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Charkiw

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Charkow
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Basisdaten
Oblast: Oblast Charkiw
Rajon: Kreisfreie Stadt
Höhe: 152 m
Fläche: 306,0 km²
Einwohner: 1.420.100 (1. Januar 2004)
Bevölkerungsdichte: 4.640,85 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 61000-499
Vorwahl: +380 57
Geographische Lage: keine Angabe
Stadtgliederung: 9 Stadtrajone
Stadtverwaltung
Bürgermeister: keine Angabe
Adresse: 61200, M. Charkiw,
wul. Sumska 54
Webseite: http://www.kharkov.ua/
Bild:Kharkov.jpg
Historische Abbildung des Charkiwer Bahnhofs (1916)
Bild:Ĥarkivo parko.jpg
Kathedrale und Monument Alexander Newski
Bild:Ĥarkivo katedralo.jpg
Kathedrale St. Serhij
Bild:Ĥarkivo urbodomo.jpg
Gebäude der Stadtverwaltung
Bild:Ĥarkivo stacidomo.jpg
Hauptbahnhof von Charkiw

Charkiw (ukrainisch Харків/Charkiw; russisch Харькoв/Charkow) ist die zweitgrößte Stadt der Ukraine. Sie befindet sich im Nordosten des Landes und ist ein wichtiges Industriezentrum (Elektro-, Nahrungsmittel-, chemische Industrie; Maschinen- und Schienenfahrzeugbau), kultureller Mittelpunkt des Gebietes mit Universität, Hochschulen, Theater, Museen und Verkehrsknotenpunkt (Flughafen, Eisenbahn, U-Bahn) und einer der Austragungsorte für die Fußball-Europameisterschaft 2012.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Herkunft des Namens der Stadt ist umstritten. Er geht entweder auf Sharukan (Sharuk-Khan) zurück, der angeblich am selben Platz gelegene Hauptstadt der Kumanen, die aber bereits nach dem Mongolensturm 1223 bzw. endgültig 1238 verfiel oder auf den legendären Gründer von 1656, den Kosaken Charko. Die Stadt war ursprünglich eine Festung zur Verteidigung der Südgrenzen des Russischen Reiches. Ihre Einwohner waren hauptsächlich Soldaten, die die Stadt vor den Überfällen der Tataren schützten und sich in friedlichen Zeiten mit Handwerk und Ackerbau befassten. Am Ende des 18. Jahrhunderts verlor die Stadt ihre Bedeutung als Festung und wurde 1765 Verwaltungszentrum eines Gouvernements.

Im Zusammenhang mit dem Bau von Eisenbahnen und dem Beginn der Gewinnung von Kohle und Eisenerz in der Ukraine wurde Charkiw Ende des 19. Jahrhunderts ein wichtiges Industrie- und Handelszentrum. Während des Bürgerkriegs 1917 bis 1920 kam es in der Stadt zu schweren Kämpfen zwischen Oppositionskräften.

Im Januar 1918 tagte in Charkiw der erste ukrainische Sowjetkongress, der die Ukraine zur Sowjetrepublik ausrief und Charkiw zu ihrer ersten Hauptstadt erklärte. 1934 wurde die Hauptstadt nach Kiew verlegt. Im Zweiten Weltkrieg war Charkiw heftig umkämpft. Im Oktober 1941 wurde die viertgrößte Stadt der Sowjetunion von deutschen Truppen erobert, im Mai 1942 scheiterte ein sowjetischer Rückeroberungsversuch (Schlacht bei Charkiw). Im Februar 1943 befreiten Sowjets die Stadt zwar kurzzeitig, doch schon im März 1943 fiel sie erneut. Dabei wurden große Teile der Stadt durch die deutsche Wehrmacht zerstört. Erst nach der Schlacht bei Kursk wurde die Stadt im August 1943 endgültig befreit.

Sehenswürdigkeiten

Zu den ältesten Baudenkmälern von Charkiw gehört die steinerne Kathedrale des Maria-Schutz-Klosters aus dem Jahre 1689. Hier verquicken sich die Gepflogenheiten des russischen Sakralbaus mit einer Komposition, die für die ukrainischen dreikuppeligen Holzkirchen typisch ist. Es gibt weitere Bauwerke vom Ende des 18. Jahrhunderts, so die 1771 erbaute Maria-Entschlafens-Kirche und den einstigen Katherinenpalast, der heute als Hochschule fungiert. Das prächtige neoklassizistische Theater ist ein Werk des berühmten russischen Architekten Konstantin Andrejewitsch Thon.

Charakteristisch für das Stadtzentrum von Charkiw ist der mit über elf Hektar Fläche zwischen 1920 und 1930 entstandene größte Platz Europas und einer der größten der Welt. Markante Gebäude an diesem Platz sind das „Dershprom“ (Haus der Staatlichen Industrie) und die Universität.

Die vielen Theater und zahlreichen Museen in der Stadt vermitteln einen Einblick in die ukrainische darstellende und bildende Kunst. Hervorzuheben sind das Historische Museum und das Museum für bildende Künste.

Die Bevölkerung der Stadt spricht mehrheitlich Russisch als Muttersprache, wobei das Ukrainische nach und nach wieder zum Volk findet.

Verkehr

Die Stadt ist Ausgangspunkt zahlreicher nationaler und internationaler Bahnverbindungen und besitzt zwei Rangierbahnhöfe (Charkiw-Sort. und Osnowa). Den innerörtlichen Verkehr übernehmen die Metro (siehe Metro Charkiw), Obuslinien und die Straßenbahn. Zudem existiert noch eine rund 1,4 Kilometer lange Standseilbahn (siehe Standseilbahn Charkiw) zwischen dem Zentrum und dem Wohnviertel Pawlowe Pole.

Städtepartnerschaft

Charkiw unterhält im Rahmen der bayerisch-ukrainischen Zusammenarbeit nach dem Fall des eisernen Vorhangs eine Städtepartnerschaft mit der Stadt Nürnberg. Weitere Partnerschaften bestehen mit den folgenden Städten: Bologna (Italien), Lille (Frankreich), Posen (Polen), Cincinnati (USA) und Tianjin (China).

Hochschulen

Söhne und Töchter der Stadt

Weblinks

<imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden Commons: Category:Kharkiv – Bilder, Videos und/oder Audiodateien

Koordinaten: 50° 0' 0" N 36° 15' 0" Oru-sib:Харьков

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