Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Buster Keaton

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche

Buster Keaton (eigentlich Joseph Francis Keaton) (* 4. Oktober 1895 in Piqua, Kansas, USA; † 1. Februar 1966 in Woodland Hills, Kalifornien, USA) war ein US-amerikanischer Schauspieler, Komiker und Regisseur.

Keaton zählte neben Charles Chaplin und Harold Lloyd zu den erfolgreichsten Komikern der Stummfilmzeit. Wegen seines bewusst ernsten, stoischen Gesichtsausdrucks wurde er The Great Stoneface und Der Mann der niemals lachte genannt. Ein weiteres Markenzeichen ist sein runder, flacher Filzhut (pork pie hat).

Im Zuge des finanziellen Misserfolgs seines aufwendigen Films The General wurde er 1928 Schauspieler bei MGM und geriet in Vergessenheit. In den 1950er Jahren begann die Wiederenteckung und Würdigung seiner technisch innovativen Stummfilmkomödien wie The Navigator, Sherlock Jr. und The General, die heute zu den bedeutendsten Werken der Filmgeschichte zählen.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Werk

Kindheit und Jugend

Bild:Threekeatons.jpg
Die Three Keatons, Aufnahme von 1901

Joseph Frank (später: Francis) Keaton wurde als erstes Kind von Joseph („Joe“) Hallie Keaton und Myra Keaton, geb. Cutler, in Piqua, einem kleinen Ort im Mittleren Westen der USA, geboren. Der Familentradition entsprechend, wurde der Sohn nach seinem Vater, aber auch nach seinem Großvater mütterlicherseits benannt. Den Namen Buster gaben ihm seine Eltern angeblich, nachdem er unverletzt einen gefährlichen Sturz die Treppe hinunter überstand. Dies soll den Entfesselungskünstler Harry Houdini zur Bemerkung veranlasst haben: „That's sure some buster your baby took!“ (etwa: „Das war ein ganz schöner Sturz, den euer Baby da hingelegt hat“).[1] Marion Meade äußerte in ihrer Keaton-Biographie jedoch die Vermutung, dass der legendäre Houdini erst nachträglich in die Anekdote Einzug fand. Als gesichert gilt, dass Keaton der erste war, der den später häufiger auftauchenden Vornamen Buster trug.

Seine Eltern waren zum Zeitpunkt seiner Geburt auf Tournee mit der Mohawk Indian Medicine Show, einer damals üblichen Mischung aus Wunderheilung und Unterhaltung. Ab 1899 suchten Myra und Joe Keaton ihr Glück in den Vaudeville-Shows von New York. Nach einem enttäuschenden Start nutzen die beiden ab Oktober 1900 das Talent ihres Sohnes, Stürze unbeschadet wie klaglos zu überstehen, und nahmen ihn mit auf die Bühne. Als „menschlicher Mop“ wurde er vom Vater rücksichtslos, aber zum Gaudium des Publikums in die Kulissen geschleudert. Inhalt dieser burlesken, slapstickartigen Nummern war die harsche Erziehung des Sohnes. Dabei lernte Buster früh, dass die Zuschauer umso mehr lachten, je weniger er es tat. Die außergewöhnlich brutal anmutenden Darbietungen entwickelten sich zu einem Publikumserfolg. Aus den Two Keatons wurden bald The Three Keatons mit Buster als Star.

Doch auch die New York Society for the Prevention of Cruelty to Children (NYSPCC oder, nach einem ihrer Gründer, Gerry Society) interessierte sich für das Kind. Diese gemeinnützige Organisation zeigte Misshandlung und Ausbeutung von Kindern an. Die Eltern versuchten dem zu begegnen, indem sie Buster als kleinwüchsigen Erwachsenen oder um einige Jahre älter ausgaben. Mit nur einem Auftrittsverbot, im Staat New York von 1907 bis 1909, kamen die Keatons glimpflich davon. Joe Keaton musste jedoch seine Pläne, die ganze, mittlerweile um die Kinder Harry (Spitzname „Jingles“) und Louise erweiterte Familie auf die Bühne zu bringen, fallen lassen. Buster Keaton selbst verwehrte sich auch noch später gegen das Gerücht, er sei als Kind misshandelt worden.

Keaton verbrachte seine ganze Kindheit und Jugend im Vaudeville. Eine schulische Ausbildung hatte er nie erfahren. Im Alter von 21 Jahren beschloss Keaton, sich seiner Solo-Karriere zu widmen. Zu diesem Zeitpunkt litten die Auftritte mit der Familie am mittlerweile ausgeprägten Alkoholismus des Vaters.

Der Weg zum Film

Keaton sollte im März 1917 in New York in einer extravaganten Musik-Revue auftreten. Zufällig traf er einen alten Freund aus seiner Jugend, der nun in einem Filmstudio arbeitete. Dieser lud Keaton ein, das Studiogelände zu besuchen und stellte ihm Roscoe „Fatty“ Arbuckle vor, der seinerzeit als der beliebteste Filmkomiker neben Charlie Chaplin galt. Als Keaton sich durch das Studio führen ließ, arbeitete Arbuckle gerade an seinem ersten Film unter seinem neuen Produzenten Joseph Schenck.

