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Bundesautobahn 40

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Basisdaten
Gesamtlänge: 94 km
Bundesland:Nordrhein-Westfalen
Karte
Wikipedia
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Die Bundesautobahn 40 (Abkürzung: BAB 40) – Kurzform: Autobahn 40 (Abkürzung: A 40) – (früher A 2 bzw. A 430 (westlich/östlich vom Kreuz Kaiserberg)) – verläuft von der niederländischen Grenze bei Straelen in Weiterführung der A 67 (NL) von West nach Ost über den linken Niederrhein quer durch das Ruhrgebiet nach Dortmund, wo sie am Autobahnkreuz Dortmund-West in der Nähe der Stadtgrenze zu Bochum in die autobahnähnlich ausgebaute Bundesstraße 1 und im weiteren Verlauf ab Holzwickede in die A 44 übergeht.

Der bisher nicht zu einer Autobahn erfolgte Ausbau der B 1 im Dortmunder Stadtgebiet hat planungsrechtliche und städtebauliche Gründe. Der Straßenbenutzer registriert den Umstand in erster Linie durch die unterschiedliche Beschilderung mit den gelben Zeichen für Bundesstraßen an Stelle der blauen für Autobahnen. Zudem gibt es im Dortmunder Stadtgebiet zwei Kreuzungen mit Ampeln.

Die A 40 von Duisburg bis Dortmund-West und die B 1 im Stadtgebiet Dortmund bilden im Zusammenhang den Ruhrschnellweg, eine Schnellstraße mit einem der höchsten Verkehrsaufkommen (>140.000 KFZ/Tag) in Deutschland. Aufgrund dieser extrem hohen Verkehrsbelastung und wegen der Dichte der Anschlussstellen kommt es regelmäßig in den Stoßzeiten zu Verkehrsstaus. Deshalb wird sie von einigen Bewohnern der Region auch als „Ruhrschleichweg“ oder der „längste Parkplatz des Ruhrgebiets“ bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Planungen für den Ruhrschnellweg begannen bereits 1926, zu einer Zeit, als noch mehr als 1/3 aller Verkehrsteilnehmer mit Pferdefuhrwerken unterwegs waren. Zu dieser Zeit war die heutige A 40 eine verhältnismäßig kleine Straße mit gerade mal einer signalgeregelten Kreuzung. 1934 wurde die bestehende Straße in R 1 umbenannt. Im Jahr 1935 war die Reichsstraße 1 im Bereich der heutigen A 40 fertig und wies einen neun Meter breiten Querschnitt auf, rund zwanzig Zentimeter weniger als der schmalste Querschnitt heute.

Aufgrund der zunehmenden Verkehrsbelastung begannen 1952 Überlegungen, die Straße vierspurig auszubauen. Zugrundegelegt wurde eine Geschwindigkeit von 80 km/h. Hinzu kommt auch ein vier Meter breiter Mittelstreifen. Zwischen Dortmund und Wattenscheid (heute Stadtteil von Bochum) sollten zudem Radwege gebaut werden. Ab 1954 erfolgte der Ausbau, und im November 1955 wurde der erste Abschnitt zwischen Essen-Kray und der Stadtgrenze von Bochum eingeweiht. Im Juli 1957 wurde ein zweiter Abschnitt in Dortmund fertiggestellt. 1958 war der Abschnitt zwischen Wattenscheid und Bochum fertig. 1960 wurde der Ruhrschnellweg auf dem damaligen Bochumer Stadtgebiet eingeweiht. Am 24. Oktober 1961 wurde der erste Abschnitt in Essen für den Verkehr freigegeben. Im November 1962 war der Abschnitt zwischen Dortmund und Unna vollendet, und ein Jahr später wurde das letzte oberirdische Teilstück eingeweiht.

1967 wurden die Radwege entlang des Schnellweges zugunsten des Automobilverkehrs zurückgebaut und die Straße verbreitert. Im September 1970 war auch der Tunnel in Essen fertig und wurde am 25. September durch Gustav Heinemann eingeweiht. Am 1. Januar 1977 wurde die Bundesstraße 1 schließlich zur Bundesautobahn 430 umgewidmet.

Durch den Fall des Eisernen Vorhangs 1989 und die darauf folgende EU-Osterweiterung erhielt der Ruhrschnellweg neben seiner historischen Funktion als Ruhr-Magistrale zusätzlich die Aufgabe der Verbindung des niederländischen Wirtschaftsraumes mit den ostdeutschen, polnischen und ukrainischen Wirtschaftszentren. Wie die Perlen einer Kette reihen sich die Agglomeration Rotterdam, das Ruhrgebiet, das Mitteldeutsche- und das Oberschlesische Revier, der Ballungsraum Kiew und die Industrieregion Donezbecken aneinander; die A 430 wird Teil einer bedeutenden europäischen Verkehrsachse. In Teilen der Politik und in Kreisen der Rhein-Ruhr-Wirtschaft wurde in den 1990er Jahren frühzeitig auf die zu erwartenden, weiter steigenden Verkehre in Ost-West-Richtung und den im Ruhrgebiet drohenden Verkehrskollaps hingewiesen. Als Lösungsansatz wurde neben der Vollendung der A 44 unter anderem auch eine zum Ruhrschnellweg parallel verlaufende, privat zu erstellende und zu bewirtschaftende Tunnellösung zwischen Dortmund und Duisburg diskutiert, die wegen der zu erwartenden Kosten jedoch nicht weiter verfolgt wurde.

