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Chmeľnica
Aus Kefk.
| Chmeľnica | |
|---|---|
| Wappen | Karte |
| Bild:Sin escudo.svg | |
| Basisdaten | |
| Landschaftsverband (Kraj): | Prešovský kraj |
| Bezirk (Okres): | |
| Region: | Spiš |
| Fläche: | 12,64 km² |
| Einwohner: | 918 (31.12.2004) |
| Bevölkerungsdichte: | 72,63 Einwohner je km² |
| Höhe: | 528 Meter |
| Postleitzahl: | 064 01 (Postamt Stará Ľubovňa) |
| Telefonvorwahl: | 0 52 |
| Geografische Lage: | Koordinaten: 49° 18′ N, 20° 44′ O49° 18′ N, 20° 44′ O |
| Kfz-Kennzeichen: | SL
|
| Gemeindekennziffer: | 526754 |
| Struktur | |
| Gemeindeart: | Gemeinde |
| Gliederung Gemeindegebiet: | - |
| Verwaltung (Stand: 2007) | |
| Bürgermeister: | Štefan Šimský |
| Adresse: | Obecný úrad Chmeľnica číslo 103 06401 Stará Ľubovňa |
| Offizielle Webpräsenz: | www.chmelnica.ocu.sk |
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Chme%C4%BEnica, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
Chmeľnica (deutsch Hopgarten, ungarisch Komlóskert) ist eine Gemeinde in der heutigen Slowakei, der im Jahre 1248 unter dem Namen Petersburg von deutschen Einwanderern gegründet wurde. Heute hat die Ortschaft etwa 900 Einwohner, von denen noch etwa 600 Deutsche sind, die auch noch ihre deutsche Muttersprache untereinander sprechen und an die nächste Generation weitergeben. Bis 1948 trug der Ort den Namen Hobgart.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Die erste Besiedlung durch Deutsche fand in den Jahren zwischen 1270 und 1284 statt. Sie erhofften, wie viele damalige Auswanderer, ein besseres Leben, das sie, wie sie dachten, nicht in ihrem Heimatland erreichen konnten. Hopgarten, wie es heute bei den Deutschen heißt, war jedoch für einige nur eine Zwischenstation, da viele nach Siebenbürgen (heutiges Rumänien) weiterreisten. Slowaken, Ruthenen und Ungarn kamen eher selten nach Hopgarten, um dort zu siedeln, und wenn sie es doch taten, mussten sie die dortige deutsche Mundart (Outzäpsersch) lernen und somit assimilierten sie sich recht schnell und gingen in der deutschen Kultur auf. Die Deutschen lebten bis zum 2. Weltkrieg recht friedlich mit den anderen Ethnien zusammen. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Tschechoslowakei wiederhergestellt und nach dem damaligen Verständnis könnte es wieder zum Krieg kommen, wenn die Deutschen nicht ausgewiesen werden. Da jedoch die Deutschen von Hopgarten ein sehr gutes Verhältnis zu den Slowaken und Ukrainern (Ruthenen) hatten, wurden sie von diesen oft gewarnt, sobald die tschechische Miliz im Anmarsch war. Durch die recht frühe Warnung konnten sich die Deutschen im Wald oder in anderen Dörfern, die hauptsächlich von Ukrainern bewohnt wurden, verstecken. Im Jahre 1946 umstellten tschechische Soldaten das Dorf und brachten die Deutschen ins Sammellager Stará Ľubovňa. Nachdem aber die slowakischen, ukrainisch-ruthenischen und goralen Bürgermeister der Nachbargemeinden dagegen protestierten und sich somit mit den Deutschen solidarisierten, kamen sie wieder frei. Schließlich wurde den Deutschen, Anfang der 50er Jahre, dann die tschechoslowakische Staatsangehörigkeit zuerkannt.
Tschechoslowakische Ära des Kommunismus
Gleich nach der Wiedererrichtung des tschechoslowakischen Staates 1945 wurde die deutsche Sprache verboten und war außerdem verpönt, zusätzlich wurde durch den Zuzug von Slowaken der Anteil der Deutschen geringer. Gleich nachdem das Verbot gesetzlich festgelegt wurde, bekamen die Deutschsprachigen einen slowakischen Lehrer. Die Deutschen sprachen dennoch zu Hause in der Familie untereinander Deutsch und auch der slowakische Pfarrer nahm sogar die Beichten in deutscher Sprache ab.
Heutige Situation
Heute gibt es in Hopgarten noch etwa 600 Personen von den ca. 900 Einwohnern Hopgartens, die den deutschen Dialekt oder Hochdeutsch als Muttersprache sprechen. In der Schule ist Slowakisch Unterrichtssprache, jedoch bekommen die dortigen Schüler sieben Stunden Deutschunterricht (zwei mehr als an anderen slowakischen Schulen); trotz dieser Umstände ist es schwierig zu sagen, ob sich der deutsche Dialekt hält, da es an neuen deutschen Wörtern fehlt, an deren Stelle dann slowakische gebraucht werden.
siehe auch
Weblinks/Quellen
- http://www.webarchiv-server.de/pin/archiv01/5001ob16.htm
- http://www.dieaula.at/Ausgaben/2002/12/downloads/12-2002%20-%20Enzfelder%20-%20Das%20widerspenstige%20Dorf.pdf
- http://www.chmelnica.ocu.sk
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