Im Gegensatz zu seinem Vater hatte Keaton schon früh ein Faible für das Kintopp entwickelt. So borgte er sich eine Kamera vom Set aus, um sie zu Hause neugierig auseinander zu nehmen. Eine andere Anekdote besagt, dass der für sein offenes Wesen bekannte Arbuckle Keaton noch am gleichen Tag in seinem Film auftreten ließ: The Butcher Boy (1917) gilt als Keatons Leinwanddebüt - in der von Buster Keaton improvisierten Sequenz ist er bereits mit seinen späteren Markenzeichen des fast unbewegtem Gesichtsausdruck und dem pork pie hat zu sehen. Begeistert ließ Keaton daraufhin seinen einträglichen Bühnenvertrag auflösen, um für weit weniger Geld bei den Filmen von Arbuckle mitzuwirken.[2]

Bild:Buster Keaton WWI.jpg
Buster Keaton während seines Kriegsdienstes 1918

Bis 1920 drehte Keaton fünfzehn Two-Reeler (Kurzfilme von etwa zwanzig bis fünfundzwanzig Minuten Länge) als Partner von Arbuckle und wurde so mit jeder Facette der Filmproduktion vertraut gemacht.[3] Auch wenn er sich seit Kindheit an das „Poker-Face“ für seine Auftritte angewöhnt hatte, ist Buster zu diesem Zeitpunkt in seiner Karriere teilweise hysterisch lachend zu sehen. Doch Keatons subtiles Humorverständnis und seine Erfahrungen im Vaudeville prägten im Laufe der Zeit den Stil der Filme Arbuckles immer stärker. Er entwarf nicht nur den Großteil der Gags und der Handlung, sondern führte bald neben Arbuckle Regie.

Nach dem Kriegsdienst 1918 in Frankreich kehrte Buster Keaton trotz einträglicher Angebote anderer Studios zu Arbuckle zurück. Als 1920 die Produktionsfirma Paramount Pictures Arbuckle anbot, Star mehrerer Spielfilme des Studios zu werden, nahm dieser schließlich an. Arbuckles bisheriger Produzent Joseph Schenck gab nun Keaton die Möglichkeit, Arbuckles Stelle einzunehmen und eigene Filme in kreativer Freiheit herzustellen. Das neue Filmstudio Metro (später aufgegangen in der Metro-Goldwyn-Mayer, kurz MGM) sollte den Vertrieb sämtlicher Keaton-Filme übernehmen.

Für die von Metro produzierte Komödie The Saphead in Spielfilmlänge wurde Keaton daher noch im selben Jahr als Hauptdarsteller verpflichtet. Die Kritik zu Keatons erstem großen Filmauftritt war wohlwollend, aber nicht enthusiastisch: „Buster ist ein natürlicher, gefälliger Komiker.“[4]


Buster Keaton-Studios

Buster Keaton drehte seine Filme im alten Studio von Charlie Chaplin. Seinen gelungenen, aber nicht umwerfenden Erstling The High Sign (1920) hielt er aber vorerst zurück. Keatons erste Veröffentlichung One Week hingegen zählt heute zu den Klassikern des Genres. Der originelle, aufwendige und klug konstruierte Kurzfilm handelt von dem letztlich desaströsen Versuch eines frischvermählten Pärchens, sich ein Fertigteil-Haus nach Anleitung zu zimmern.

Der außergewöhnliche Beginn von The Playhouse (1921) illustriert Keatons Zugang zum Medium Film: Buster löst eine Karte für eine Varieté-Vorstellung, in der jeder Musiker, jeder Künstler auf der Bühne, der Bühnenarbeiter und sogar jeder Zuschauer niemand anderer ist als Buster Keaton, wie Buster Keaton überrascht feststellen muss. Durch mehrfache Doppelbelichtungen desselben Filmmaterials ist Keaton bis zu neun Mal in derselben Szene zu sehen. Er selbst betonte stets die Wichtigkeit seines Filmteams, ohne das seine Filme so nicht möglich wären.

Von den insgesamt neunzehn Kurzfilmen aus den Keaton-Studios zählt heute Cops (1922) zu den bekanntesten: Am Höhepunkt jagen hunderte Polizisten Buster durch die Straßen von New York. Dieses Motiv findet sich variiert wieder in seinen abendfüllenden Komödien Seven Chances (hier sind es erst hunderte heiratswillige Bräute, schließlich unzählige Felsbrocken) und Go West (mit einer Rinderherde in Chicago).

Bild:Sherlockjunior opt.jpeg
Buster betritt die Kinoleinwand in Sherlock Jr.

Erst relativ spät – verglichen mit den anderen großen Stummfilmkomikern der Zeit, Charlie Chaplin und Harold Lloyd – verlegte sich Keaton auf abendfüllende Komödien. Während sein erster Versuch The Three Ages (1923) im Prinzip aus drei Kurzfilmen bestand und den typischen, comic-artigen Humor der Kurzfilme aufwies, änderte Keaton seinen Stil grundlegend mit Our Hospitality. Ab jetzt legte er höchsten Wert auf Glaubwürdigkeit der Gags, aus der Überzeugung, das Publikum sonst nicht an die Geschichte fesseln zu können.

In Our Hospitality ist neben seinem Vater Joe Keaton das einzige Mal seine damalige Ehefrau in einem seiner Filme zu sehen. Natalie Talmadge war die Schwägerin seines Produzenten Joseph Schenk. Keaton heiratete sie 1921. Ihr erster gemeinsamer Sohn James ist im Alter von einem Jahr ebenfalls in dem Film zu sehen.

