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Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

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Herkunft: http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Bundesregierung/Bundespresseamt/DasAmtimUeberblick/das-amt-im-ueberblick.html

Das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (BPA) mit Sitz in Berlin und Bonn ist die Informationszentrale der Bundesregierung. Hier laufen alle Informationen der einzelnen Bundesministerien zusammen. Die Behörde untersteht direkt dem Bundeskanzler. Ihr Amtschef ist in aller Regel gleichzeitig Regierungssprecher. Die offizielle Bezeichnung des Amtschefs lautet daher Chef des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung und Sprecher der Bundesregierung. Der Chef des Amtes besitzt den Rang eines (beamteten) Staatssekretärs, gelegentlich wurde die Leitung auch einem Bundesminister für besondere Aufgaben übertragen.

Inhaltsverzeichnis

Ein kurzer Rückblick

Einen Tag nach seiner Wahl zum ersten Kanzler der Bundesrepublik Deutschland (am 15. September 1949) richtete Konrad Adenauer als Geschäftsstelle der Bundesregierung das Bundeskanzleramt ein. Dies wurde auch der Gründungstag des Presse-und Informationsamtes der Bundesregierung (kurz: Bundespresseamt).

Nach den Erfahrungen mit dem berüchtigten Reichspropagandaministerium des totalitären Naziregimes orientierte sich die erste Bundesregierung beim Aufbau des Bundespresseamtes an Organisationsformen aus der Weimarer Republik. Adenauer wollte nicht nur eine Pressestelle im Kanzleramt, sondern eine selbständige Behörde. Der Chef des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung untersteht direkt dem Bundeskanzler.

Das Bundespresseamt ist keine Behörde, die reguliert oder gar beaufsichtigt: Die Presse ist frei, und eine Zensur findet nicht statt (Artikel 5 Absatz 1, Satz 2 und 3 Grundgesetz).

Die Aufgaben

Das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung erfüllt zwei wesentliche Aufgaben:

Information über die Arbeit der Bundesregierung und interne Information für die Arbeit der Bundesregierung.

Nach außen informiert das Bundespresseamt einerseits die Bürgerinnen und Bürger sowie andererseits die Medien über die Politik der Bundesregierung, über Maßnahmen, Gesetze, Strategien und Hintergründe der Politik. Denn Meinungsfreiheit und Urteilsfähigkeit setzen Information und Sachkenntnis voraus - wer sich politisch beteiligen oder entscheiden will, muss über die Politik Bescheid wissen.

Die Medien

Der Informationspflicht gegenüber den Medien kommt die Regierung mit verschiedenen Instrumenten nach, beispielsweise mit regelmäßigen Pressekonferenzen zu aktuellen politischen Themen. Die Bundespressekonferenz - ein unabhängiger Zusammenschluss der deutschen Parlamentsjournalisten - lädt den Regierungssprecher und die Sprecher der Ministerien dreimal wöchentlich zur Pressekonferenz ein. Dort stehen sie den Hauptstadtjournalisten Rede und Antwort.

Im übrigen ist das Büro Chef vom Dienst (CvD) erste Anlaufstelle für Anfragen von Journalisten. Der CvD veröffentlicht Pressemitteilungen des Bundeskanzlers und der Regierung.

Für die Medien unterhält das Presseamt eine Seite im Internet. Unter cvd.bundesregierung.de stehen neben tagesaktuellen Nachrichten Hintergründe, Materialien und Dokumente zur Regierungspolitik zur Verfügung.

Im Bildarchiv stehen mehr als zwei Millionen Aufnahmen des Bundespräsidenten und des Bundeskanzlers bei offiziellen Terminen im In- und Ausland zur Verfügung.

Die Öffentlichkeit

Die Regierung informiert die Bürgerinnen und Bürger auch unmittelbar. Auf den Seiten www.bundesregierung.de und www.bundeskanzlerin.de liefert das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung tagesaktuelle Informationen zur Politik der Bundesregierung, Materialien und Originaldokumente.

