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Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

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Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) ist für den Zivilschutz der Bundesrepublik Deutschland zuständig.

Es untersteht dienstlich dem Bundesinnenminister und sein Präsident ist Christoph Unger. Der Vizepräsident ist der ehemalige Vizepräsident des Bundeskriminalamtes, Rudolf Atzbach.

Der Dienstsitz befindet sich seit Juli 2006 in Bonn, Ortsteil Lengsdorf (davor im Ortsteil Bad Godesberg).

Das BBK gibt die Zeitschrift: „Bevölkerungsschutz“ vierteljährlich heraus.

Inhaltsverzeichnis

Aufgaben

Das BBK hat Aufgaben im Bereich der Zivilen Verteidigung, des Zivilschutzes und des Katastrophenschutzes. Dazu gehören:

Für die Koordinierung der Katastrophenhilfe wurde das GMLZ (Gemeinsames Melde- und Lagezentrum) und das Deutsches Notfallvorsorge-Informationssystem (deNIS) eingerichtet. Eine weitere Aufgabe ist die Koordinierung von Nachsorge, Opfer- und Angehörigenhilfe (NOAH) bei Katastrophen und Terroranschlägen im Ausland. Die Fachinformationsstelle Zivil- und Katastrophenschutz (FIS) bietet allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern im integrierten Hilfeleistungssystem die Ausleihe von Fachliteratur und Kopien aus Fachzeitschriften an. Aus- und Fortbildung findet an der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) in Bad Neuenahr-Ahrweiler statt.

Fachinformationsstelle

Die Fachinformationsstelle Zivil- und Katastrophenschutz ist ein Fachbereich im Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Sie sammelt, erschließt und vermittelt Fachliteratur zu allen Themen des Zivil- und Katastrophenschutzes.

Sie unterstützt den Bevölkerungsschutz bei Bund, Ländern, Gemeinden und Hilfsorganisationen mit moderner Informationsvermittlung und bietet ihren Kunden durch die Aufbereitung und Strukturierung von Wissen einen Mehrwert für die tägliche Arbeit. Als Vermittler von Daten, Fakten und Informationen zu Fragen des Bevölkerungsschutzes erschöpft sich der Service der FIS nicht nur in der Ausleihe von Büchern. Im Internet kann jeder Interessent in 'deLiKat', der deutschen Literaturdatenbank für Zivil- und Katastrophenschutz, online recherchieren. Derzeit sind ca. 30.000 Dokumente in der Datenbank enthalten. Die FIS verfügt insgesamt über einen Bestand von rund 53.000 deutsch- und englischsprachigen Medien (Bücher, Aufsätze, Videofilme, DVD und CD-ROM). Die FIS besteht aus Bibliothek und Dokumentation.

Geschichte der Zivilschutzbehörden

  1. 1952 wird die Unterabteilung Ziviler Luftschutz im Bundesinnenministerium eingerichtet.
  2. 1955 wird die Unterabteilung in die Bundesanstalt für zivilen Luftschutz überführt.
  3. 1957 wird diese Anstalt der Bundesdienststelle für zivilen Bevölkerungsschutz unterstellt.
  4. 1958 wird aus dieser Dienststelle das Bundesamt für zivilen Bevölkerungsschutz.
  5. 1974 wird es in Bundesamt für Zivilschutz umbenannt.
  6. 2001 werden die Aufgaben des Bundesamtes durch das Haushaltssanierungsgesetz von 1999 dem Bundesverwaltungsamt übertragen. Die Aufgaben werden von der Zentralstelle für Zivilschutz wahrgenommen. Das Amt wird aufgelöst.
  7. Am 1. Mai 2004 wird das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe aus der Zentralstelle für Zivilschutz wieder ausgegründet, da sich Unzulänglichkeiten bei der Bekämpfung des Elbehochwasser 2002 und bei der generellen Organisationsfähigkeit der Zentralstelle gezeigt haben.

Weblinks


Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Bundesamt_f%C3%BCr_Bev%C3%B6lkerungsschutz_und_Katastrophenhilfe, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.


Koordinaten: 50° 40' 11" N 07° 09' 55" O

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