Mit The Navigator schloss Keaton endgültig zu den beiden populärsten Filmkomikern der Zeit, Chaplin und Lloyd, auf. Es wurde Keatons finanziell erfolgreichste Produktion. In dem 1924 gedrehten Film verschlägt es ihn und seine Partnerin Kathryn McGuire auf ein verlassenes, riesiges Schiff, das ziellos im Ozean treibt.

Die nächsten Filme (Seven Chances, Go West, Battling Butler) bestätigten die außergewöhnliche Popularität Keatons, dessen Ruhm auch darauf gründete, dass er spektakuläre Stunts erfand und selbst ausführte. Die Dreharbeiten waren so stets mit großem Risiko verbunden: Bei einer Szene am Höhepunkt von Our Hospitality (einem Stunt an einem Wasserfall) schluckte er zu viel Wasser; sein Magen musste ausgepumpt werden. Bei Sherlock Jr. (1924) wurde sein Kopf mit Wucht gegen Gleise geschleudert. Keaton litt danach unter schweren Kopfschmerzen, die nach einigen Tagen verschwunden waren. Der Bruch eines Nackenwirbels, den er sich dabei offenbar zuzog, wurde zufällig und erst Jahre später bei Röntgenaufmahmen entdeckt.

Finanzielle Desaster

Mit The General, einer 1926 gedrehten, epischen Komödie, die zur Zeit des Amerikanischen Bürgerkriegs spielt, trieb Keaton seinen Anspruch in Sachen Glaubwürdigkeit und Authentizität auf die Spitze: Er ließ eine historische Dampflokomotive in die Tiefe stürzen. Diese einzelne Szene zählt zu den teuersten der ganzen Stummfilm-Epoche. Das zeitgenössische Publikum konnte sich für den Film jedoch nicht begeistern, und auch von den meisten Kritikern wurde das Werk bestenfalls als langweilig abgetan.

Nach diesem Flop übernahm sein Produzent Joseph Schenk verstärkt die Kontrolle über die Produktionen Keatons und stellte diesem - gegen Keatons Willen - Drehbuchautoren und Regisseure zur Seite. Vor allem achtete er strenger auf das Budget. Der folgende Film College (1927) litt deutlich unter den neuen Beschränkungen, wenn auch Keatons Handschrift unverkennbar ist. Letztlich spielte die eher konventionelle Komödie an den Kinokassen nicht mehr Geld ein als The General.

In Steamboat Bill Jr. (1928) realisierte Keaton den vielleicht gefährlichsten und legendärsten Stunt seiner Karriere, indem er eine Hausfassade auf sich kippen ließ und nur durch ein kleines Giebelfenster verschont bleibt. Es sollte seine letzte, unabhängige Produktion werden. Die Kosten wurden noch einmal in die Höhe getrieben, als das Finale des Films samt bestehender Bauten geändert werden musste, weil kurz zuvor eine verheerende Überschwemmung in Amerika Schlagzeilen gemacht hatte, und deshalb aus der ursprünglich geplanten Flut ein Hurrikan werden sollte. Die Einnahmen des Films blieben hinter denen von The General und College zurück.

Noch während der Dreharbeiten löste Produzent Joseph Schenk, inzwischen Präsident der United Artists, seinen Vertrag mit Keaton. Diesem legte er nahe, einen Vertrag mit MGM, dem mittlerweile größten Filmstudio, zu unterzeichnen. Sowohl Chaplin als auch Lloyd warnten Keaton vor dem kontraproduktiven Studiosystem. Doch Keaton ließ sich von Joseph Schenk überzeugen. Später sprach er über diesen Schritt als den größten Fehler seines Lebens.[5]

Niedergang bei MGM

Bei MGM sollte sich Keaton dem rigiden Studio-System unterwerfen. So wurde etwa verlangt, strikt nach einem vorliegenden Drehbuch zu arbeiten. Das widersprach Keatons bisherigem Arbeitsstil, der – ähnlich wie andere Stummfilmkomiker – den Großteil seiner Ideen aus der Improvisation schöpfte und niemals nach einem Drehbuch arbeitete. Es kam zu ernsthaften Spannungen zwischen dem mächtigen Produzenten Louis B. Mayer und Keaton, der sich vorerst einen gewissen Freiraum erkämpfen konnte. Sein erster Film bei MGM The Cameraman (1928) gilt als der letzte im Stile Keatons. Den großen Erfolg der Komödie verbuchte das Studio für sich und entzog Keaton nicht nur langjährige Mitarbeiter, die mit ihm zu MGM gewechselt waren, sondern auch künstlerischen Einfluss. Stattdessen bekam er Berater zur Seite gestellt, die lenkend in die Entwicklung des Films eingreifen sollten. Seinem letzten Stummfilm Spite Marriage (1929) ist das deutlich anzumerken. Obwohl diesmal streng nach einem genauen Drehbuch entstanden, wirkt der Film nach Meinung von Kritikern viel weniger stringent als die klassischen Keaton-Komödien.

