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Christliche Ethik

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  • Unterschiede zwischen den Konfessionen

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Die christliche Ethik basiert - wie die jüdische Ethik - auf der Gottes- und Nächstenliebe.

Inhaltsverzeichnis

Hauptgebote

Das Hauptgebot der Juden lautet: „Höre Israel, der Herr unser Gott, der Herr ist einzig. Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit all deiner Seele und all deiner Kraft und all deinen Gedanken!“ ([[5. Buch Mose

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|Dtn]] 6,4-5 EU

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Diesem Hauptgebot gleich ist das ebenfalls jüdische Gebot der Nächstenliebe, das, je nach Übersetzung, lautet:

  • Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst ([[3. Buch Mose
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|Lev]] 19,18 EU

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(Einheitsübersetzung)), 

oder:

Jesus von Nazaret antwortete gemäß der Überlieferung in den Evangelien auf die Frage nach dem wichtigsten Gebot mit oben genannten Hauptgeboten. Auf die Frage: „Und wer ist mein Nächster?“ erzählt Jesus das Gleichnis vom barmherzigen Samariter. Dazu ist es hilfreich zu wissen, dass Juden traditionell in Priesteradel (Kohanim), Leviten und Israeliten gegliedert waren. Als dritten Akteur erwarten die jüdischen Zuhörer einen „normalen“ Israeliten, einen von ihnen. Stattdessen hat sich als Nächster in dem von Jesus erzählten Gleichnis ein Samaritaner erwiesen, ein Mitglied einer Gruppe, mit der man Meinungsverschiedenheiten und gegen die man Vorbehalte hatte.

In der christlichen - und jüdischen - Ethik geht es also darum:

  • Gott zu lieben
  • den Nächsten zu lieben.

Die Nächstenliebe wird häufig als die zentrale oder sogar revolutionäre Botschaft des Neuen Testamentes dargestellt. Als wichtigstes Gebot wird sie auch an mehreren Stellen bezeichnet. Es ist jedoch bereits ein Gebot im 3. Buch Mose (Levitikus). Revolutionär war das christliche Gebot der Feindesliebe; Lukasevangelium 6,27 ff.

Konkrete Gebote und Verbote

Neben den Geboten der Liebe zu Gott und zum Nächsten gibt es in der christlichen Ethik auch konkretere Gebote und Verbote, z. B. die Zehn Gebote.

Die Römisch-Katholische Kirche teilt noch heute die Auffassung Jesu, nach der die Wiederheirat von Geschiedenen als „Ehebruch“ zu bewerten sei (Katechismus der Katholischen Kirche Absatz 2384; Evangelium nach Markus 10, 11-12 sowie nach Lukas 16, 18), also als Verstoß gegen das 6. Gebot „Du sollst nicht ehebrechen.“ – In der Evangelischen Kirche gibt es andere Auffassungen: „Es wäre unmenschlich, um der Unauflöslichkeit der Ehe willen einem Menschen zuzumuten, daß er an der Ehe körperlich oder seelisch zugrunde geht. Wie der Sabbat ist auch die Ehe um des Menschen willen gemacht. Wenn in einer Kirche erkannt wird, daß aus einer zur Qual und gegenseitigen Quälerei gewordenen Ehe den Partnern kein anderer Ausweg als die Scheidung mehr zugemutet werden kann, dann wird eine solche Kirche auch die Wiedertrauung Geschiedener nicht ausschließen können, sondern vielmehr mitverantworten im Vertrauen darauf, daß Gott Vergebung und einen neuen Anfang schenkt.“ (Evangelischer Erwachsenenkatechismus S. 598, im Auftrag der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands)

Ähnliche Meinungsverschiedenheiten gibt es zu anderen konkreten Geboten und Verboten der Bibel. Beispielsweise zu dem im Alten Testament ausgesprochenen Verbot homosexuellen Verkehrs (unter Männern; Levitikus = 3. Mose 20, 13): Die Römisch-Katholische Kirche vertritt die Meinung, „daß die homosexuellen Handlungen in sich nicht in Ordnung sind“ (Katechismus der Katholischen Kirche Absatz 2357), und homosexuelle Menschen seien „zur Keuschheit gerufen“. (Katechismus der Katholischen Kirche Absatz 2359). Diese Meinung wird jedoch nicht von allen Katholiken geteilt, und auch nicht von allen katholischen Geistlichen. In der Evangelischen Kirche in Deutschland hingegen erlauben einige Landeskirchen eine Segnung von homosexuellen Partnerschaften. Genaueres dazu unter Homosexualität und Religion.

Meinungsverschiedenheiten dieser Art können so gedeutet werden, dass die einen an der Verbindlichkeit vieler konkreter Gebote und Verbote der Bibel festhalten, während die anderen die Meinung vertreten, dass die konkreten Gebote und Verbote im Lichte des Gebotes der Nächstenliebe interpretiert werden sollten, und/oder dass in bestimmten Fällen das Gebot der Nächstenliebe Vorrang haben müsse.

Begründung christlicher Ethik

Die Neutralität dieses Artikels oder Absatzes ist umstritten. Die Gründe stehen auf der Diskussionsseite und auf der Seite für Neutralitätsprobleme. Entferne diesen Baustein erst, wenn er nicht mehr nötig ist, und gib gegebenenfalls das Ergebnis auf der Neutralitätsseite bekannt.

Was die neutestamentliche Ethik von anderen Ethiksystemen wesentlich unterscheidet, ist ihre Begründung: Christlich ethisches Handeln soll nicht Voraussetzung, sondern Folge der Erlösung durch Jesus Christus sein, allerdings eine zwingende Folge:

  • Angesichts des Erbarmens Gottes ermahne ich euch, meine Brüder, euch selbst als lebendiges und heiliges Opfer darzubringen, das Gott gefällt; das ist für euch der wahre und angemessene Gottesdienst. (Römerbrief 12,1)
  • Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert euer Denken, damit ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist: was ihm gefällt, was gut und vollkommen ist. (Römerbrief 12,2)
  • Wandelt nur würdig des Evangeliums Christi,... (Philipperbrief 1,27)
  • Denn wie der Körper ohne den Geist tot ist, so ist auch der Glaube tot ohne Werke. (Jakobusbrief 2,26)
  • Wie er, der euch berufen hat, heilig ist, so soll auch euer ganzes Leben heilig werden. (1. Petrusbrief 1, 15)

In der Kirchengeschichte wurde diese Reihenfolge allerdings oft umgekehrt, so dass ethisches Handeln zur Voraussetzung für die Erlösung wurde. Das Verhältnis von göttlicher Gnade (bei Luther: 'sola gratia', 'durch die Gnade allein') zu den guten Werken (sog. Werkgerechtigkeit) spielt eine zentrale Rolle in der theologischen Auseinandersetzung zwischen Lutheranern und der katholischen Kirche. Der jüngste Versuch einer Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre hat eher Gegensätze als Möglichkeiten der Ökumene aufgezeigt.

Unterteilungen

Die christliche Ethik besteht aus den 3 Theorien:

  • Gesinnungsethik (Nicht das Ergebnis, sondern die Absicht zählt)
  • Situationsethik (Es kann keine Handlungsmaxime geben, du musst immer unter Berücksichtigung der Situation handeln, da sich Werte und Normen ändern)
  • Verantwortungsethik (Tue das, was du [gegenüber Gott, vor dem jüngsten Gericht und den anderen Menschen] verantworten kannst)

Siehe auch

Wikipedia
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