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Bytów

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Bytów / Bütow
Bild:POL Bytow COA.svg
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|155px|Bytów / Bütow auf der Karte von Polen
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px|Bytów / Bütow]]
Bytów / Bütow
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Pommern
Landkreis: Bytów
Fläche: 8,72 km²
Geographische Lage: Koordinaten: 54° 8' N, 17° 30' O54° 8' N, 17° 30' O
Einwohner: 16.858 (30. Juni 2005)
Postleitzahl: 77-100 und 77-101
Telefonvorwahl: (+48) 59
Kfz-Kennzeichen: GBY
Wirtschaft & Verkehr
Straße: MiastkoKościerzyna
Nächster int. Flughafen: Danzig
Gemeinde
Gemeindeart: Stadt- und Landgemeinde
Fläche: 197,44 km²
Einwohner: 23.567 (30. Juni 2005)
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: Ryszard Sylka
Adresse: ul. 1 Maja 15
77-100 Bytów
Webpräsenz: www.bytow.com.pl
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Bytów [ˈbɨtuf] (deutsch Bütow) ist eine Stadt in Polen in der Woiwodschaft Pommern.

Inhaltsverzeichnis

Geografische Lage

Bütow liegt in einer hügeligen Wald- und Seenlandschaft, früher Blaues Ländchen genannt. Durch die Stadt fließt der Fluss Bütow, südwestlich erhebt sich der Schimmritzberg, der mit 256 m die höchste Erhebung im Bütower Land ist. Heute liegt die Stadt in der Nordhälfte der Woiwodschaft Pommern abseits der großen Verkehrsadern. Die nächsten größeren Städte Stolp und Lauenburg liegen jeweils etwa 50 km nordwestlich bzw. nordnordöstlich.

Geschichte

Pommersche, brandenburgische und polnische Herrscher und der Deutsche Orden haben im Mittelalter das Schicksal der Stadt bestimmt. Die erste Siedlung an der Stelle des heutigen Bytów gab es wahrscheinlich im 13. Jahrhundert. Zu dieser Zeit gehörte das Gebiet zum Herzogtum der Pommerellen, ehe um 1310 für einige Jahre dort die brandenburgischen Markgrafen herrschten. Die älteste Aufzeichnung über den Ort stammt aus einer Schenkungsurkunde von 1321. Herzog Wartislaw IV. schenkte ihn seinem Marschall Henning de Beer für dessen treue Dienste. Dessen Söhne verkauften das Land 1329 an den Deutschen Orden weiter. Die erste Erwähnung eines Pfarramtes stammt aus dem Jahr 1335. Am 12. Juli 1346 verlieh der Hochmeister des Deutschen Ordens Heinrich Tusemer Bütow das Kulmer Stadtrecht. Die Stadt wurde zum westlichen Grenzstützpunkt erkoren, und zu diesem Zweck errichtete der Orden 1399 eine Burg. Die Stadt selbst erhielt jedoch nie Befestigungsanlagen. Während des Krieges zwischen dem Deutschen Orden und Polen, der 1410 mit dem Sieg der Polen bei Tannenberg endete, war Bütow von den Polen erobert worden. Der damalige Pommernherzog Bogislaw VIII. unterwarf sich nach der Niederlage des Ordens den Polen und wurde zum Lohn unter anderem mit Bütow belohnt. Ein Jahr später fiel die Stadt durch den Ersten Thorner Frieden wieder an Polen zurück. Mit dem Vertrag von Soldin vom 21. Januar 1466 gelang es Herzog Erich II., Bütow für Pommern zurückzuerlangen. Polen sah dies jedoch nur als Pfandbesitz an und erst 1526 nahmen es die pommerschen Herzöge offiziell zum Lehen.