Schon Spite Marriage, der in der Zeit des aufstrebenden Tonfilms entstand, wollte Keaton als Tonfilm produzieren. Wegen seiner Stimme oder Aussprache machte er sich keine Sorgen. Doch als Angestellter des Studios hatte er keine Kontrolle über die Stoffauswahl oder die Rollen. Keaton bemängelte zudem die Mode, auf visuelle Komik zugunsten alberner Dialoge zu verzichten. Jede der von Keaton nur unwillig gedrehten Komödien hatte er drei- oder viermal zu drehen, jedes Mal in einer anderen Sprache: Auf diese Weise wurden Tonfilme aus Hollywood Anfang der 1930er Jahre weltweit vermarktet. Zu Keatons erstem Tonfilm Free and Easy (1930, MGM) vermerkt Jim Kline in seinem Buch The Complete Films of Buster Keaton: „Buster talks! Buster sings! Buster dances! Buster looks depressed!“ Heute fast vergessen, spielten dieser und die folgenden Filme (unter anderem mit Jimmy Durante als Partner) mehr Geld ein als die Stummfilme der Keaton-Studios.

In dieser Zeit wurde Keaton zum Alkoholiker. Zu Drehterminen erschien er meist angetrunken oder gar nicht. Seine Frau Natalie Talmadge reichte 1932 die Scheidung ein – lange Auseinandersetzungen über Aufteilung des Vermögens und Sorgerecht der beiden Kinder folgten. 1933 wurde sein Anstellungs-Vertrag bei MGM nach mehreren Streitigkeiten mit Louis B. Mayer gekündigt. Im selben Jahr verstarb mit Roscoe „Fatty“ Arbuckle sein vielleicht engster Freund. Dessen Ruf und Karriere war inzwischen, trotz Freispruch nach einer Mordanklage, ruiniert. Keaton selbst machte negative Schlagzeilen. Die privaten, beruflichen und finanziellen Probleme verstärkten seine Alkoholsucht. Er heiratete seine private Krankenschwester Mae Scibbens, die ihm während des Entzugs helfen sollte. Die Ehe wurde nach weniger als drei Jahren wieder geschieden. Mit der Unterstützung seines Arztes und seiner Familie gelang es Keaton, sich von der Sucht weitestgehend zu befreien und mit kleinen Engagements sich und seine Familie über Wasser zu halten.

Für die breite Öffentlichkeit war er praktisch von der Bildfläche und aus dem Bewusstsein verschwunden. Er trat zunächst in billig produzierten Kurzfilmen der kleinen Educational Studios auf. Die vielversprechende französische Produktion Le Roi des Champs-Élysée (1934) mit Keaton in der Hauptrolle fand nicht die erhoffte Aufmerksamkeit. Ab 1937 arbeitete Keaton erneut bei MGM – vornehmlich als Gagman hinter den Kulissen, für einen Bruchteil seines letzten Gehalts. Unter anderem ersann er Gags für Filme mit Red Skelton, den Marx-Brothers und Laurel und Hardy. Während er sowohl mit Red Skelton befreundet war und Laurel und Hardy sehr schätzte, äußerste er sich später negativ über den Arbeitsstil der Marx-Brothers: Sie nähmen die Komik nicht ernst.[6] 1939 bekam er die Gelegenheit, für Columbia zehn Kurzfilmkomödien zu drehen. Diese waren zwar billig produziert und wenig originell, doch zeigte sich Keatons nach der Alkohlkrankheit wiederhergestellte Arbeitsfähigkeit. Langsam fasste er im Filmgeschäft wieder Fuß.

1940 heiratete Keaton zum dritten Mal. Die um dreiundzwanzig Jahre jüngere Eleanor Norris, die bei MGM als Tänzerin unter Vertrag stand, hatte er etwa zwei Jahre zuvor kennengelernt. Die glückliche Ehe hielt bis zum Ende seines Lebens.

Wiederentdeckung

1949 erinnerte der einflussreiche Filmkritiker James Agee in einem Artikel im Life Magazine tief beeindruckt an den „‚stummsten‘ aller Stummfilmkomiker“ (Keaton).[7] Amerikanische Filmclubs begannen, seine Filme - soweit vorhanden - wieder zu zeigen. Filmarchivierung hatte keine Tradition, darüberhinaus waren Stummfilme seit der Etablierung des Tonfilms in kommerzieller Hinsicht uninteressant. Bis auf The General, The Navigator und einige seiner Kurzfilme galten Keatons Stummfilme als zerstört oder verschollen.

Das aufkeimende, neue Interesse an Buster Keaton führte zu einigen Engagements für Bühnen- und Varietéproduktionen. Unter anderem absolvierte Keaton im prestigeträchtigen Cirque Medrano in Paris einige erfolgreiche Gastauftritte. Auch das Fernsehen entdeckte Keaton neu. Für The Buster Keaton Comedy Show (aufgezeichnet vor Live-Publikum, 1949) und The Buster Keaton Show (1950 - 51) spielte Keaton in neuen Sketchen – meist mit seiner Frau. Keaton beendete jedoch diese Reihen nach kurzer Zeit. Es folgten Gastauftritte in Talk-Shows, Serien und anderen Sendungen (unter anderem in Candid Camera, der Originalversion von Vorsicht Kamera). Auch im Bereich der Werbung taten sich für Buster Keaton neue Betätigungsfelder auf. So wurde er Star einiger Industriefilme und drehte zwischen 1956 und 1964 Fernseh-Werbespots für Colgate, Alka-Seltzer, 7-Up, Ford, Milky Way, Budweiser und andere.