Zahlreiche Broschüren, Ratgeber und Faltblätter bieten den Bürgerinnen und Bürgern darüber hinaus Informationen zu wichtigen ressortübergreifenden Themen der Regierungspolitik.

Das Bundespresseamt betreut auch die Besucher der Bundestagsabgeordneten. Jede und jeder Abgeordnete kann jährlich zwei Besuchergruppen aus seinem Wahlkreis nach Berlin einladen, das sind 85.000 Personen im Jahr. Feste Programmpunkte dieser Besuche sind das Bundespresseamt, Gespräche mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages und Experten der Ministerien. Außerdem findet jedes Jahr in Berlin ein Tag der offenen Tür der Bundesregierung statt, den das Bundespresseamt federführend organisiert.

Nach innen informiert das Amt die Bundesregierung und den Bundestag, den Bundeskanzler und den Bundespräsidenten sowie deren Mitarbeiter über die Nachrichtenlage in Deutschland und der Welt mit Nachrichten- und Presseauswertungen, persönlichen Unterrichtungen und sonstigen tagesaktuellen Informationen. Denn für angemessene und verantwortliche politische Entscheidungen und Strategien sind umfassende und zuverlässige Informationen aus dem In-und Ausland ebenfalls unverzichtbar.

Interne Kommunikation

Die zweimal täglich erscheinende Pressemappe für die Bundeskanzlerin enthält ausgewählte Beiträge in- und ausländischer Zeitungen und Zeitschriften. Elektronische Nachrichtenspiegel informieren über wichtige Meldungen, Berichte, Kommentare und Interviews. Sie orientieren die Mitglieder der Regierung, die Bundestagsabgeordneten und die Mitarbeiter in Ministerien und Parlament.

Im Pressearchiv stehen rund 2.500 Titel in- und ausländischer Publikationen zur Verfügung. Zur Recherche und Dokumentation verwendet das Amt die Dienste aller wichtigen Nachrichtenagenturen aus dem In- und Ausland, die Berichterstattung in den größten Tages- und Wochenzeitungen sowie den bedeutendsten Zeitschriften im In- und Ausland. Darüber hinaus werden die politisch relevanten Sendungen von Hörfunk- und Fernsehprogrammen aus dem In- und Ausland aufgezeichnet. Auch die Nachrichten aller wichtigen Online-Angebote ausgewertet.

Gebäude

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Das Gebäude in der Dorotheenstraße 84 in Berlin-Mitte
Bild:BPA Bonn.JPG
Zweiter Dienstsitz des BPA in der Bundesstadt Bonn

Berlin

Der Berliner Sitz des Amtes ist im ehemaligen Reichspostscheckamt in der Berliner Dorotheenstraße (Regierungsviertel) untergebracht. Ein angrenzender Büro-Plattenbau aus DDR-Zeiten wurde bei der Sanierung des Postscheckamtes Ende der 90er Jahre in das Amt integriert. Nach hinten grenzt das Gebäude an die Spree (Reichstagufer). Ein moderner Anbau komplettiert hier das Gebäudeensemble.

Bonn

Das zwischen 1954 und 1956 erbaute Gebäude in der Bundesstadt Bonn befindet sich in der Welckerstraße 11. Es liegt inmitten des Bundesviertels unweit des Bonner Kanzleramts (Zweitsitz). Im Bonner Dienstsitz sind 120 Mitarbeiter beschäftigt. In den letzten Jahren wurde es für zehn Millionen Euro umgebaut. Bis zum Umzug des Kernbereichs der Bundesregierung nach Berlin 1999 war das BPA hauptsächlich in der Bonner Welckerstraße untergebracht.

