Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.
Christlichsoziale Partei der Schweiz
Aus Kefk.
Unter dem Namen Christlichsoziale Partei der Schweiz (CSP) bestehen oder bestanden drei Organisationen:
- Christlichsoziale Parteien, welche sich 1970 mit Konservativen Parteien zur Christlichdemokratischen Volkspartei der Schweiz (CVP) zusammengeschlossen haben
- die Christlichsoziale Partei der Schweiz (CSP) als Vereinigung der Christlichdemokratischen Volkspartei der Schweiz (CVP)
- die Christlichsoziale Partei der Schweiz (CSP) als Zusammenschluss von vier kantonalen Christlichsozialen Parteien.
Inhaltsverzeichnis |
Die alte CSP
Zur Zeit der Gründung des Bundesstaates war die Parteipolitik stark konfessionell geprägt. Einem Katholiken war es quasi verunmöglicht, sich einer sozialistisch-laizistischen Organisation anzuschliessen. Hingegen wurden die sozialen Reformen im 19. Jahrhundert von der römisch-katholischen Kirche stark gefördert. Daraus entstanden in ländlichen Kantonen wie Freiburg oder Luzern als linke Ergänzung zur damaligen Katholisch-Konservativen Partei Christlichsoziale Parteien, welche bis heute Bestand haben.
Weitere Christlichsozialen Parteien entstanden in den Städten, wo die soziale Not am grössten war. So erstaunt es wenig, dass sich im zwinglianischen Zürich unter den eingewanderten Katholiken rasch ein paar Männer finden liess, um eine CSP zu gründen, eine Katholisch-Konservativen Partei gab es in jener Stadt nie. Die meisten kantonalen CSP schlossen sich 1959 (Konservativ-Christlichsoziale Partei der Schweiz) oder 1970 (Christlichdemokratische Volkspartei der Schweiz, CVP) mit den Konservativen zusammen, um eine gesamtschweizerische Partei zu bilden. Im Wallis etwa waren nicht nur die beiden Flügel sehr stark ausgeprägt, sondern auch an Familienzugehörigkeit gebunden, sodass dort bis auf den heutigen Tag in jeder der beiden Sprachregionen je eine (konservative) CVP und eine CSP besteht, welche alle vier jedoch Mitglied der CVP Schweiz sind. Die genannten CSP aus Luzern und Freiburg, sowie diejenige aus dem Jura, schlossen sich nie der CVP an und hatten nie mehr als kantonalen Charakter, ausser der CSP Freiburg, welche mit Hugo Fasel im Nationalrat vertreten ist, wo er Einsitz in der CVP-Fraktion hatte, bis die unabhängige Freiburger CSP sich mit den von der CVP abgespaltenen Kleinparteien aus Luzern, Graubünden und der Stadt Zürich zusammenschloss. Daraufhin hat er zur Grünen Fraktion gewechselt.
Die CSP als Vereinigung der CVP
In vierzehn Kantonen hat die CVP der Schweiz nicht nur eine CVP-Sektion, sondern auch eine CSP-Sektion. Meist ist dies in Kantonen der Fall, in welchen der konservative Flügel stark vertreten ist. Dort haben sich die sozialen Kräfte in einer eigenen Sektion gesammelt. Die CSP Obwalden trat 2002 aus der CVP aus, da sie kantonsintern oft im Gegensatz zur in Obwalden ziemlich konservativen CVP stand. Sie beschränkt sich jedoch auf die kantonale Politik.
Die Freie CSP
| ||
| Basisdaten | ||
|---|---|---|
| Gründungsdatum: | 1997 | |
| Präsidium: | Monika Bloch Süss | |
| Generalsekretärin: | Marlies Schafer-Jungo | |
| Mitglieder: | ca. 1500 | |
| Wähleranteil: | 0,4 % (Stand: NR-Wahlen 2003) | |
| Nationalrat: | 1 Sitz | |
| Ständerat: | - | |
| Parteigliederung: | 5 Kantonalparteien | |
| Hausanschrift: | Eichenstrasse 79 3184 Wünnewil | |
| Website: | www.csp-pcs.ch | |
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Christlichsoziale_Partei_der_Schweiz, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
1989 trat die CSP Graubünden nach internen Querelen aus der CVP aus und tritt seither als Unabhängige CSP auf. Nach ersten Anfangserfolgen tritt sie heute politisch nicht mehr gross in Erscheinung. Ähnliches geschah1993 in der Stadt Zürich, wo sich nach persönlichen Streitereien ein kleiner Teil der CVP und der CSP um den damaligen Stadtrat Willy Küng zur Freien CSP der Stadt Zürich abspaltete. In einem Vertrag wurde die Abspaltung genau geregelt und die CVP verpflichtete die abtrünnigen, stets den Zusatz "Freie" vor dem Parteikürzel zu verwenden, was jene aber schon bald aufgaben. Im Anbetracht, dass die stadtzürcher Freie CSP in der Zwischenzeit zur Bedeutungslosigkeit herabgesunken ist, ist jener Vertrag obsolet geworden.
Wie im Jahr zuvor angekündigt, gründeten 1997 die CSP-Kantonalparteien Freiburg und Jura sowie die freie CSP des Kantons Luzern und die freie CSP der Stadt Zürich eine von der CVP unabhängige Christlich-soziale Partei der Schweiz (CSP – Französisch: Parti chrétien-social). Prominenteste Mitglieder der neuen Partei, die von einem vierköpfigen Gremium geleitet wird, waren der Nationalrat Hugo Fasel (FR) und der damalige Zürcher Stadtrat Willy Küng. Die CSP will sich links von der CVP mit christlichem Hintergrund für sozial und ökologisch ausgerichtete politische Lösungen einsetzen. Der Leitgendanke beinhaltet "die gelebte Solidarität mit den sozial und wirtschaftlich Schwächeren und die Achtung der Umwelt". Die CVP zeigte sich verärgert über den Namen der neuen Partei, da es eine CSP bereits innerhalb der CVP gibt, der 14 kantonale Gruppierungen angehören (u.a. auch eine CSP Luzern). Von einer "Abspaltung" mochte sie nicht sprechen, da diese vier Parteien schon bisher ausserhalb der CVP gestanden hätten.
Weblinks
- Christlich-soziale Partei der Schweiz
- Christlichsoziale Partei als Vereinigung innerhalb der CVP
- Artikel Christlichsoziale Bewegung im Historischen Lexikon der Schweiz
- Artikel Unabhängige Christlichsoziale Partei im Année politique suisse
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Christlichsoziale_Partei_der_Schweiz, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Christlichsoziale_Partei_der_Schweiz, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