Von seinen wieder zahlreichen Cameo-Auftritten in Filmen verschiedenster Studios ist besonders Billy Wilders Sunset Boulevard (1950) hervorzuheben: Er stellt quasi sich selbst in einer makaber anmutenden Bridgerunde vergessener Stummfilmstars dar. Zwei Jahre später kam es zu einem ähnlichen denkwürdigen, wenn auch kurzen Auftritt in Charlie Chaplins Limelight: Erstmals sind die beiden größten Komiker der Stummfilmzeit gemeinsam in einem Film zu sehen, bezeichnenderweise als alternde Vaudeville-Komiker am Ende ihrer Karriere.

Paramount produzierte 1957 die Filmbiographie The Buster Keaton Story (Drehbuch und Regie: Sidney Sheldon). Keaton wurde offiziell als Berater herangezogen, seine Einwände wurden jedoch selten beachtet. Auch Hauptdarsteller Donald O'Connor distanzierte sich später von dem Film, der Keatons Leben teils unwahr wiedergibt. Mit dem Geld, das ihm der Film mit seinem Namen brachte, erwarb Keaton ein Haus - von ihm „Ranch“ genannt - in Kalifornien, das er mit seiner Frau für den Rest seines Lebens bewohnte. Seine luxuriöse „Italian Villa“ in Beverly Hills, die er am Höhepunkt seines Ruhmes besaß, musste er in den 1930er-Jahren aufgeben.

1952 sorgte James Mason als neuer Besitzer der einstigen Villa Keatons für eine Überraschung: In einer versteckten Abstellkammer entdeckte Mason längst vergessene Kopien von Keatons Filmklassikern. Durch den chemischen Zerfall des Filmmaterials, das früher auf Nitrat basierte, war dieses teilweise schwer beschädigt und höchst feuergefährlich.

Der obsessive Filmsammler Raymond Rohauer, den Keaton 1954 bei einer der Wiederaufführungen von The General kennenlernte, investierte in die Rettung der Filme. Nach einer Vereinbarung mit Keaton sicherte sich Rohauer die Rechte an den noch exisitierenden Klassikern und übernahm den Vertrieb an Programmkinos und Festivals. So organisierte Rohauer 1962 aufsehenerregende Wiederaufführungen der restaurierten Fassung von The General in zwanzig Städten Deutschlands, angefangen in München. Keaton, der die Tour begleitete und den Film ausgesucht hatte, wartete während der Vorstellungen vor dem Kino: Er sähe sich nie seine eigenen Filme mit Publikum an.[8]

Bereits 1959 wurde Keaton ein Ehren-Oscar für seine Verdienste um die Filmkomödie verliehen.

Die letzten Filme

Als lebende Legende griff er für seine Filmauftritte öfters auf sein typisches Outfit aus der Stummfilmzeit zurück. Der kanadische Kurzfilm The Railrodder (1965, Drehbuch und Regie: Gerald Potterton) ist eine Hommage an Keatons Stummfilme, vor allem aber an die Landschaft Kanadas. Während der Dreharbeiten zu The Railrodder entstand die Dokumentation Buster Keaton Rides Again. Neben biographischen Stationen gibt sie Einblicke in die Persönlichkeit und Arbeitsweise des alternden Keaton.

Im selben Jahr verwirklichte Samuel Beckett mit Keaton in der Hauptrolle seinen experimentellen Stummfilm Film (Regie: Alan Schneider), der zum Filmfestival von Venedig eingeladen wurde. Das Premierenpublikum empfing den Stargast Keaton mit stehenden Ovationen.[9]

Als letzte Kinoproduktion drehte Keaton unter der Regie von Richard Lester A Funny Thing Happened on the Way to the Forum (1966). Zu der Zeit war er gesundheitlich bereits sehr angeschlagen, bei gefährlichen Stunts wurde er diesmal gedoubelt. Mit dem Kopf gegen einen Baum zu rennen ließ er sich dennoch nicht nehmen.

Bild:Grave of Buster Keaton.jpg
Grab von Buster Keaton in Forest Lawn, Burbank

Bereits seit mehreren Jahren verschlechterte sich Keatons Gesundheitszustand zusehends, was sich teilweise in starken Hustenanfällen äußerte. Die Diagnose Lungenkrebs, erst im weit fortgeschrittenen Stadium gestellt, wurde ihm von seiner Frau und dem Arzt allerdings verschwiegen.[10] Buster Keaton starb am 1. Februar 1966 im Alter von 70 Jahren in seinem Haus an den Folgen seiner Krankheit.

Erst Monate danach kam A Funny Thing Happened on the Way to the Forum in die Kinos. Ein knappes Jahr nach seinem Tod fand schließlich die letzte Premiere eines Films mit Keaton in einer Nebenrolle statt. In der 1965 gedrehten amerikanisch-italienischen Co-Produktion War Italian Style spielte er einen Nazi-General. In der letzten Szene lassen zwei Marines den gefangenen General (Buster) frei und übergeben ihm Zivilisten-Kleidung, die sich als das typische Buster-Outfit entpuppt. Mit seinem ausgebeulten Frack und flachen Hut blickt Buster ein letztes Mal auf die Soldaten, wendet sich von der Kamera ab und wandert davon.

Insgesamt war Buster Keaton in über 150 Film- und Fernsehproduktionen zu sehen.

