mit wechselnden Sensoren verfolgt.
Pentax: Z1, Autozoom-Funktion.
Vorstellung der Noblex-Panoramakameras durch die Noble Werke in Dresden (heute: Kamerawerke Dresden).
Praktica: Wiederaufnahme der Fertigung von Practica-SLR-Kameras durch die Jos. Schneider Feinbergtechnik, Dresden.
Rollei: Einführung des Digital Scan Pack, Einstieg in die Digitalfotografie.
Fujifilm: DSC-100, erste Digitalkamera mit Aufzeichnung der Bilddaten im JPEG-Format.
Kodak: Vorstellung des DCS ("Digital Camera System") zur professionellen elektronischen Bildaufzeichnung.
1992 Canon EOS 5: Neuartige Blickfokussierung durch das Auge des Fotografen, das von IR-Sensoren abgetastet wird ("Augensteuerung"). Die Augensteuerung wurde mit der Canon EOS-1V und deren digitalen Nachfolgern wieder abgeschafft.
Kodak Photo-CD: Vorstellung durch Kodak und Philips ("elektronisches Fotoalbum").
Nikon F90: Integration der Entfernungsmessung in die Blitzbelichtungsregelung mit AF(D)-Nikkoren.
Konica: Hexar, lichtstarke AF Messucherkamera.
Nikon: Nikonos RS, erste Unterwasser-SLR.
Tamron: Vorstellung eines besonders kompakten Zoomobjektivs, des sog. Revoluzoom 28–200 mm.
1993 Yashica: 300 AF, letztes SLR-Modell.
Fujicolor Super G: Erster Farbnegativfilm mit ISO 800/30°.
Sigma: SA-300, Erste SLR.
1994 Contax G1: AF-Messucherkamera mit Zeiss-Objektivsystem, Konkurrenz für die Leica M6.
Nikon: Zoom 700VR, Sucherkamera mit Funktion zur Verwackelungsreduzierung.
1995 Minolta: RD-175; basiert auf der AF-KB-SLR Minolta Dynax 500 si Super; 3-CCD-Technik, 1,75 Mio. Pixel.
Canon: EF 4–5,6/75–300 mm IS USM, erstes Objektiv mit integriertem Bildstabilisator.
Die erste für den Amateurbereich taugliche Digitalkamera heutigen Standards wird mit der "Casio QV 10" eingeführt.
Fujifilm: 645, erste Mittelformatkamera mit Autofokus.
Agfa: Einführung des Schwarzweiß-Diafilms Scala 200.
Nikon: E2, SLR für professionelle Digitalfotografie.
Mamiya 7: Erste Messsucherkamera für das Format 6 x 7 mit Wechselobjektiven.
Lomo: Kultkamera zum "aus der Hüfte schießen".
1996 Frühjahr: Die Zeitschrift Photographie präsentiert sich als erste deutschsprachige Fotofachzeitschrift im Internet.
Nikon F5: Fünf AF-Sensoren, farbsensibles Mehrfeldbelichtungs- und Blitzbelichtungssystem.
Minolta Vectis S1 (APS-SLR).
Leica: Übernahme von Minox.
Einführung des APS (Advanced Photo System) im April durch Canon, Fujifilm, Kodak, Minolta und Nikon.
1997 Fujifilm: Einführung des Internet-Bilderservices "Print-it online", der auch Jahre später noch nicht zuverlässig funktioniert.
1998 Minolta Dynax 9: erstmalig in einer Profi-SLR ist der eingebaute Blitz.
Minolta Dimâge RD-3000: digitale SLR mit 2,7 Mio. Pixel, Wechselobjektive aus der V-Serie.
98 Prozent der aktuellen Bilder der Düsseldorfer BILD-Lokalredaktion stammen aus Digitalkameras.
Olympus: Camedia C-2000, erste Digitalkamera mit mehr als zwei Millionen Pixel.
Hasselblad XPan: Von Fujifilm entwickelte Kleinbild-Zweiformatkamera für Normal- und echte Panoramaaufnahmen.
Voigtländer: Bessa-L, vollmechanische Sucherkamera mit Super-Wide Heliar 4,5/15 mm.
Fujifilm: Fujichrome 100ix, erster APS-Diafilm.
Diavographie: Das von dem Fotografen Heinz Teufel entwickelte Reproverfahren ermöglicht hochwertige Fotodrucke unter Verwendung von digitaler Technik.
1999 Nokia: Communicator 9110 (mit EPOC OS), Multifunktionshandy kommuniziert mit Digitalkamera Casio QV-7000SX über IR-Schnittstelle.

