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Cadmiumselenid
Aus Kefk.
| Strukturformel | ||
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| Keine Strukturformel vorhanden | ||
| Allgemeines | ||
| Name | Cadmiumselenid | |
| Andere Namen |
| |
| Summenformel | CdSe | |
| CAS-Nummer | 1306-24-7 | |
| Kurzbeschreibung | dunkelrotes bis braunes Pulver | |
| Eigenschaften | ||
| Molmasse | 191,37 g·mol−1 | |
| Aggregatzustand | fest | |
| Dichte | 5,816 g/cm3 | |
| Schmelzpunkt | 1268°C | |
| Siedepunkt | ? | |
| Dampfdruck | ? | |
| Löslichkeit |
unlöslich in Wasser | |
| Sicherheitshinweise | ||
| Gefahrstoffkennzeichnung | ||
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| R- und S-Sätze | R: 20/21/22-50-53 | |
| S: 60-61 | ||
| weitere Sicherheitshinweise | ||
| MAK | ? | |
| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | ||
Cadmiumselenid (CdSe) ist ein roter Feststoff der in der hexagonalen Wurzitstruktur kristallisiert. Die Verbindung wird, wegen ihrer Verwendung als Pigment, häufig auch als Cadmiumrot bezeichnet. Cadmiumselenid ist ein Halbleiter, genauer gesagt, ein II-VI-Halbleiter. Aufgrund der Giftigkeit der Verbindung hat es in der Elektronik jedoch kaum Anwendungen gefunden. CdSe ist für Infrarot-Licht transparent, weshalb es gelegentlich als Fenstermaterial in IR-Anwendungen benutzt wird.
In der aktuellen Forschung sind Nanopartikel aus Cadmiumselenid im Fokus vieler Forschungsgruppen. Insbesondere die über die Partikelgröße einstellbare Fluoreszenzfarbe lassen diese Quantenpunkte („Quantum Dots“) für eine Reihe von Applikationen, wie beispielsweise als Biomarker in in vitro-Anwendungen oder als Lichtumwandler in Solarzellen[1], recht vielversprechend aussehen.
Anwendungen
Cadmiumrot wird, trotz erheblicher toxikologischer und ökologischer Bedenken, nach wie vor in Künstlerfarben verwendet. Reines Cadmiumrot hat wegen seiner braun-schwarzen Farbe keine maltechnische Bedeutung. In der Praxis vermischt man es mit Cadmiumgelb. Mit steigendem Selen-Anteil verändert das Pigment seine Farbe von Orange über Rot zu Dunkelrot[2]. Fabrikatorisch wurde es erstmals 1910 hergestellt und konnte den nicht ganz so beständigen Zinnober (=Quecksilbersulfid) ersetzen, den es an Farbreinheit noch übertrifft[2].
Obwohl Cadmiumpigmente in vielen Gegenständen des täglichen Lebens verbannt beziehungsweise verboten wurden, wie beispielsweise in Autolacken, Kunststoffteilen, wird es, neben der bereits angesprochenen Anwendung in Künstlerfarben, gelegentlich immer noch als Farbpigment verwendet, beispielsweise als Pigment für Tätowierungen[3]. Im Juni 1991 wurde die EG-Richtlinie 91/338/EWG verabschiedet, die ein Cadmiumverbot für Stabilisatoren, Pigmente und galvanische Beschichtungen für bestimmte Anwendungen vorsieht.
Siehe auch
Quellen
- ↑ Quantum Dots in Solar Cells, In:Science News, 169(22)/2006, S. 344.
- . a b Kremer Pigmente
- ↑ Pigmente für Tattoos
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