Arbeitsweise

Die Geschichten und Gags seiner Filme entwickelte Buster Keaton auf einfache, aber effektive Weise: Nachdem ein zündende Idee für den Anfang gefunden wurde, arbeitete das Team am Schluss – „... und wenn wir einen Schluss hatten, mit dem wir alle zufrieden waren, dann gingen wir zurück und arbeiteten den Mittelteil aus. Aus irgendwelchen Gründen kam die Mitte immer von alleine zustande.“[11]

Zu Keatons Truppe hinter der Kamera, die er teilweise von Arbuckle übernommen hatte, zählten insbesondere der Regisseur Eddie Cline, die Gagmen Jean Havez und Clyde Bruckman, sowie der Chef-Techniker Fred Gabourie, der sich um die vielbeachteten Spezialeffekte kümmerte. Vor der Kamera war Joe Roberts, mit seiner imposanten Statur ein kontrastreicher Widerpart zu dem eher kleinen Keaton, der einzige regelmäßig wiederkehrende Schauspieler in Keatons Filmen – bis er nach den Dreharbeiten zu Our Hospitality 1923 in Folge eines Herzinfarkts verstarb. Aber auch Keatons Vater Joe ist sporadisch in Nebenrollen zu sehen.

Die weiblichen Hauptrollen wurden nur äußert selten mit bekannten Komödiantinnen wie Phyllis Haver (im Kurzfilm The Balloonatic, 1923) besetzt. „Wenn mein Studiomanager eine Hauptdarstellerin billig bekommen konnte, dann nahm er sie. Er hielt sie einfach nicht für wichtig.“[12] Doch auch Keaton selbst legte nur Wert auf ausreichendes Talent und Attraktivität. Als Busters Partnerinnen sind öfters Sybil Seely und Kathryn McGuire zu sehen.

Da Handlung und Gags im Vorfeld ausgiebig besprochen wurden, fanden die Dreharbeiten stets ohne Drehbuch statt.[13] Das Team nutzte die Stadtdekorationen, die Chaplin – der Vorbesitzer des Studios – am Studiogelände errichten ließ. Aber auch Außenaufnahmen in der Stadt beschrieb Keaton als äußert unkompliziert:

„Wenn wir in einer dicht bewohnten Gegend drehen wollten, benachrichtigen wir immer die Polizei. Die schickten dann zwei oder drei Verkehrspolizisten, die den Verkehr regelten oder uns sonst irgendwie halfen. [...] Wenn wir die Feuerwehr brauchten, fragten sie: ‚Was wollt ihr haben?‘ Wir gingen hin und erklärten, was wir brauchten, und wenn der Anruf kam, schickten sie alles. Es kostete uns gar nichts. Niemals. Keine unserer Eisenbahn-Sachen hat uns je etwas gekostet. Die Leute von der Santa Fe-Linie platzten vor Stolz, wenn sie SANTA FE auf der Leinwand sahen.“[14]

Keaton trug dabei als Regisseur die Hauptverantwortung, auch wenn bespielsweise Eddie Cline als Co-Regisseur im Vorspann genannt wird. Seine Gags wollte er dabei nicht dem Zufall überlassen und plante sie mit Präzision. In seinem Kurzfilm The Boat (1921) etwa sollte das von Buster gebaute Schiff beim Stapellauf im Wasser versinken. Doch trotz sämtlicher Vorkehrungen (eine Ladung Eisenbarren, Löcher im Bug, etc.) glitt es nicht so schnurgerade unter die Wasseroberfläche, wie es Keatons Vorstellung vom komischen Timing entsprach. Drei Tage tüftelten Keaton und seine Mitarbeiter, bis die Lösung für die sekundenlange Szene gefunden wurde:

„[Wir] versenken einen Anker, von dem wir ein Kabel über eine Rolle am Heck des Schiffes führen, das andere Ende hängt an einem Schlepper. Wir machten alle Luftblasen aus dem Boot, wir haben sichergestellt, dass das Heck genügend Wasser übernimmt, und mit dem Schlepper außerhalb des Bildes zogen wir das Boot unter Wasser.“[15]

Das gedrehte Filmmaterial wurde vom Cutter J. Shermann Kell nach Szenen und Einstellungen in Regalen geordnet. Daraus montierte Keaton mit seinem Gespür für Timing den fertigen Film:

„Ich sagte: ‚Gib mir die Totale des Ballsaals.‘ Er suchte das heraus. ‚Gib mir jetzt die Nahaufnahme, wo der Butler die Ankunft seiner Lordschaft verkündet.‘ Während ich das schneide, klebt er es zusammen. Er rollt sie auf, so schnell, wie ich sie ihm überreiche. Damals mit dem Nitrofilm bestand ein ziemliches Brandrisiko, aber wir kümmerten uns gar nicht darum.“[16]

Durch das eigene Studio mit seinem festen Mitarbeiterstab konnte Keaton auch bereits fertig geschnittene Filme problemlos durch neu gedrehtes Material verbessern, ohne dass hohe Zusatzkosten entstanden.[17]

Zusatzinformationen

Verschollenes und zerstörtes Filmmaterial

Im Prinzip sind alle Filme Keatons, die in seiner wichtigsten und äußerst produktiven Zeit zwischen 1920 und 1928 entstanden sind, erhalten. Abgesehen davon, dass die meisten Filme aus der Stummfilm-Ära heute in nur vergleichsweise schlechten Kopien zu sehen sind, liegen einige jedoch nur schwer beschädigt oder in Fragmenten vor.

So fehlen in den Kurzfilmen Hard Luck, nach einem Interview Keatons liebster Film, und Daydreams ganze Sequenzen. Bei den restaurierten Fassungen behalf man sich mit Standbildern, welche die fehlenden Szenen ersetzen. Auch in Convict 13 fehlen einige Momente, was in der restaurierten Fassung zu starken Sprüngen innerhalb einzelner Szenen führt.