21. Jahrhundert

2000 Ricoh: RDC-i700, internetfähige Digitalkamera mit Touchscreen-Display (9 cm Diagonale).
Canon: Digital IXUS: Kleinste und leichteste digitale Kompaktkamera mit optischem 2-fach-Zoom (entsprechend KB 35–70 mm) und 2,1 Mio. Pixel.
Voigtländer Bessa-R: Klassische Messsucherkamera mit Wechselobjektiven.
Canon EOS-1V ("V" = "Vision"): SLR mit einer maximalen Bildfrequenz von 9 Bildern/s und 45 AF-Messfeldern.
2001 Andreas Gursky: Das MOMA (Museum of Modern Art, New York) widmet dem Becher-Schüler als erstem deutschen Fotografen eine Einzelausstellung.
Nikon: D1x: Digitale SLR mit 5,47 Mio. Pixel.
Minolta: Dimâge 7: Digitalkamera mit 5,2 Mio. Pixeln und 7-fachem optischem Zoom (entsprechend KB 28–200 mm); der Bildsensor wird als Mess-CCD mit 300 anwählbaren Fokussierpunkten genutzt.
Panasonic: NV-EX21, Digital-Camcorder
Wendepunkt: Der deutsche Fotohandel macht erstmals mehr Umsatz mit Digitalkameras als mit konventionellen Modellen.
2002 Four-Thirds: Olympus und Kodak kündigen den Four-Thirds-Standard an. Ein System mit Wechseloptiken für digitale Spiegelreflexkameras.
2003 Sony: DSCF828 erste Consumer-Kamera mit 8 Mio. Pixeln (4color-CCD)
Olympus: Olympus E-1, erste Spiegelreflexkamera des Four-Thirds Standards (Olympus E-System), mit 5 Mio. Pixeln, ausgerüstet mit einem Ultraschall-Staubfilter, um Staub vom Sensor fernzuhalten, und einem gegen Spritzwasser und Staub abgedichteten Gehäuse.
2004 Nikon: Nikon D2X 12,8 Megapixel, Formatfaktor 1,5, Serienaufnahmen mit 5 Bilder/s oder 8 Bilder/s bei Highspeed-Bildformat

Mit der F6 stellt Nikon die (voraussichtlich) letzte SLR der F-Serie für Kleinbildfilm vor.

Canon: EOS-1Ds, Spiegelreflexkamera mit 11,1 Megapixeln und Vollformatsensor.
Konica Minolta: Dynax 7D, erste DSLR mit einem im Kameragehäuse integrierten Bildstabilierungs- (Anti-Shake)-System.
2005 Sony: Cyber Shot R1 mit 10,3 Megapixel, Bridgekamera mit Sensor 21,5 x 14,4 mm.
Olympus: E 330, die erste digitale Spiegelreflexkamera mit „Live-View“ (das Sucherbild ist jederzeit aktuell auf dem beweglichen Bildschirm zu sehen); 7,5 Megapixel-MOS-Sensor (Four Third).
2006 Sony: Sony alpha, Sonys erste digitale Spiegelreflexkamera, die nach der Übernahme des Fotobereichs von Konica Minolta im Juli 2006 erscheint.

Siehe auch

Literatur

  • G. Ihrke: Zeitafel zur Geschichte der Fotografie. Leipzig 1982
  • Beaumont Newhall: Geschichte der Photographie. 327 Seiten. Schirmer/Mosel 1998. ISBN 3888143195
  • Robert White: Discovering old cameras. Shire, 1981

Weblinks

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Chronologie_der_Fotografie, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge