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Chiemsee
Aus Kefk.
| Chiemsee "Das Bayerische Meer" | |||||||||
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| Chiemsee-Ostufer bei Schützing | |||||||||
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| Daten | |||||||||
| Höhe über Meeresspiegel | 518,19 m ü. NN | ||||||||
| Fläche | 79,9 km² | ||||||||
| maximale Tiefe | 72,7 m (Stand Mai 2005) "Unschuldige- Kinder-Grube" | ||||||||
| durchschnittliche Tiefe | 25,6 m | ||||||||
| Besonderheiten | zweitgrößter innerdeutscher See | ||||||||
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Der Chiemsee, auch „bayerisches Meer“ genannt, ist der größte See in Bayern und nach Bodensee und Müritz der drittgrößte See in Deutschland (der Starnberger See hat allerdings ein größeres Wasservolumen). Er entstand wie viele andere Voralpenseen am Ende der letzten Eiszeit vor ca. 10.000 Jahren als Ausschürfung eines Gletschers. Ursprünglich bedeckte der See eine Fläche von fast 240 km², was etwa dem dreifachen der heutigen Wasserfläche entspricht. Er verfügt über ein Volumen von 2 047 840 000 m³, bei einem Umfang von 63,96 Kilometern (Uferlänge mit Inseln 83 km). Das Einzugsgebiet beträgt 1 398,56 km². Die Zuflüsse Tiroler Achen und Prien spülen Sand und Geröll in den See, so dass er langsam verlandet. Auch die maximale Tiefe (72,7 Meter im Mai 2005) und die durchschnittliche Tiefe verringern sich dadurch mit den Jahren. Innerhalb von 100 Jahren verringerte sich die Wasserfläche um ca. 200 ha. Vor 100 Jahren wurde der Wasserspiegel um zirka einen Meter abgesenkt. Dadurch wurden große Flächen trocken gelegt. Der See, wie auch der Ort Chieming und der gesamte Chiemgau sind nach einem Grafen mit dem Namen Chiemo benannt. Die Inseln im See sind Herreninsel (238 ha), Fraueninsel (15,5 ha), Krautinsel (3,5 ha) und Schalch (22 m²).
Inhaltsverzeichnis |
See und Umgebung
Der größte Zufluss des Sees ist die Tiroler Achen, der einzige Abfluss die Alz.
Die Landschaft um den Chiemsee, der Chiemgau, ist eines der beliebtesten Erholungsgebiete Bayerns. Bekannt ist der See vor allem durch zwei seiner drei größeren Inseln:
- Fraueninsel: Insel mit einem Nonnenkloster.
- Herreninsel: Ein Landschaftpark mit dem Alten Schloss (einem ehemaligen Kloster), sowie dem Neuen Schloss Herrenchiemsee des „Märchenkönigs“ Ludwig II., das dem Schloss von Versailles nachempfunden ist.
- Die dritte Insel - die Krautinsel - ist unbewohnt.
Außerdem gibt es drei sehr kleine Inseln:
- Der Schalch westlich der Fraueninsel
- zwei namenlose, baumbestandene Inselchen 54 bzw. 80 Meter südlich der Krautinsel, mit jeweils wenigen Quadratmetern Fläche.
Bild:Peter von Hess 001.jpg Während die drei größeren Inseln die Gemeinde Chiemsee bilden und zum Landkreis Rosenheim gehören, bildet der See (Wasserfläche) mit den kleinen Inseln und mit einigen Schwemmlandinseln im Mündungsdelta der Tiroler Achen ein gemeindefreies Gebiet des Landkreises Traunstein. Die Kreisgrenze verläuft genau am Westufer des Sees. Nur einige Seitenbuchten in der Nähe von Rimsting zählen zum Landkreis Rosenheim.
Der Chiemsee gliedert sich in den größeren, offenen Weitsee im Nordosten sowie in den Inselsee im Südwesten.
Der landschaftliche Reiz des Chiemsees entsteht durch die unmittelbare Nähe der Chiemgauer Berge (Hochfelln, Hochgern, Kampenwand).
Der See steht unter dem Schutz der internationalen Ramsar-Konvention.
Nördlich des Sees bzw. in den See soll in vorchristlicher Zeit (ca. 500) ein Komet niedergegangen sein, siehe Chiemgau-Impakt.
Aussprache
Chiemsee wird ausschließlich mit einem K-Laut zu Beginn gesprochen.
Kultur
Der Chiemsee hat als reizvolles Motiv zahlreiche Maler inspiriert, weshalb es unzählige Werke in der Malerei gibt, die den Chiemsee und dessen Inseln, aber auch die nähere Umgebung des Chiemgaus thematisieren. Um den Priener Maler Paulus hat sich ein Zirkel von Malern gebildet, die gemeinhin als „Chiemseemaler“ bezeichnet werden. Paulus hat seine Bilder nach seinem Tod der Gemeinde hinterlassen, die eine ständige Ausstellung seiner Werke veranlasst hat.
Literatur
- Michael Lohmann: Chiemsee-Naturführer.
Siehe auch
Weblinks
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| Wiktionary: Chiemsee – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen |
- Seite des Wasserwirtschaftsamtes zur Verlandung des Chiemsees
- Livbilder von verschiedenen Standorten am Chiemsees
Koordinaten: 47° 89' N, 12° 47' E
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