Brunnenkresse

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Brunnenkresse
Bild:Illustration Nasturtium officinale0.jpg
Brunnenkresse (Rorippa nasturtium-aquaticum)
Systematik
Abteilung: Bedecktsamer (Magnoliophyta)
Klasse: Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige
(Rosopsida)
Unterklasse: Rosenähnliche (Rosidae)
Familie: Kreuzblütengewächse
(Brassicaceae)
Gattung: Sumpfkressen (Rorippa)
Wissenschaftlicher Name
Rorippa nasturtium-aquaticum
(L.) Hayek 1905

Die Brunnenkresse (Rorippa nasturtium-aquaticum), auch Wasserkresse, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Kreuzblütengewächse. Sie gehörte bisher zur Gattung Nasturtium (Nasturtium officinale), aber diese wurde in die Gattung Rorippa eingegliedert.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die mehrjährige Sumpf- bzw. Wasserpflanze hat hohle, runde Stängel und kleine, grasgrüne, unpaarig gefiederte Blätter. Die zwischen 15 und 20 cm langen Stängel liegen im Wasser, die rundlichen Wurzelblättchen treiben am unteren Ende. Sie blüht ab Mai, dann stehen viele weiße, 4-zählige Blüten in lockeren Blütentrauben.

Die Blätter besitzen durch Senföle und Bitterstoffe einen etwas scharfen, bitteren Geschmack.

Verbreitung

Die Brunnenkresse wächst überall auf der Welt in fließenden, nährstoffreichen Gewässern in sonniger bis halbschattiger Lage.

Diese Art bevorzugt kühles, schnell fließendes Wasser, wurde jedoch im Yellowstone-Nationalpark auch am Ufer von über 40 °C heißen Thermen beobachtet.

Verwendung

Die Brunnenkresse ist ein beliebtes Lebensmittel und wird gerne in Salaten verwendet. Sie besitzt einen frischen, leicht scharfen Geschmack, der durch den Gehalt an Senfölglykosiden verursacht wird. Er erinnert geschmacklich an die verwandte Gartenkresse. Brunnenkresse lässt sich auch in Wasserbecken kultivieren, es ist fließendes Wasser erforderlich.

Verwendung findet die Brunnenkresse auch in Suppen und Salaten, zur Garnierung von Sandwiches, zu Steaks und besonders schmackhaft mit rohem Spinat.

Sobald die Pflanzen blühen, sind sie nicht mehr gut zum Verzehr geeignet. Pflanzen sollten nur aus fließenden Gewässern geerntet werden - ansonsten könnte die bakterielle Belastung zu groß sein. In Frankreich wurden Infektionen mit dem Großen Leberegel beim Menschen durch Verzehr von ungegarter Brunnenkresse von Tierweiden oder aus der Wildnis nachgewiesen (Dönges, Parasitologie).

Volksmedizin

Die alte Heilpflanze gilt als Aphrodisiakum, appetitanregend, stoffwechselfördernd, harntreibend und soll bei Diabetes helfen. Sie wird bei Frühjahrskuren und gegen Rheuma verwendet. Äußerlich angewendet dient sie als Haartonikum und zur Teintklärung.

Sie war ehemals ein wichtiger Vitamin C-Lieferant durch die schon im Winter mögliche Ernte.

Wirkstoffe

Bitterstoffe, Gerbstoffe, Vitamine A, B1, B2, C und E, Mineralstoffe wie Eisen, Jod, Phosphor, Zucker, Calcium, Ätherische Öle, Raphanol

Weblinks

<imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden Commons: Brunnenkresse – Bilder, Videos und/oder Audiodateien

Siehe auch

Wasserpflanzen, Sumpfpflanzen

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