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Budgetinzidenz

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Die Budgetinzidenz stellt die zusammengefassten Belastungswirkungen von Staatseinnahmen und Staatsausgaben dar. Bei ihrer Herleitung gilt stets die staatliche Budgetgleichung; alle Steuereinnahmen decken staatliche Güterkäufe oder Transferzahlungen.

Im Rahmen der Steuerlehre bleiben jedoch die mit den Staatsausgaben verbundenen Nutzen öffentlicher Güter außer Betracht (Steuerinzidenz); es werden höchstens Geldrückflüsse an den privaten Sektor modelliert, damit sich ein geschlossener Wirtschaftskreislauf ergibt. Die vergleichende Gegenüberstellung der steuerlich verursachten Nutzeneinbußen und der durch öffentliche Güter und Transfers verursachten Nutzengewinne - also die Frage nach dem optimalen Umfang der Staatstätigkeit - ist Gegenstand der allgemeinen Staatslehre und Finanzwissenschaft.

In manchen Fällen ist das mit der Budgetinzidenz verfolgte Erklärungsziel zu ambitioniert und man beschränkt sich auf die so genannte spezifische Inzidenz. Eine weitere Analysetechnik ist die differentielle Inzidenz.

Die Budgetinzidenz und die differentielle Inzidenz liegen logisch auf einer Ebene. Diese beiden Techniken unterscheiden sich nur in der Fragegestellung. Die spezifische Inzidenz hingegen bildet eine Vorstufe zur Untersuchung der Budgetinzidenz, und die hierbei gewonnenen Resultate sind mit Vorsicht zu genießen.

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