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Bugojno
Aus Kefk.
| Wappen | Karte | |||
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| Basisdaten | ||||
| Staat: | Bosnien-Herzegowina | |||
| Entität: | Föderation | |||
| Kanton: | Zentralbosnien | |||
| Koordinaten: | Koordinaten: 44° 3' N, 17° 27' O44° 3' N, 17° 27' O | |||
| Höhe: | 548 m ü. A. | |||
| Fläche: | 503 km² | |||
| Einwohner: | 37.468 (31.12.2006) | |||
| Bevölkerungsdichte: | 74 Einwohner je km² | |||
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Bugojno (deutsch veraltet Wugein) ist eine Stadt in Bosnien und Herzegowina. Sie hat 37.000, meist bosnische Einwohner. Bugojno liegt in etwa 100 km Entfernung zur Adria, im Herzen Bosniens.
Im Bosnienkrieg wurden die meisten serbischen Einwohner der Stadt vertrieben, nur ein Teil von ihnen konnte bisher zurückkehren . Die Spuren des Kriegs sind noch allgegenwärtig. Das nie fertiggebaute Krankenhaus steht als Gerippe einem kleinen Hügel,es wurde jedoch ein altes Krankenhaus in der Stadt erweitert. In den letzten Jahren wurde viel in Bugojno aufgebaut. Bugojno besitzt ein Gymnasium, das einen regelmäßigen Austausch mit dem Gymnasium Martineum in Halberstadt betreibt.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie
Geografische Lage
Die Gemeinde Bugojno befindet sich im südwestlichen Teil Bosnien und Herzegowinas. Die Lage der Stadt befindet sich in dem Tal "Skopaljska dolina". Dieses Tal befindet sich auf ca. 570 m ü. NN und nimmt eine Fläche von 366 Quadratkilometern ein.
Geologie
Nachbargemeinden
Die Gemeinde Bugojno grenzt mit Gornji Vakuf, Kupres, Donji Vakuf und Travnik. Hauptsächlich sind die Grenzen zwischen den Gemeinden natürlichen Ursprungs. Die Stadt Bugojno ist umgeben von den Bergen Kalin (1530 m), Rudina (1385 m), Stozer (1662 m) und weiteren kleineren. Der Fluss Vrbas fließt durch die Stadt und wird durch zahlreiche Zuflüsse ergänzt.
Stadtgliederung
In der Stadt Bugojno ist immer was los - diese Stadt schläft anscheinend im Sommer nicht. Überall sind Menschen auf den Straßen unterwegs. In der Altstadt findet jeder etwas nach seinem Geschmack: Tavernen, Cafes, Musikkneipen, Restaurants und moderne Boutiquen. Das Nachtleben ist spektakulär für eine Stadt mit ca. 34,500 Einwohnern: Am Wochenende ist immer die Hölle los - in den Pubs bekommt man meistens nur noch Stehplätze und die Discos sind auch immer voll.
Klima
Wegen seiner einzigartigen geographischen Lage eignet sich Bosnien und Herzegowina zu allen Jahreszeiten zum Besuch. Das Klima ist für alle Saisonsportarten und alle Touristentypen geeignet: Von denjenigen die sich nach der sonnigen adriatischen Küste sehnen zu den Skifahrerern, die auf der Suche nach verschneiten Bergabhängen sind – Bosnien und Herzegowina bietet das Beste von allem. Das Zusammentreffen des Mittelmeer- und Kontinentalklimas ergibt eine besondere Mischung verschiedener Klimatypen in diesem kleinen Raum. In kontinentalem Teil des Landes ist das Klima dem von Zentral-Europa ähnlich: warme Sommer, kühle Frühling- und Herbstzeiten und kalte Winter mit viel Schnee. Mediterranes und kontinentales Klima treffen aufeinander im Zentralteil des Landes, und bilden dadurch eines der vielfältigsten Ökosysteme in Europa. Die Gebirge haben ihr eigenes Klima. Das Bergklima kommt ab 1700 m ü.d.M. auf der Berglandschaft der hohen Dinariden zum Vorschein. Es ist durch kurze Winter, die länger als sechs Monate dauern, mit Temperaturen bedeutend unter O Grad gekennzeichnet.
Geschichte
Im Mai 1992 nahm die Jugoslawische Volksarmee die Stadt unter Artilleriebeschuss, Muslime und Kroaten schlossen sich zur Verteidigung der Stadt zusammen. Leider hielt diese Allianz nicht lange, durch den Verlust von Ost-Bosnien folgten viele muslimische Flüchtlinge, dadurch kam es zu Spannungen. Im Juli 1993 nahmen muslimische Regierungstruppen bei einer Offensive zahlreiche kroatische Soldaten und Zivilisten fest. Man brachte die gefangenen Kroaten in neun Gefangenenlager, die meisten wurden im Sportstadion der Stadt untergebacht. 2500 Zivilsten sowie 300 Soldaten des HVO waren unter diesen Gefangenen, ein Teil der Gefangenen wurde später umgebracht. Die Gefangenenlager hat auch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) besucht, und als viele der schlimmsten Lager in Bosnien überhaupt registriert. Durch ethnische Säuberungen müssten 20.000 Kroaten Bugojno verlassen.