Bei der Neuordnung des Autobahnnetzes in Deutschland wurde im April 1992 die A 430 mit Teilen der bisherigen A 2 (Straelen-Duisburg/Kaiserberg) zur A 40 zusammengefasst, um die Doppelführung von A2 und A3 zwischen den Kreuzen Kaiserberg und Oberhausen zu vermeiden und der gestiegenen Verkehrsbedeutung des Ruhrschnellweges zu entsprechen.

Zwischen März und August 2005 wurden auf der Strecke zwischen Bochum-Werne und Dortmund-West die für eine Bundesautobahn vorgeschriebenen blauen Hinweisschilder aufgestellt. Aus Kostengründen war dieser Teilabschnitt – obwohl als Autobahn geführt – noch mit den alten Hinweisschildern der B 1 ausgestattet und als Kraftfahrstraße beschildert.

Nach 2004 wurde auch 2005 der auf Essener Stadtgebiet befindliche Tunnel unter der Innenstadt hindurch vom ADAC bei einem Sicherheitscheck erneut als „mangelhaft“ eingestuft.

Zwischen den Anschlussstellen Essen-Zentrum (Ost) und Essen-Kray befindet sich die einzige Spurbusstrecke zwischen zwei Autobahnspuren. Diese Spur beinhaltet die Haltestellen Oberschlesienstr., Feldhaushof, Frillendorfer Platz und Schönscheidtstraße und wird von den Buslinien 146 und 147 der EVAG bedient. Bis 1985 fuhr hier stattdessen die Straßenbahn.

Zwischen den Anschlußstellen Essen-Zentrum und Mülheim-Heimaterde verkehrt die U-Stadtbahnlinie U18.

Auf Essener Gebiet wurde vor einigen Jahren sogenanter Flüsterasphalt verlegt, auch um den wartenden Fahrgästen die Wartezeit erträglicher zu machen. Diese Maßnahme diente aber vor allem dem Lärmschutz der Anwohner, da die Strecke mitten durch dichtbesiedeltes Gebiet führt.

Zukunftsaussichten

Vorgesehen ist nach dem Um- und Ausbau der B 1 auf Dortmunder Stadtgebiet, diesen Abschnitt des Ruhrschnellwegs bis zur sich östlich anschließenden A 44 ebenfalls zur Autobahn aufzuwerten. Mit dem geplanten Autobahntunnel zwischen Max-Eyth-Straße und Märkischer Straße und dem Rückbau des dann nur noch für innerstädtischen Verkehr vorgesehenen Westfalendamms besteht die Chance, dass der Dortmunder Stadtteil Gartenstadt seine alte Mitte zurückbekommt und an Lebensqualität gewinnt.

Im Rahmen der drohenden Schließung des Opel-Standortes Bochum im Herbst 2004 erinnerte sich die Politik daran, dass der Bau der sog. Opel-Spange bereits seit langem beschlossen ist. Neben dem Ausbau der A 44 bis zur ehemaligen NS 7 in Bochum bei Opel ist es geplant, die A 40 von Bochum-Stahlhausen bis zur Anschlussstelle Gelsenkirchen-Süd sechsspurig auszubauen, um den Verkehr zu entlasten. Wann mit diesem Ausbau begonnen wird, ist derzeit noch sehr unklar. Im Anschluss daran wird die Anschlussstelle Bochum-Stahlhausen und das Ende der heutigen Straße Donezk-Ring zu einem Autobahnkreuz umgebaut. Der Donezk-Ring sowie der Oviedo-Ring und der Nordhausen-Ring sollen dann zur Autobahn aufgestuft werden. Der erste Abschnitt wird dann zur A 441 und der weitere Verlauf der Strecke ab Bochum-Weitmar Bestandteil der A 44. Die exakte Stelle, wo die Autobahnen wechseln, ist noch nicht festgelegt.

Die genannten Vorhaben befinden sich zur Zeit im Planfeststellungsverfahren, bzw. sind Planfestgstellt und sind im Investitionsrahmenplan des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung für die Jahre 2006 bis 2010 vorgesehen. Für den Ausbau der Anschlussstelle Gelsenkirchen werden die Kosten auf 11,4 Millionen Euro, für den Abschnitt zwischen Gelsenkirchen und Bochum-Stahlhausen auf 30,2 Millionen Euro, für die Anschlussstelle Stahlhausen auf 60,0 Millionen Euro und für den Abschnitt zwischen Dortmund-Mitte auf Höhe der L 672 und Dortmund-Ost an der B 236 werden die Kosten auf 193,3 Millionen Euro geschätzt. Für den im Bau befindlichen Abschnitt zwischen Dortmund-West und Dortmund-Mitte rechnet man mit Kosten in Höhe von 70,7 Millionen Euro.

Namensgebung

Die Bezeichnung A 40 war ursprünglich für die so genannte „Lipperand-Autobahn“ vorgesehen, die aber nie gebaut wurde. Beginnen sollte diese nördlich von Kamp-Lintfort und nördlich an Dinslaken, Gladbeck, Herten, Recklinghausen, Lünen, Werne, Hamm und Ahlen vorbeiführen und nördlich von Beckum auf die heutige A 2 treffen.

Damit hätte sie auch in das Schema der aufsteigenden Numerierung der West-Ost-Autobahnen von Norde nach Süd gepasst:

  • A 42: Kamp-Lintfort – Duisburg-Nord – Oberhausen – Geslsenkirchen – Dortmund-Nordwest
  • A 44: Aachen – Düsseldorf-Nord - Bochum-Süd – Dortmund-Süd – Kassel
  • A 46: Heinsberg – Düsseldorf-Süd - Wuppertal – Hagen – Bestwig
  • A 48: Koblenz ...

Mit der Umbenennung der A 430 in A 40 liegt diese somit zwischen A 42 und A 44.

Siehe auch

Weblinks

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