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Bruno Apitz

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Bruno Apitz (* 28. April 1900 in Leipzig; † 7. April 1979 in Berlin) war ein deutscher Schriftsteller.

Bruno Apitz wurde als zwölftes Kind einer Waschfrau in der Elisabethstrasse geboren. Apitz besuchte bis zu seinem 14. Lebensjahr die Volksschule, danach machte er eine Ausbildung zum Stempeldrucker. Während des Ersten Weltkrieges war er ein begeisterter Anhänger Karl Liebknechts. Als er 17 Jahre alt war, hielt er eine Ansprache vor streikenden Arbeitern einer Munitionsfabrik, wofür er eine Gefängnisstrafe von 19 Monaten absitzen musste. 1919 wurde er SPD-Mitglied, 1924 schrieb er sein erstes Theaterstück Der Mensch im Nacken. 1927 trat er der KPD bei. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde er mehrfach wegen sozialistischer Antikriegs-Propaganda verurteilt und unter den Nationalsozialisten in verschiedenen Konzentrationslagern inhaftiert. Bis 1945 war Apitz Häftling im KZ Buchenwald, insgesamt acht Jahre lang.

Nach 1945 arbeitete er als Dramaturg der DEFA und Hörspielautor. 1946 war er Gründungsmitglied der SED. Als freischaffender Schriftsteller war er Mitglied im Hauptvorstand des Deutschen Schriftstellerverbands. 1953 erschien Esther im Almanach des PEN-Zentrums. 1958 wurde sein Roman Nackt unter Wölfen veröffentlicht, der, in 30 Sprachen übersetzt, ihm zu Weltruhm verhalf. Die DEFA verfilmte sein Buch 1963 unter der Regie von Frank Beyer. Apitz selbst arbeitete als Drehbuchautor und Schauspieler an der Verfilmung mit.

Apitz war Mitglied der Akademie der Künste und des PEN-Clubs der DDR. Die Stadt Leipzig verlieh ihm 1975 die Ehrenbürgerwürde. 1976 erschien sein autobiografischer Roman Der Regenbogen.


Inhaltsverzeichnis

Lebenslauf

Nach seiner vorzeitigen Entlassung 1918 beteiligte er sich in einer Leipziger Arbeiterhundertschaft an der Novemberrevolution und versuchte sich als Buchhändler. Wegen der Teilnahme am Buchhändlerstreik 1919 verlor der junge Apitz seine Lehrstelle. Zur Zeit des Kapp-Putsches, an dessen Niederschlagung er aktiv beteiligt war, veröffentlichte er seine ersten Gedichte und Kurzgeschichten in satirischen Wochenzeitschriften und in KPD-Zeitungen.

Heirat und Tod

1965 heiratete er Marlis Kieckhäfer, im gleichen Jahr wurde Tochter Sabine geboren.

Gewürdigt mit den höchsten Auszeichnungen der DDR, starb Bruno Apitz kurz vor seinem 79. Geburtstag in Berlin und wurde auf dem Zentralfriedhof Berlin-Friedrichsfelde beigesetzt.

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Das Grab von Bruno Apitz in Berlin

Kommunistische Bewegung

Seit 1927 war Bruno Apitz Mitglied der Kommunistischen Partei und der Roten Hilfe Leipzig. Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten nahm man ihn im Mai 1933 für drei Monate in Schutzhaft. Bereits ein Jahr nach seiner Entlassung wurde er wieder festgenommen und im Oktober 1934 zu zwei Jahren und zehn Monaten Zuchthaus wegen "Vorbereitung zum Hochverrat" verurteilt. Er hatte versucht die KPD in Leipzig erneut aufzubauen. 1937 kam er schließlich in das Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar, welches er für 8 Jahre nicht mehr verlassen sollte.

Werke

Weblinks


Wikipedia
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