Der Langfilm The Three Ages hat nur in einer optisch lädierten Version überlebt, da das erst in den 1950er Jahren wiederentdeckte und bis heute einzige Negativ vom Nitratzerfall stark angegriffen war. Gleiches gilt für den Kurzfilm The Boat.[18]

Musik zu den Stummfilmen

Bevor der Tonfilm etabliert war, oblag es den Musikern des jeweiligen Kinos, einen Film musikalisch zu untermalen. Eigene Partituren waren seitens der Filmemacher nicht vorgesehen. Weil keine Tonspur auf dem Filmmaterial war, konnten Stummfilme zudem - auch von einer Szene zur nächsten - schneller oder langsamer abgespielt werden.

Spite Marriage, Keatons letzter Stummfilm, der in der Zeit des aufstrebenden Tonfilms produziert wurde, kam als einziger von seinen Stummfilmen mit einer Tonspur heraus. Zu allen anderen Stummfilmen Keatons wurden und werden auch noch heute eigene Tonspuren und Musikuntermalungen erstellt.

Zu den Musikern und Komponisten, die auf den meisten aktuellen Veröffentlichungen der Keaton-Filme zu hören sind, zählen Lee Erwin (Orgel) und die Arrangements von Robert Israel. Hervorzuheben ist auch Carl Davis, der 1987 für Thames Television zu Our Hospitality und The General epische Soundtracks komponierte und seitdem sporadisch mit Orchester live zu Filmvorführungen aufführt. Der renommierte Stummfilmkomponist steuerte auch Musik zu der viel beachteten TV-Dokumentation Buster Keaton: A Hard Act to Follow bei.

1995 veröffentlichte der US-amerikanische Musiker Bill Frisell Musik zu The High Sign, One Week und Go West auf CD.

2004 wurde bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes eine restaurierte Fassung von The General mit einer neu komponierten Filmmusik von Joe Hisaishi uraufgeführt. Ein Jahr später wurde mit The Three Ages ein weiterer Langfilm Keatons mit neuer Musik versehen, diesmal komponiert von dem Techno-DJ Jeff Mills.

Dokumentation

1987 legten die Filmhistoriker Kevin Brownlow und David Gill die dreiteilige Dokumentation Buster Keaton: A Hard Act to Follow vor. Die insgesamt etwa 150 Minuten umfassende Fernseh-Dokumentation beinhaltet, neben Interviews mit Buster Keaton aus dem Archiv, Gespräche mit Freunden und ehemaligen Mitarbeitern sowie seiner Witwe Eleanor. Dank seines umfangreichen Materials zählt sie zu den informativsten Porträts von Keatons Leben und Werk.

Filmographie

Kurzfilme mit "Fatty" Arbuckle

Bild:OutWest1918-01.jpg
Out West von Roscoe 'Fatty' Arbuckle mit Keaton (links) und Al St. John (rechts)
  • 1917 - The Butcher Boy
  • 1917 - A Reckless Romeo
  • 1917 - The Rough House
  • 1917 - His Wedding Night
  • 1917 - Oh Doctor!
  • 1917 - Coney Island
  • 1917 - A Country Hero
  • 1918 - Out West
  • 1918 - The Bell Boy
  • 1918 - Moonshine
  • 1918 - Good Night, Nurse!
  • 1918 - The Cook
  • 1919 - Back Stage
  • 1919 - The Hayseed
  • 1920 - The Garage

Kurzfilme Keaton-Studio

  • 1920 - The High Sign (Premiere 1921)
  • 1920 - One Week
  • 1920 - Convict 13
  • 1920 - The Scarecrow
  • 1921 - Neighbors
  • 1921 - The Haunted House
  • 1921 - Hard Luck
  • 1921 - The Goat
  • 1921 - The Playhouse
  • 1921 - The Boat
  • 1922 - The Paleface
  • 1922 - Cops
  • 1922 - My Wife's Relations
  • 1922 - The Blacksmith
  • 1922 - The Frozen North
  • 1922 - Daydreams
  • 1922 - The Electric House
  • 1923 - The Balloonatic
  • 1923 - The Love Nest

Langfilme (stumm) von und/oder mit Buster Keaton

  • 1920 - The Saphead
  • 1923 - The Three Ages (Drei Zeitalter/Ben Akiba hat gelogen!/Hat Ben Akiba gelogen?)
  • 1923 - Our Hospitality (Verflixte Gastfreundschaft)
  • 1924 - Sherlock Jr. (Sherlock Holmes Junior)
  • 1924 - The Navigator (Der Navigator/Buster Keaton, der Matrose/Über, auf und unterm Meere/Die Kreuzfahrt der Navigator/Der Schiffbruch/Der Seefahrer)
  • 1925 - Seven Chances (Sieben Chancen/Buster Keaton, der Mann mit den 1000 Bräuten)
  • 1925 - Go West (Der Cowboy)
  • 1926 - Battling Butler (Der Killer von Alabama/Ich bin der Größte/Schlag auf Schlag)
  • 1927 - The General (Der General)
  • 1927 - College (Der Musterschüler/Der Student/Sport ist Mord)
  • 1928 - Steamboat Bill Jr. (Steamboat Bill junior/Wasser hat keine Balken/Stürmische Zeiten/Buster Keaton - Dampfer-Willis Sohn)
  • 1928 - The Cameraman (Der Kameramann) (MGM)
  • 1929 - Spite Marriage (Trotzheirat/Die unvollkommene Heirat) (MGM)

