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Casting (Auswahlverfahren)

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Als Casting (aus dem Englischen) wird neudeutsch der Prozess der Rollenauswahl von Schauspielern, Tänzern, Sängern, Fotomodellen und anderen Künstlern in der Vorproduktion von Inszenierungen (Theater, Oper, Zirkus, Konzerte), Filmaufnahmen (Kinofilm, Fernsehfilm, Werbefilm, Musikvideo) und Fotoaufnahmen (Katalog, Zeitschriften, Poster, etc.) bezeichnet. Man spricht auch davon, "gecastet" (gekastet) zu werden.

Organisation

Das Casting wird durch den Regisseur in Abstimmung mit anderen Entscheidungsträgern wie dem Kunden, Produzenten und Choreographen gesteuert. Bei größeren Produktionen − beispielsweise beim Einsatz vieler Statisten oder großer Distanz zwischen den Drehorten − wird ein Castingteam mit einem Castingleiter (engl.: Casting Director) benannt, welches nicht nur die Organisation und Vorauswahl in der Vorproduktion, sondern häufig zusätzlich die Betreuung während der Produktion selbst übernimmt. Hierfür gibt es spezialisierte Casting-Agenturen.

Prozess

Typisches Casting, welches je nach Produktion, Budget und Zeitplan angepasst werden kann:

  • Anfrage:
    • Kunde (engl.: Sponsor): Beauftragung einer Produktionsgesellschaft (z. B. Filmproduktionsgesellschaft).
    • Produktionsgesellschaft: Rollendefinition und Anfrage an Künstleragentur, ggfs. mit Unterstützung einer Casting-Agentur.
  • Erstauswahl (engl.: Photo Selection):
    • Künstleragentur: Auswahl potentieller Kandidaten nach Fähigkeiten und terminliche Verfügbarkeit. Einreichen der Kandidaten (Sedcards) sowie meist des geforderten Mindestgehalts (engl.: Guarantee).
    • Produktionsgesellschaft: Vorauswahl.
Bei kleineren Produktionen, Statistenrollen oder Fotoaufnahmen ist der Auswahlprozess hiermit bereits häufig abgeschlossen.
  • Vorsprechen/Vorsingen/Vortanzen (engl.: Audition)
    • Künstler: Vorstellung bisher geleisteter Tätigkeiten, meist mit Hilfe eines Portfolios und kurze Vorführungen ihres Könnens vor dem Regisseur, dem Produzenten.
In den meisten Fällen ist hiermit das Casting abgeschlossen. In seltenen Fällen gibt es mehrstufige Audition.
    • Künstleragentur: Abschluss Gehaltsverhandlungen und Vertragsabschluss.

Castingshows

Gegen Ende des 20. Jahrhunderts kommt neben der Besetzung von Schauspielen, bzw. Filmen zunehmend auch das Casting von Sängern, Tänzern oder seltener auch von Musikern zur Besetzung von so genannten Castingbands in Mode. Später werden in sogenannten Castingshows sogar „Superstars“ gecastet. Dabei geht es bei solchen Veranstaltungen jedoch in erster Linie um das Besetzen einer Rolle - man wird also dadurch nicht zum Star. US 5 ist z. B. eine gecastete Boygroup. Die in den Castingshows gezeigten mehrstufigen Auditions sind jedoch eine große Ausnahme, da derart wichtige Rollen normalerweise nicht durch Casting, sondern direkt aufgrund des Bekanntheitsgrads des Künstlers besetzt werden.

Wikipedia
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