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Buddy Bär

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Bild:Buddy Bear Hoffentlich.jpg
Hoffentlich (Modell „Tänzer“)

Der Buddy Bär (Buddy = Kumpel, Freund) ist eine individuell bemalte lebensgroße Bärenskulptur aus Glasfaser. Er wurde 2001 von Dr. Klaus Herlitz, ehemaliges Vorstandsmitglied der Herlitz AG, und seiner Frau Eva Herlitz in enger Zusammenarbeit mit dem österreichischen Künstler Roman Strobl entwickelt.

Im ersten Jahr wurden ca. 350 Bären bemalt und ab dem 20. Juni 2001 in ganz Berlin aufgestellt. Aufgrund des Erfolgs wurde die Aktion verlängert und es kamen noch weitere Bären hinzu.

Ziel der Buddy-Bär-Aktionen ist es, durch Versteigerungen Kinderhilfsorganisationen zu unterstützen. Das Projekt fand zahlreiche Unternehmen, Sportvereine und Prominente als Unterstützer. Die BSR zum Beispiel sorgte in den Jahren 2001 und 2002 für die Logistik und stellte für das Aufstellen der Bären den „Buddy Bär Express“ zur Verfügung. Ebenso unterstützte die BVG die Aktivitäten durch das Zurverfügungstellen eines ehemaliges Straßenbahndepot in der Blankenfelder Straße in Niederschönhausen, dort wurde ein Großraum-Atelier für die Bemalung der Bären eingerichtet.

Bild:Buddy Bear Vogelbär.jpg
Vogelbär (Modell „Freund“)
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Bärnhard (Modell „Akrobat“)

Die bis zu 2 m großen und rund 50 kg schweren Bären bestehen aus witterungsbeständigem glasfaserverstärkten Kunststoff und wurden auf einem Betonsockel montiert. Auf dem Sockel befindet sich meist eine Plakette, die den Namen des Bären, den Künstler und den Sponsor nennt. Es wurden vier verschiedene Bären-Modelle entworfen: ein auf allen Vieren stehender („Freund“), ein auf den Beinen stehender („Tänzer“), ein Kopfstand machender Bär („Akrobat“) sowie ein sitzender Buddy Bär. Sponsoren konnten die unbemalten Bären von der Buddy Bär Berlin GmbH für 2980 Mark (nunmehr zwischen 1.380 und 1.590 Euro) erwerben und waren in der Wahl der Motive völlig frei. Im Oktober 2001 kamen zu den vier großen Modellen noch zwei Varianten als Mini-Buddy-Bären mit 10,0 bzw. 17,5 kg Gewicht hinzu.

Rund um die Buddy Bären entstanden auch Merchandising-Artikel wie zum Beispiel kleine Miniaturen, Schlüsselanhänger, Schmuck sowie Mini-Bären aus Porzellan von KPM. Mittlerweile findet man auf der ganzen Welt Buddy-Bären als Botschafter Berlins, vor allem in Firmenniederlassungen, Hotels oder privaten Gärten. Insgesamt gibt es über 1.100 Bären, wovon sich rund 800 außerhalb Berlins und Brandenburgs befinden.

Aufgrund des großen Erfolges wurde im Jahr 2002 ein Kreis neuer Bären zusammengestellt, diesmal mit dem weiterführenden Gedanken, durch das Bild des friedlichen Nebeneinanders der Bären im Kreis für Toleranz und Völkerverständigung zu werben und durch Versteigerungen und andere karitative Aktivitäten, Spenden für UNICEF und andere Kinderhilfsorganisationen, wie z. B. das Kinder- und Jugendwerk „Die Arche“ zu generieren.

Der Kreis der United Buddy Bears besteht mittlerweile aus 142 Bären, von denen jeder ein Land der Vereinten Nationen repräsentiert und jeweils von einem Künstler des jeweiligen Landes gestaltet wurde. Er stand ab Juni 2002 für sechs Monate auf dem Pariser Platz in Berlin. Im Jahr 2003 wurde das völkerverbindende Projekt nochmals in Berlin gezeigt, die Eröffnung der Ausstellung nahm UNICEF-Weltbotschafter Sir Peter Ustinov vor. Anschließend gingen sie auf Welttournee. Ausgestellt wurden sie ab dem Jahr 2004 in Kitzbühel (Österreich), Hong Kong (unter der Schirmherrschaft von Jackie Chan) und Istanbul. Im Jahr 2005 folgten Tokio (die Eröffnung der Ausstellung wurde vorgenommen vom Bundespräsidenten Horst Köhler sowie dem japanischen Premier Junichiro Koizumi), Seoul und Anfang des Jahres 2006 Sydney. Sie stehen in der Regel in einem ca. 60 m durchmessenden Kreis, liebevoll und berechtigt auch „Die Kunst der Toleranz“ (The Art of Tolerance) genannt.

Im Sommer 2006 waren die United Buddy Bears wieder in Berlin zu sehen. Sie standen auf dem Bebelplatz in Berlin-Mitte. Aufgrund des geschichtsträchtigen Standortes kam es im Frühjahr 2006 zu einer kontroversen Diskussion in Berlin: So äußerte der Berliner Kultursenator Thomas Flierl seinen Unmut über die Bären, da der Bebelplatz ein Mahnmal an die Bücherverbrennung von 1933 ist. Mit seiner Meinung blieb der PDS-Senator aber sehr allein. Die jüdische Gemeinde zu Berlin begrüßte ausdrücklich die Aufstellung der Bären in der Mitte des Bebelplatzes und bezeichnete die Idee als „eine Aufwertung des Bebelplatzes“. Ebenfalls hat die benachbarte katholische Gemeinde der Sankt-Hedwigs-Kathedrale das Projekt begrüßt, ebenso auch der israelische Künstler und Bildhauer Micha Ullmann. Starke Unterstützung erhielt die Ausstellung in Berlin durch das Auswärtige Amt, den Berliner Senat und den Bezirk Berlin-Mitte. Die offizielle Eröffnung des Kreises am 15. Juni 2006 – anlässlich einer großen Festveranstaltung mit viel Prominenz aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Kunst – nahmen Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul und Bürgermeisterin Karin Schubert im Beisein von rund 60 Botschaftern vor.

Nach der Ausstellung in Berlin ging der Kreis erneut auf Welttournee und wurde zunächst im Herbst 2006 auf dem Karlsplatz in Wien präsentiert. Im Jahr 2007 sind Ausstellungen in Kairo und Jerusalem geplant, viele weitere Städte sind in Vorbereitung, darunter Kapstadt, Peking und St. Petersburg.

Die Idee, eine lebensgroße Tierskulptur aus Glasfaser in größerer Anzahl herzustellen und durch individuelle Bemalung zu originalen Kunstwerken zu machen, stammt von dem Schweizer Künstler Walter Knapp. Frühere Projekte dieser Art waren zum Beispiel die Kuh-Kultur in Zürich (1998), die CowParade in Chicago (1999) und New York (2000). Weitere Projekte sind die Münchner Löwenparade (2005) und die Pinguinale (2006). Das Projekt United Buddy Bears nimmt für sich in Anspruch, für Toleranz, ein friedliches Mit- und Nebeneinander, sowie für Völkerverständigung zu werben.

Siehe auch

Weblinks

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