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Chico Marx
Aus Kefk.
Leonard Marx, (* 22. März 1887 in New York; † 11. Oktober 1961), bekannt geworden als Chico Marx, war ein Komiker und (Familien-) Mitglied der Marx-Brothers. Mit seinem Klavierspiel in seiner berühmten "Pistolenfingertechnik" sorgte er in jedem der dreizehn Marx-Brothers-Filme stets für ein musikalisches wie akrobatisches Intermezzo. Die Pistolenfingertechnik war ein Resultat daraus, dass Chicos Klavierlehrer im Grunde nur einhändig spielte, während er mit der anderen Hand musikalische Effekte weitgehend vortäuschte. So wurde auch Chico zu einem weitgehend einhändigen Pianisten, der mit seiner zweiten Hand beim Musizieren nicht viel anfangen konnte und so damit begann, Späße zu treiben.
Chico war das zweite Kind der Marx-Familie, sein älterer Bruder Manfred starb jedoch bereits im Kindesalter, so dass er als ältester der Marx-Brothers aufwuchs. Chico trat fast ausschließlich mit Tirolerhut und Karohose auf. Seinen (falschen) italienischen Akzent, den er auch auf der Bühne und im Film einsetze, erlernte der junge Leonard, um von Rowdys aus dem italienischen Viertel in Ruhe gelassen zu werden. Er beherrschte außerdem noch einige weitere Immigrantendialekte.
Der Künstlername "Chico" geht zurück auf eine seiner beiden großen Leidenschaften: Die Jagd nach hübschen Mädchen ("chicks"). Die letztendlich verwendete Schreibweise "Chico" anstelle von "Chicko" ist ursprünglich einem Druckfehler zu verdanken, wurde jedoch schnell zum endgültigen Pseudonym.
Am 22. März 1917 heiratete er Betty Carp. Nach dem Tod seiner Mutter Minnie übernahm Chico das Management der Truppe. Noch als alter Mann arbeitete er als Darsteller und Musiker, um seine Spielleidenschaft zu finanzieren. Auf die Frage, wie viel er verspielt habe, antwortete er einmal "Ask Harpo how much he's made and that's how much I've lost." (Frag' Harpo, wieviel er eingenommen hat - das ist die Summe, die ich verloren habe.)
Er starb nach langer Krankheit an Arteriosklerose.
Filmografie
- "The Story of Mankind", 1957, Regie:Irwin Allan
- "Showdown at Ulcer Gulch", 1956
- "Love Happy", 1950, Regie: David Miller
- "A Night in Casablanca", 1946, Regie: Archie Mayo
- "The Big Store", 1941, Regie: Charles Riesner
- "Go West", 1940, Regie: Edward Buzell
- "At the Circus", 1939, Regie: Edward Buzell
- "Room Service", 1938, Regie: William A. Seiter
- "A Day at the Races", 1937, Regie: Sam Wood
- "A Night at the Opera", 1935, Regie: Sam Wood
- "Die Marx-Brothers im Krieg", 1933, Regie: Leo McCarey
- "Horse Feathers", 1932, Regie: Norman McLeod
- "Monkey Business", 1931, Regie: Norman McLeod
- "Animal Crackers", 1930, Regie Victor Heerman
- "The Cocoanuts", 1929, Regie Robert Florey
- "Humor Risk" (auch Humorisque), 1921 (verschollen)
Weblinks
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Marx, Leonard |
| ALTERNATIVNAMEN | Chico Marx |
| KURZBESCHREIBUNG | Komiker und (Familien-) Mitglied der Marx-Brothers |
| GEBURTSDATUM | 22. März 1887 |
| GEBURTSORT | New York |
| STERBEDATUM | 11. Oktober 1961 |
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