Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Cadmium(II)-chlorid

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche
Strukturformel
[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: convert: unable to open image `/var/www/kefk/w/images/3/3f/Cadmium-chloride-3D-polyhedra.png': No such file or directory.
Allgemeines
Name Cadmium(II)-chlorid
Andere Namen Cadmiumdichlorid, Cadmiumchlorid
Summenformel CdCl2
CAS-Nummer 10108-64-2
Kurzbeschreibung Farblose Kristalle
Eigenschaften
Molmasse 183,317 g·mol−1
Aggregatzustand fest
Dichte 4,05 g·cm−3 (fest)
Schmelzpunkt 568 °C
Siedepunkt 970 °C
Dampfdruck ? Pa (x °C)
Löslichkeit 1400 g·l−1 in Wasser
Sicherheitshinweise gemäß EU-Recht
Gefahrensymbole
Bild:Hazard T.svg
T+
Sehr giftig
Bild:Hazard N.svg
N
Umwelt-
gefährlich
R- und S-Sätze R = 45-46-60-61-E26-E25-E48/23/25-50-53
S = 45-53-60-61
LD50-Wert 194 mg·kg−1, Ratte (oral)
MAK 0,01 mg·m−3
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Cadmium%28II%29-chlorid, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.

Cadmium(II)-chlorid ist das Chlorid des Cadmiums mit der Summenformel CdCl2. Es stellt den Prototyp einer AB2-Schichtstruktur mit kubisch-dichtester Kugelpackung dar.

Inhaltsverzeichnis

Darstellung

Wasserfreies Cadmium(II)-chlorid kann aus den Elementen durch Reaktion von erhitztem Cadmium mit Chlorgas gewonnen werden, alternativ kann auch Chlorwasserstoff eingesetzt werden:

\mathrm{Cd + Cl_2 \rightarrow CdCl_2},
\mathrm{Cd + 2 \; HCl \rightarrow CdCl_2 + H_2}.

Anstelle des Cadmiums lassen sich auch Cadmium(II)-oxid oder Cadmium(II)-carbonat mit Salzsäure umsetzen. Die entstehenden Hydrate können dann mit Thionylchlorid entwässert werden.

Eigenschaften

Cadmium(II)-chlorid bildet farblose, hygroskopische und sehr gut wasserlösliche Kristalle. Es kristallisiert in einer Schichtstruktur im trigonalen Kristallsystem (Raumgruppe 166, R \bar 3 m, a = 3,85 Å, c = 17,46 Å). Diese Struktur besteht aus einer kubisch-dichtesten Packung von Chloridanionen, in denen sich die Cadmiumkationen in die Oktaederlücken jeder zweiten Schicht einordnen (Schichtfolge ABCABC, Koordinationstyp = 6:3). Damit sind die Cadmiumionen oktaedrisch von sechs Chloridionen umgeben. Jedes Chloridion bildet die Spitze einer trigonalen Pyramide mit drei Cadmiumionen als Grundfläche. Die CdCl2-Struktur dient häufig als Referenzstruktur.

Sicherheitshinweise

Cadmium(II)-chlorid ist eine sehr giftige und umweltgefährliche Substanz, die karzinogen (R 45), mutagen (R 46) und reproduktionstoxisch (R 60/61) wirken kann. Eine akut toxische Wirkung besteht in einer starken Reizwirkung auf den Respirationstrakt nach dem Einatmen von Dämpfen oder Aerosolen bis zum Lungenödem. Eine chronische Vergiftung führt zur Schädigung von Nieren, Leber und Lungen. Optisches Merkmal einer Cadmiumvergiftung ist die Ausbildung eines gelben Saums an den Zahnhälsen durch sulfidische Cadmiumverbindungen. Für Mäuse wird eine LD50 von 4,6 mg/kg (intraperitoneal) angegeben. Darüber hinaus ist es extrem giftig für viele Wasserorganismen (Bakterien, Algen, Krustentiere).

Literatur

  1. Holleman-Wiberg. Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 101. Auflage. Berlin, New York: De Gruyter 1995. ISBN 3-11-01-2641-9

Weblinks

  1. Interaktive Kristallstrukturseite Struktur kann mit Maus bewegt werden (englisch, jedoch selbsterklärend)
  2. Sicherheitsdatenblatt
  3. Sicherheitsdatenblatt (englisch)
Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Cadmium%28II%29-chlorid, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge
Andere Sprachen