Chefs des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung sowie Sprecher der Bundesregierung

Name (Partei, Lebensdaten) Amtsantritt Ende der Amtszeit bekleideter Rang
Heinrich Böx (CDU) (1905–2004) 25. September 1949 10. November 1949 (beamteter) Staatssekretär
Paul Bourdin (1900–1955) 10. November 1949 28. Februar 1950 (beamteter) Staatssekretär
Heinrich (Heinz) Brand (1887–1971) 28. Februar 1950 15. Dezember 1950 (beamteter) Staatssekretär
Fritz Twardowski (1890–1970) 16. Dezember 1950 15. Februar 1952 (beamteter) Staatssekretär
Felix von Eckardt (CDU) (1903–1979) 16. Dezember 1952 30. April 1955 (beamteter) Staatssekretär
Edmund Forschbach (1903–1988) 1. Mai 1955 30. Juni 1956 (beamteter) Staatssekretär
Felix von Eckardt (CDU) (1903–1979) 1. Juli 1956 30. Juni 1962 (beamteter) Staatssekretär
Karl-Günther von Hase (CDU) (* 1917) 1. Juli 1962 14. November 1967 (beamteter) Staatssekretär
Günter Diehl (1916–1999) 15. November 1967 1969 (beamteter) Staatssekretär
Conrad Ahlers (SPD) (1922–1980) 1969 1972 (beamteter) Staatssekretär
Rüdiger Freiherr von Wechmar (FDP) (* 1923) 1972 20. Mai 1974 (beamteter) Staatssekretär
Klaus Bölling (* 1928) 20. Mai 1974 15. Dezember 1980 (beamteter) Staatssekretär
Kurt Becker (1920–1987) 15. Dezember 1980 28. April 1982 (beamteter) Staatssekretär
Klaus Bölling (* 1928) 29. April 1982 4. Oktober 1982 (beamteter) Staatssekretär
Diether Stolze (1929-1990) 12. Oktober 1982 19. Mai 1983 (beamteter) Staatssekretär
Peter Boenisch (1927–2005) 19. Mai 1983 14. Juni 1985 (beamteter) Staatssekretär
Friedhelm Ost (CDU) (* 1942) 21. Juni 1985 21. April 1989 (beamteter) Staatssekretär
Hans Klein (CSU) (1931–1996) 21. April 1989 20. Dezember 1990 Bundesminister für besondere Aufgaben
Dietrich Vogel (* 1931) 1990 28. Februar 1995 (beamteter) Staatssekretär
Peter Hausmann (CSU) (* 1951) 1. März 1995 14. Juni 1998 (beamteter) Staatssekretär
Friedrich Bohl (CDU) (* 1945) 1998 1998 Bundesminister für besondere Aufgaben, Chef BPA
Otto Hauser (CDU) (* 1952) 1998 1998 Parl. Staatssekretär beim Bundeskanzler, Sprecher der Bundesregierung
Uwe-Karsten Heye (SPD) (* 1940) 1998 2002 (beamteter) Staatssekretär
Béla Anda (SPD) (* 1963) Oktober 2002 2005 (beamteter) Staatssekretär
Ulrich Wilhelm (CSU) (* 1961) 2005 heute (beamteter) Staatssekretär

Stellvertretende Chefs des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung sowie Stellvertretende Sprecher der Bundesregierung

Name (Lebensdaten, Partei) Amtsantritt Ende der Amtszeit bekleideter Rang/Funktion
Charima Reinhardt 1998 Oktober 2002 Stellvertretende Sprecherin der Bundesregierung
Béla Anda (SPD) (* 1963) Februar 1999 Oktober 2002 Stellvertretender Sprecher der Bundesregierung
Hans-Hermann Langguth (Bündnis 90/Die Grünen) (* 1965) Oktober 2002 2005 1. Stellvertretender Sprecher der Bundesregierung und Stellvertretender Leiter des BPA
Thomas Steg (SPD) (* 1960) Oktober 2002 heute 2. Stellvertretender Sprecher der Bundesregierung, seit 2005 Stellvertretender Sprecher der Bundesregierung und Stellvertretender Leiter des BPA
Peter Ruhenstroth-Bauer 1998 Oktober 2002 Ministerialdirektor und Stellvertretender Chef des BPA
Herbert Mandelartz November 2002 2005 Ministerialdirektor und Stellvertretender Chef des BPA
Michael Sternecker Anfang 2006 heute Ministerialdirektor und Stellvertretender Chef des BPA


Siehe auch

Quellen

Weblinks

Persönliche Werkzeuge