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Cheryl Benard

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Cheryl Benard (* 1953 in New Orleans) ist eine US-amerikanisch-österreichische Sozialwissenschaftlerin. Sie ist Senior-Analystin der RAND Corporation, wo sie das IMEY-Programm (initiative for Middle Eastern Youth, dt. Initiative für die Jugend im Nahen Osten). Zusammen mit der Sozialwissenschaftlerin Edit Schlaffer leitet Benard seit 1982 die Wiener Ludwig-Boltzmann-Forschungsstelle für Politik und zwischenmenschliche Beziehungen.

Benards Studie Civil Democratic Islam löste vor allem in fundamentalistischen Kreisen heftige Kontroversen aus. Sie empfieht, islamische Reformer sowie Strömungen, die eine Säkularisierung befürworten, zu unterstützen und äußert sich kritisch zu den wahren Ansichten und Programmen von (radikalen) Islamisten. Sie ist Romanschriftstellerin und feministische Autorin, die sich mit Themen wie aktuellen Ereignissen, die Rolle der Frau beim Aufbau von Staaten, jugendliche Radikalisierung in der europäischen Diaspora und Säkularisierung in Bezug auf den Islam auseinandersetzt. Cheryl Benard erhielt von der Universität Wien einen Ph. D. sowie einen Bachelor von der Amerikanischen Universität Beirut. Sie ist mit Zalmay Khalilzad verheiratet.

Inhaltsverzeichnis

Wissenswerte Kleinigkeiten

Als Kind spielte Cheryl Benard in einigen deutschen Filmproduktionen mit, zum Beispiel in dem Heimatfilm Die Landärztin aus dem Jahr 1958.

Benard, die Ehefrau von Zalmay Khalilzad - Mitglied der neokonservativen Denkfabrik des Project for the New American Century - ist, schreibt in ihrem Buch „Laßt endlich die Männer in Ruhe“ (zusammen mit Edit Schlaffer) in Kapitel 1 „Männer als Kartell“:

„Wie geht man mit einem Kartell um? Eine Analogie zu anderen Kartellen, zum Beispiel zum Ölkartell, ist hier hilfreich. Man schließt sich mit anderen Käufern zusammen, um besser verhandeln zu können. Man sucht nach Schwachstellen im Kartell und bei den einzelnen Mitgliedern, um ihre Solidarität zu durchbrechen. Kann man Libyen und Saudi-Arabien nicht entzweien? Kann man Saudi-Arabien etwas bieten, um es dem Iran abzuwerben?
Das alles sind Notfallmaßnahmen. In Wirklichkeit gibt es nur eine einzige Möglichkeit, erfolgreich gegen ein Kartell vorzugehen. Man sieht sich nach zusätzlichen Energiequellen um. Man macht sich unabhängig von den Lieferanten, die einen erpressen können.“

Bibliografie

Zusammen mit Edit Schlaffer

  • Die ganz gewöhnliche Gewalt in der Ehe. Texte zu einer Soziologie von Macht und Liebe. Reinbek bei Hamburg 1978: Rowohlt
  • Der Mann auf der Straße. Über das merkwürdige Verhalten von Männern in ganz alltäglichen Situationen. Reinbek bei Hamburg 1980: Rowohlt
  • Notizen über Besuche auf dem Land. Ein grauer Blick ins Grüne. Reinbek bei Hamburg 1981: Rowohlt
  • Die Grenzen des Geschlechts. Anleitung zum Sturz des Internationalen Patriarchats. Reinbek bei Hamburg 1984: Rowohlt
  • Liebesgeschichten aus dem Patriarchat. Von der übermäßigen Bereitschaft der Frauen, sich mit dem Vorhandenen zu arrangieren. Reinbek bei Hamburg 1984: Rowohlt
  • Viel erlebt und nichts begriffen. Die Männer und die Frauenbewegung. Reinbek bei Hamburg 1985: Rowohlt
  • Im Dschungel der Gefühle. Expeditionen in die Niederungen der Leidenschaft. Reinbek bei Hamburg 1987: Rowohlt
  • Rückwärts und auf Stöckelschuhen... können Frauen so viel wie Männer. Köln 1989: Kiepenheuer & Witsch
  • Laßt endlich die Männer in Ruhe.oder Wie man sie weniger und sich selbst mehr liebt. Reinbek bei Hamburg 1990: Rowohlt
  • Sag uns, wo die Väter sind. Von der Arbeitssucht und Fahnenflucht des zweiten Elternteils Reinbek bei Hamburg 1991: Rowohlt
  • Ohne uns seid ihr nichts. Was Frauen für Männer bedeuten. München 1992: Heyne
  • Grenzenlos weiblich. Das schwache Geschlecht: stark im kommen. München 1995: Heyne

Weblinks

Wikipedia
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