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Broad Peak

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Broad Peak

Broad Peak gesehen vom Concordia-Platz

Höhe 8.047 m
Lage Baltoro Muztagh, Pakistan
Gebirge Zentral-Karakorum
Geographische Lage Koordinaten: 35° 48' 35" N, 76° 34' 25" O35° 48' 35" N, 76° 34' 25" O
Erstbesteigung 9. Juni 1957 durch Marcus Schmuck, Fritz Wintersteller, Kurt Diemberger und Hermann Buhl
Normalweg Westsporn und Nordgrat
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Der Broad Peak (Falchan Kangri), ehemals K3 genannt, ist mit 8047 m Höhe einer der vierzehn Achttausender und der zwölfthöchste Gipfel der Erde. Er liegt im Karakorum auf der Grenze zwischen Pakistan und der Volksrepublik China (bzw. Tibet). Er zählt zur Gasherbrum-Gruppe, die sich im Süden anschließt. Sein nördlicher Nachbar ist der K2, von dem er nur durch den Godwin-Austen-Gletscher getrennt ist. Der Broad Peak (Breiter Gipfel) erhielt seinen Namen im Jahre 1892 von Mitgliedern einer britischen Erkundungsexpedition wegen seines über einen Kilometer langen beinahe steigungslosen Gipfelgrates.

Inhaltsverzeichnis

Gipfel des Broad Peak

Gipfel Höhe
Broad Peak Hauptgipfel 8047 m
Vorgipfel (auch „Rocky Summit“ oder „False Summit“) 8030 m
Broad Peak Middle (auch BP Mid Peak oder Central; Chinesischer Name: Zhongyang[1]) 8012 m
Broad Peak Nordgipfel 7550 m

Der Broad Peak besteht aus mehreren Gipfeln, dem 7550 Meter hohen Nordgipfel, dem Mittelgipfel (8012 m) und dem Hauptgipfel mit einer Höhe von 8047 Metern. [2] Aufgrund seiner scheinbaren Eigenständigkeit gab es Stimmen, den Mittelgipfel als 15. Achttausender anzusehen. (Siehe auch Lhotse Shar.) Der Pass zwischen Mittel- und Hauptgipfel unterschreitet jedoch nicht die Höhe von 7800 Metern, so dass der Mittelgipfel nur eine Schartendifferenz von etwa 200 Metern aufweist; um als Berg zu gelten, ist eine Schartendifferenz von 500 Metern festgelegt.[3]

Bei Besteigungen von der Westseite erreicht man auf dem Gipfelgrat des Hauptgipfels zuerst dessen niedrigeren Vorgipfel. Für eine als vollständig absolviert geltende Besteigung ist noch die Passage über den langen vereisten Gipfelgrat zum Hauptgipfel erforderlich. Eigentümlich dabei ist, dass der Hauptgipfel vom Vorgipfel aus niedriger erscheint, wie auch der Vorgipfel vom Hauptgipfel aus niedriger wirkt.[4] (Gut veranschaulicht wird das hier[1] und auf den Folgeseiten.)

Besteigungsgeschichte

Die Erstbesteigung erfolgte durch eine österreichische Kleinexpedition mit Hermann Buhl, Kurt Diemberger, Fritz Wintersteller und Expeditionsleiter Marcus Schmuck am 9. Juni 1957 im Alpinstil. Zuvor war eine Expedition, geleitet vom bekannten Expeditionsleiter Karl Herrligkoffer im Jahre 1954 auf ca. 6900 Metern gescheitert.

Die polnischen Alpinisten Jerzy Kukuczka und Wojciech Kurtyka erreichten den Gipfel zweimal: 1982 hatten die Beiden die Erlaubnis zur Besteigung des K 2 erhalten, die das Besteigen niedrigerer Gipfel zur Aklimatisation mit einschloss. Beim Abstieg vom Broad Peak trafen sie auf Reinhold Messner, dem sie auf die Frage nach der Besteigung antworteten, sie wären in der 'Gegend' gewesen. Messner verstand und versprach Verschwiegenheit, denn das K 2 Permit der pakistanischen Regierung schloss die Besteigung anderer Achttausender letztlich nicht mit ein. Im Juli 1984 kehrten Kukuczka und Kurtyka zum Broad Peak zurück, um ihn offiziell zu besteigen und mit der Überschreitung von Nord- Mittel- und Hauptgipfel für Aufsehen zu sorgen. Im Falle der Anerkennung des Broad Peak Central als eigenständigem Berg wäre Jerzy Kukuczka der bislang einzige Besteiger aller dann 15 Achttausender. Einen Tag nach den beiden Polen und 27 Jahre nach seiner Erstbesteigung stand Kurt Diemberger am 18. Juli gemeinsam mit seiner Freundin Julie Tullis auf dem Hauptgipfel. Bereits am 14. Juli hatte der Pole Krzysztof Wielicki den Berg in 14 Stunden in einer Solo-Besteigung erklommmen, für Auf- und Abstieg benötigte er insgesamt nur 22 Stunden.[2][5]

Am 8. Juli 2006 ist der österreichische Extrembergsteiger Markus Kronthaler nach erfolgreicher Besteigung des Gipfels im Zuge der Expedition „Auf den Spuren von Hermann Buhl“ während des Abstieges an Erschöpfung verstorben. Sein Bergkamerad, Sepp Bachmaier, schaffte mit letzten Kräften den Abstieg zum Lager 3, welches auf 6950 Metern Höhe außerhalb der Todeszone liegt [6].

Referenzen

  1. http://www.extreme-collect.de/html/dominanzprinzip.html
  2. . a b http://www.summitpost.org/mountain/rock/151330/broad-peak.html
  3. http://www.thehighrisepages.de/bergtouren/na_orogr.htm
  4. http://www.k2news.com/qsb01.htm
  5. http://www.broadpeak.org/en/broad_peak.php
  6. „Tödlicher Gipfelsturm“, Online-Ausgabe des Kurier

Literatur

  • Rollo Steffens: Faszination Karakorum. Die wilden Berge Asiens.. Bruckmann Verlag, München 2000
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, ISBN 3765435937.
  • Jochen Hemmleb: Broad Peak - Traum und Albtraum. Tyrolia, Innsbruck 2007
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, ISBN 370222811X.

Weblinks

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