Einige Tonfilme mit Buster Keaton

  • 1930 - Free and Easy (erster Tonfilm)
  • 1932 - The Passionate Plumber (erstmals als Partner von Durante)
  • 1933 - What! No Beer? (letzter MGM-Film vor Kündigung)
  • 1934 - Le Roi des Champs-Élysées
  • 1939 - Hollywood Cavalcade (Keatons erster Farbfilm)
  • 1950 - Sunset Boulevard (Boulevard der Dämmerung)
  • 1952 - Paradise for Buster (erster Industriefilm)
  • 1952 - Limelight
  • 1956 - Around the World in 80 Days
  • 1963 - Eine total, total verrückte Welt
  • 1965 - War Italian Style (Premiere 1967)
  • 1966 - A Funny Thing Happened on the Way to the Forum (Toll trieben es die alten Römer)
  • 1966 - The Scribe (Industriefilm; letzter Filmauftritt)

Literatur

  • Jim Kline: The Complete Films of Buster Keaton. Citadel Press, 1993, ISBN 0-8065-1303-9
  • Wolfram Tichy: Buster Keaton. Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek 1983, ISBN 3-499-50318-2
  • Robert Benayoun: Buster Keaton. Der Augen-Blick des Schweigens. Bahia, München 1983, ISBN 3-922699-18-9
  • Wolfram Schütte, Peter W. Jansen (Hrsg.): Buster Keaton. [Reihe Film Band 3]. Hanser, München und Wien 1975, ISBN 3-446-12002-5
  • Tom Dardis: Buster Keaton. The Man Who Wouldn't Lie Down. University Press, Minneapolis 2002, ISBN 0-8166-4001-7
  • Eleanor Keaton: Buster Keaton Remembered. Abrams, New York 2001, ISBN 0-8109-4227-5

Weblinks

Quellen

Als Hauptquellen dienten die Bücher The Complete Films of Buster Keaton von Jim Kline, Buster Keaton: Cut to the Chase von Marion Meade und Pioniere des Films: vom Stummfilm bis Hollywood von Kevin Brownlow, außerdem die Biographie auf der Website der Internationalen Buster Keaton Gesellschaft sowie die mit dem Emmy-Award ausgezeichnete, dreiteilige TV-Dokumention Buster Keaton: A Hard Act to Follow von Kevin Brownlow und David Gill für Thames Television in Zusammenarbeit mit Raymond Rohauer.

  1. Vgl. Interview mit Keaton in A Hard Act to Follow, Teil 1, etwa 00:01.
  2. Vgl. Kline, S.13. Vgl. Brownlow, Pioniere des Films, S. 551.
  3. Keaton über die Filmarbeit und Arbuckle: „Ich habe alles von ihm gelernt.“ – Siehe Pioniere des Films, S. 557.
  4. Photoplay, Mai 1921, S. 53, zitiert in Brownlow, Pioniere des Films, S. 552.
  5. Brownlow, Pioniere des Films, S. 546.
  6. Vgl. Interview mit Keaton in A Hard Act to Follow, Teil 3, etwa 00:09.
  7. „He was by his whole style and nature so much the most deeply "silent" of the silent comedians that even a smile was as deafeningly out of key as a yell. In a way his pictures are like a transcendent juggling act in which it seems that the whole universe is in exquisite flying motion and the one point of repose is the juggler’s effortless, uninterested face.“ – James Agee im Life magazine, 5. September 1949.
  8. Vgl. Interviews mit Rohauer und Eleanor Keaton in A Hard Act to Follow, Teil 3.
  9. Vgl. A Hard Act to Follow, Teil 3.
  10. Vgl. Eleanor Keaton in A Hard Act to Follow, Teil 3, etwa 00:46.
  11. Brownlow, Pioniere des Films, S. 534.
  12. Brownlow, Pioniere des Films, S. 534.
  13. „Bevor wir mit einem Film anfingen, wußten alle im Studio Bescheid, worum es sich drehte, und deshalb brauchten wir nichts Schriftliches.“ – Keaton, zitiert in Brownlow, Pioniere des Films, S. 534.
  14. Pioniere des Films, S. 532
  15. Brownlow, Pioniere des Films, S. 556f.
  16. Brownlow, Pioniere des Films, S. 555f.
  17. „Wenn ich eine Sequenz raushaben will - ‚Wenn ich hier auf der Straße nach links gehen würde, dann könnten wir diesen ganzen Teil weglassen und hier wieder ansetzen‘ - dann können wir uns am Nachmittag die Kameras nehmen, auf die Straße gehen und es drehen. Das kostet gerade das Benzin für unser Auto und das Filmmaterial [...] Und das ergibt, alles zusammen, etwa zwei Dollar und neununddreißig Cent.“ – Keaton zitiert in Brownlow, Pioniere des Films, S. 556.
  18. Vgl. Kline, Jim: The Complete Films Of Buster Keaton sowie A Hard Act to Follow, Teil 3.

Wikipedia:Review
Review
Dieser Artikel befindet sich derzeit im Reviewprozess. Sag auch dort deine Meinung und hilf mit, ihn zu verbessern!


Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Buster_Keaton, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge