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Chemische Verbindung

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Bild:Icon falscher Titel.svg Der korrekte Titel dieses Artikels lautet „chemische Verbindung“. Diese Schreibweise ist aufgrund technischer Einschränkungen nicht möglich.

Als chemische Verbindung bezeichnet man eine Substanz, die aus zwei oder mehr verschiedenen chemischen Elementen besteht, welche – im Gegensatz zu Gemischen, Lösungen und Legierungen – in einem festen Atom- und daher auch Massenverhältnis zueinander stehen. Das Charakteristische ist die chemische Formel, mit der man unter Verwendung des Molgewichts z. B. die Menge an Produkten einer chemischen Reaktion errechnen kann (in der Stöchiometrie, mit Hilfe eines Reaktionsschemas).

Inhaltsverzeichnis

Arten von chemischen Verbindungen

Grob unterscheidet man bei den über 17 Millionen bekannten chemischen Verbindungen ionische, d. h. salzartige Verbindungen sowie Komplexe, metallische sowie molekulare Verbindungen. Auch die Unterteilung anorganisch/organisch ist grundlegend, wobei als „organisch“ die Kohlenstoff-Verbindungen bezeichnet werden (mit wenigen Ausnahmen). Grundsätzlich gibt es also vier Arten von chemischen Verbindungen zwischen den Atomen der Elemente:

Molekulare Verbindungen

Bild:2006-02-13 Drop-impact.jpg
Wasser: Molekulare Verbindungen sind bei Raumtemperatur flüssig, gasförmig oder wachs- bis kunststoffartig
  • Molekulare Verbindungen entstehen aus Nichtmetall und Nichtmetall - sie sind Nichtleiter (Isolatoren) mit zumeist relativ niedrigem Siedepunkt (diamantartige oder kunststoffartige Verbindungen mit Riesenmolekülen ausgenommen). Beispiele für molekulare Verbindungen sind neben Wasser auch Methangas, Zucker, Kohlensäure, Polyethylen usw.

Ionische Verbindungen

Bild:Pyrite1.jpeg
Eisensulfidmineral (Pyrit) - eine Verbindung aus Eisen- und Sulfid-Ionen
  • Ionische Verbindungen (Salze) bestehen aus Kationen und Anionen. Sie sind oft salzartig: spröde, von hohem Schmelzpunkt und elektrisch leitfähig nur in Schmelze oder Lösung. Beispiele für Ionenverbindungen sind Eisen(III)-oxid (dem Rost ähnlich), Pyrit (Eisensulfid) und Natriumchlorid (Kochsalz).

Intermetallische Verbindung

Intermetallische Verbindung entstehen aus Metall und Metall - sie sind:

  • elektrisch leitfähig,
  • gut verformbar,
  • glänzend und
  • gute Wärmeleiter.

Komplexe

Bild:Hemoglobin t-r state ani.gif
Der Blutfarbstoff Hämoglobin - ein Eisenkomplex im Blut, dessen Struktur sich mit der Aufnahme (Oxygenation) bzw. der Abgabe von Sauerstoff (Desoxygenation) ändert. (Komplexbildungsreaktion)
  • Verbindungen höherer Ordnung (Komplexe) entstehen bei einer Komplexbildungsreaktion zumeist aus Buntmetallkation und Molekülen mit freien Elektronenpaaren (Liganden). Sie sind oft auffallend farbig.

Beispiele: Der rote Blutfarbstoff Hämoglobin aus Eisen-II-ionen und Eiweißmolekülen und der tiefblaue Kupfertetrammin-komplex aus Kupfer-II-ionen und Ammoniak).

Siehe auch

Weblinks

Wikipedia
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