Nach dem Tod des letzten Pommernherzogs Bogislaw XIV. 1637 fiel Bütow als so genanntes erledigtes Lehen wieder an Polen zurück. Die durch die Reformation evangelisch gewordene Stadt wurde von der katholischen Kirche re-reformiert. Der lutherische Stadtprediger wurde aus der Katharinenkirche vertrieben und durch einen katholischen Propst ersetzt. Die evangelischen Gläubigen, die weiterhin in der Mehrzahl waren, mussten ihre Gottesdienste in einem provisorisch hergerichteten Saal ausrichten. Erst 1848 konnten sie sich mit der Elisabethkirche ihr eigenes Gotteshaus bauen. Im Bromberger Vertrag von 1657, der zum Abschluss des Schwedisch-Polnischen Krieges 1657 zwischen Polen und Brandenburg geschlossen wurde, erhielt der brandenburgische Kurfürst Friedrich Wilhelm das Bütower Land als erbliches Lehen zum Lohn für seine Kriegshilfe gegenüber Polen. 1627 in der Zeit des 30-jährigen Krieges wurde der Ort durch ein Feuer zerstört und musste wieder aufgebaut werden. Im Schwedisch-Polnischen Erbfolgekrieg wurde Bütow zunächst im November 1656 von den Polen überfallen und ausgeplündert und danach von schwedischen Truppen besetzt, die bei ihrem Abzug 1658 sowohl die Stadt als auch die Burg zerstörten. 1700 wurde die Stadt Opfer eines Großbrandes.
Bild:Bütow-Pomm.jpg
Bütow um 1900
Kurz darauf, von 1707 bis 1709, machte die Pest Bütow zu schaffen. Nach der Ersten Polnischen Teilung trat Polen im Vertrag von Warschau 1773 unter anderem das Land Bütow endgültig an Preußen ab.

1846 wurde Bütow Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises. Von 1884 bis 1909 wurden Eisenbahnanschlüsse nach Zollbrück, Lauenburg und Rummelsburg geschaffen. Dadurch entwickelte sich ein reges Geschäftsleben und Betriebe der Holz- und Lebensmittelverarbeitung siedelten sich an. Dieser Aufschwung wurde nach dem Ersten Weltkrieg gestoppt, als das Bütower Land zur Grenzregion nach Polen hin wurde. Zur letzten deutschen Volkszählung 1939 hatte Bütow 10.038 Einwohner. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Innenstadt, darunter die 1716 erbaute katholische Katharinenkirche, zu 60 Prozent zerstört.

Nach der Eroberung durch die Rote Armee am 8. März 1945 wurde die Stadt unter polnische Verwaltung gestellt und in Bytow umbenannt. Die deutsche Bevölkerung wurde vertrieben bzw. später ausgesiedelt und durch Neubürger aus anderen Teilen Polens ersetzt. 1946 wurde Bütow Sitz eines Powiats (Landkreis), welcher durch die Gebietsreform von 1975 aufgelöst wurde, 1999 wurde mit der Neuerrichtung des Powiat Bytowski Bytów erneut zur Kreisstadt.

Bevölkerungsentwicklung

Nachdem Bütow 1773 preußisch geworden war, lebten knapp 1.000 Menschen in der Stadt. Hundert Jahre später, Bütow war inzwischen Kreisstadt geworden, betrug die Einwohnerzahl 4.800. 1933, am Ende der Weimarer Republik wohnten 9.400 Bürger in der Stadt, und zum Ende des 2. Weltkrieges waren es mehr als 10.000. 1960 betrug die Zahl der Einwohner etwa 8.600, 1980 rund 13.300 und zur Jahrtausendwende etwa 17.000.

Bauwerke

  • Ordensburg, erbaut zwischen 1399 und 1405, später noch vielfach erweitert.
  • Stadtkirche St. Katharina, bereits für das 14. Jahrhundert nachgewiesen. Mehrmals abgebrannt und wiederaufgerichtet.
  • Bergkirche St. Georg, 16. Jahrhundert.
  • Bahnbrücke mit Wappen der KPEV. Diese Fehlplanung aus preußischer Zeit wurde nie benutzt, da die Bahnstrecke vor der Einweihung der Brücke verlegt wurde.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Söhne und Töchter der Stadt

Gmina

Die Stadt- und Landgemeinde (gmina miejsko-wiejska) Bytów umfasst 197,44 km². Zur Gmina gehören folgende Ortschaften:

  • Bytów (Bütow) - Dąbie (Dampen) - Gostkowo (Gustkow) - Grzmiąca (Gramenz) - Mądrzechowo (Mangwitz) - Mokrzyn (Petersdorf) - Niezabyszewo (Damsdorf) - Płotowo (Platenheim) - Pomysk Mały (Klein Pomeiske) - Pomysk Wielki (Groß Pomeiske) - Rekowo (Reckow) - Rzepnica - Sierżno (Zerrin) - Świątkowo (Luisenhof) - Udorpie (Hygendorf) - Ząbinowice (Gersdorf)

Weblinks

Persönliche Werkzeuge