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Christian Doppler

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Bild:Disambig-dark.svg Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen finden sich unter Christian Doppler (Begriffsklärung).
Bild:Doppler.jpeg
Christian Doppler, Portraitzeichnung
Bild:Christian Doppler (Briefmarke).jpg
Christian Doppler, österreichische Briefmarke, 1992

Christian Andreas Doppler (* 29. November 1803 in Salzburg; † 17. März 1853 in Venedig) war ein österreichischer Mathematiker und Physiker. Bekannt ist Doppler heute noch durch den von ihm theoretisch vorhergesagten und nach ihm benannten Doppler-Effekt.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Christian Doppler wurde als Sohn einer Steinmetzfamilie in Salzburg geboren. Wegen seiner schwachen körperlichen Konstitution war er jedoch den Anforderungen des Steinmetzberufes nicht gewachsen und studierte an den Universitäten von Wien und Salzburg. Danach lehrte er in Prag am Polytechnischen Institut (etwa im Rang einer heutigen Fachhochschule) Mathematik und Physik. Er wurde 1841 zum Ordentlichen Professor für Mathematik und Physik an der Karls-Universität Prag berufen.

Sein Hauptwerk, in dem er den Doppler-Effekt vorstellte, veröffentlichte er 1842. In seiner Zeit als Professor in Prag publizierte er über 50 wissenschaftliche Arbeiten über Physik, Mathematik und Astronomie.

Im Zuge der Wirren um die Märzrevolution 1848 zog er mit seiner Familie nach Wien und wurde 1850 von Kaiser Franz Josef zum Direktor des Physikalischen Instituts der Universität Wien berufen. Er war in der stark wachsenden Metropole, die einen Spitzenplatz unter den Wissenschaftern einnahm, der erste Professor für Experimentalphysik. Der Familienmensch Doppler wurde stets von seiner hochintelligenten Frau unterstützt.

1853 starb Christian Doppler in Venedig an den Folgen einer Lungenerkrankung, einer damals typischen Steinmetzkrankheit (siehe Feinstaub).

An seinem 100. Geburtstag wurde in Salzburg eine Gedenktafel aufgestellt; in Wien gab es sie schon länger. Der Doppler-Fonds soll Christian Dopplers Namen und sein auch technisch bedeutsames Wirken bekannter machen. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts wurden weitere Namensgebungen durchgeführt, unter anderem in Österreich in Form der Christian-Doppler-Laboratorien zur Förderung angewandter Forschung und in wissenschaftlichen Preisen.

Werke

  • Abhandlungen. - Leipzig : Engelmann, 1907
  • Schriften aus der Frühzeit der Astrophysik. - Frankfurt/M. : Deutschmann, 2000. - (Repr. d. Ausg. Leipzig 1907) - ISBN 3-8171-3161-5
  • Über das farbige Licht der Doppelsterne und einiger Gestirne des Himmels. - Prag : Böhmische Gesellschaft der Wissenschaften, 1842
  • Über eine wesentliche Verbesserung der katoptrischen Mikroskope. - Prag : Borrosch & André, 1845

Literatur

  • Eden, Alec: Christian Doppler: Leben und Werk. - Salzburg: Landespressebureau, 1988. - ISBN 3-85015-069-0
  • Christian Doppler (1803-1853). - Wien : Böhlau, 1992.
    • Bd. 1 - ISBN 3-205-05483-0
      • 1. Teil: Grösssing, Helmuth (unter Mitarbeit von Reischl, B.): Wissenschaft, Leben, Umwelt, Gesellschaft;
      • 2. Teil: Kadletz, Karl (unter Mitarbeit von Peter Schuster und Ildikó Cazan-Simányi) Quellenanhang.
    • Bd. 2 - ISBN 3-205-05508-X
      • 3. Teil: Schuster, Peter: Das Werk.
  • Schuster, Peter M.: Schöpfungswoche Tag eins - Christian Doppler zur Huldigung. - Pöllauberg: Living Edition, 2003. - ISBN 3-901585-02-8 (Poem, mit Temperabildern von Krumpl, Helmut, sowie Anmerkungen und Zeittafel)
  • Schuster, Peter M.: Weltbewegend - unbekannt: Leben und Werk des Physikers Christian Doppler und die Welt danach. - Pöllauberg: Living Edition, 2003. - ISBN 3-901585-03-6
  • Schuster, Peter M.: Moving the Stars - Christian Doppler: His Life, His Works and Principle, and the World After. - Pöllauberg: Living Edition, 2005. - ISBN 3-901585-05-2 (übertragen ins Englische von Wilmes, Lily)
  • Hoffmann, Robert: "Auf den Spuren eines (fast) Unbekannten. Christian Dopplers Jugendjahre in Salzburg und Wien". In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 145. Jg., 2005, 161-176.

Siehe auch

Weblinks

Wikipedia
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