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Carl Godlewski
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Carl Borromäus Godlewski (* 20. November 1862 in Dortmund; † 6. Dezember 1949 in Mödling/Niederösterreich) war ein Zirkus-Clown, Akrobat, Ballettmeister, Tanzlehrer und Choreograf.
Godlewski war Sohn eines Zirkusbaumeisters und wurde bekannt als Clown und Schleuderbrett-Springer, der Elefanten und Soldatenkompanien mit aufgesetzten Bajonetten übersprang.
Aufgrund seiner Berühmtheit wurde er um die Jahrhundertwende Tanzlehrer der Wiener Hocharistokratie, später Erster Mimiker des Wiener Hofopernballetts und 1918/1919, kurz bevor der Adel seine Vorherrschaft über dieses Haus verlor, noch dessen Meister, als Nachfolger von Joseph Haßreiter.
Godlewski choreografierte zahlreiche Ballette an der Wiener Oper, unter anderem die Uraufführung von Erich Wolfgang Korngolds Erstlingswerk, die Pantomime Der Schneemann (1910). Außerdem konzipierte er große Revuen für das breite Publikum, wie zum Beispiel Die Reise um die Welt in 80 Tagen (1905) in der Wiener Olympia-Arena, die mit 4000 Plätzen eines der größten Theater Europas war.
Godlewskis Karriere demonstriert die Kulturpolitik des Wiener Hochadels vor dem Ersten Weltkrieg mit seiner Bildungsfeindlichkeit und Sympathie für Populärkultur sowie seiner erklärten Toleranz während der antisemitischen Strömungen zur Zeit des Wiener Bürgermeisters Karl Lueger.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Godlewski, Carl |
| ALTERNATIVNAMEN | Godlewski, Carl Borromäus |
| KURZBESCHREIBUNG | Zirkus-Clown, Akrobat, Ballettmeister, Tanzlehrer und Choreograf |
| GEBURTSDATUM | 20. November 1862 |
| GEBURTSORT | Dortmund |
| STERBEDATUM | 6. Dezember 1949 |
| STERBEORT | Mödling |
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