Religionen
In diesem Land ist schwer nur eine Stadt zu finden, die gleichzeitg nicht sowohl eine Moschee, als auch eine Kirche hat. Diese Tatsache zeugt am besten davon, dass Bosnien und Herzegowina ein Treffpunkt der östlichen und westlichen Zivilisation ist. Die mittelalterliche bosnische Kirche ist ein guter Ausgangspunkt, um das moderne Bosnien und Herzegowina zu begreifen. Die neuangekommenen Slawen haben von den alteingesessenen Illyrern das leidenschaftliche Verhältnis zu sich selbst geerbt und eine sich eigene Form des Christentums, den Bogomilismus, entwickelt. Dieser dualistische Glaube, der aus Persien stammt und bei anderen Völkern auch bekannt ist, hatte in Bosnien eine spezifische Form. Während der Großteil Europas und Balkans unter dem Einfluss zweier Hauptrichtungen des Christentums stand, ehrte man im geographisch isolierten Bosnien und Herzegowina den christlichen Gott mit vielen paganen Zusatzelementen. Obwohl die römisch-katholische und die orthodoxe Kirche um Übermacht in der Region kämpften, gelang es der bosnischen Kirche ihr einzigartiges Glaubenssystem, die manichäische Weltanschauung, durch Jahrhunderte zu erhalten.
Der katholische Einfluss war in den Zentral- und Nordteilen von Bosnien spürbar, während die Orthodoxie in der Ost-Herzegowina und längs der Grenze zwischen Bosnien und Herzegowina und Serbien ihre Wurzeln schlug. Die Übernahme der Herrschaft durch das Osmanische Reich hatte einen gößeren geschichtlichen Einfluss auf die Religion in Bosnien und Herzegowina, als die Versuche der römisch-katholischen und orthodoxen Kirche in der vorhergehenden Periode. Das Osmanische Reich kam in diese Region im 14. Jahrhundert und in den darauffolgenden 250 Jahre kehrte die Mehrheit der Bevölkerung zum Islam um. Im 16. Jahrhundert kommt die vierte ethnische Gruppe: Viele der sefardischen Juden, die im Jahre 1492 aus Spanien vertrieben waren, siedelten sich in Sarajevo, Mostar, Travnik und in anderen größeren bosnischen Städten an und fanden unter osmanischen Herrschaft Aufnahme als Händler mit ihrer Kultur, Sprache und Religion. In Titos Jugoslawien entfremdeten sich die meisten Menschen von ihrer Religion. Die Religion zu praktizieren war zwar erlaubt, aber man sah es misstraurisch an, der Säkularismus wurde ermutigt und die Religionsleader wählte die kommunistische Partei aus. Bosnien und Herzegowina ist ein Land vieler Religionen, was auch durch Geschichte zu einem seiner Hauptmerkmale wurde und was bis heute unbestrittene Tatsache bleibt.
Einwohnerentwicklung
Bevölkerung in der Gemeinde Bugojno 1991:
- Gesamt 1991: 46.843
- Bosnier: 19.724 (42,1%)
- Kroaten: 15.963 (34,1%)
- Serben: 8.854 (18,9%)
- Andere: 2.302 (4,9%)
Bevölkerung in der Gemeinde Bugojno 1997:
- Gesamt 1997: 31.074
- Bosnier: 28.474 (91.6%)
- Kroaten: 2.200 (7,1%)
- Serben: 400 (1,3%)
Am 31. Dezember 2006 hatte die Gemeinde Bugojno offiziell 37.468 Einwohner.
Tourismus
In letzten Jahren kehrten viele Vertriebene nach Bugojno zurück und jetzt bekommt die Stadt ihr altes Gesicht, als Stadt in der Bosniaken, Kroaten und Serben zusammen leben, zurück. Das Gebiet Koprivice befindet sich westlich in Richtung Kupres. Dieses große Waldgebiet war einst Titos beliebtes Jagdrevier. Die dichten Wälder und das Fehlen der menschlichen Siedlungen machten die Gegend zum Lebensraum der Bären, Wölfe, Hirsche, Wildschweine und anderer wilden Tiere. Die Jagdgesellschaften sind sehr aktiv in diesem Gebiet und die Wälder beherbergen zahlreiche Jagd- und Berghütten. Duboka Dolina ist Jagdreservat, reich an Rottannen. Das Gebirge Kalin ist an Wochenenden ein beliebter Ort für Wanderer und Naturliebhaber. Die Umgebung von Bugojno ist durch wunderschöne Landschaften, die ein wahres Paradies für Augen sind, gekennzeichnet.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
Parks
Sport
Nachtleben
Öffentliche Einrichtungen
Bildung
Literatur
Weblinks
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