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Bristlecone-Pines-Chronologie

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Die Bristlecone-Pines-Chronologie anhand der Baumringe Langlebiger Kiefern (engl. Bristlecone pines) gilt als die zuverlässigste Zeitreihe dendrochronologischer Untersuchungen und wird für die Kalibrierung der Radiokarbonmethode verwendet. Sie reicht lückenlos etwa 9.000 Jahre zurück.

Die Langlebige Kiefer (Pinus longaeva) galt noch bis etwa 1970 als Unterart der Grannenkiefer (auch: Borstenkiefer) (Pinus aristata). Etwa 20 über 4.000 Jahre alte Exemplare wachsen in großer Höhe im Schulman Grove in den White Mountains in Kalifornien. Das älteste lebende Exemplar („Methuselah“) ist etwa 4.767 Jahre alt. Ein 1964 gefälltes Exemplar (später „Prometheus“ genannt) ergab nach Auszählung der Baumringe ein Alter von 4.844 Jahren.

Forscher (Ferguson 1969, LaMarche 1974 und andere) des Laboratory of Tree-Ring Research an der University of Arizona erstellten aus Baumproben dieser Baumart eine der längsten und zuverlässigsten Referenzchronologien. Dabei hilft der Umstand, dass sich wegen des hohen Alters der Bäume sehr lange Ringfolgen ergeben und damit durch die große Überlappung der einzelnen Ringfolgen eine sehr hohe Zuverlässigkeit gewährleistet werden kann.

Zusätzlich kommt der Dendrochronologie dabei auch entgegen, dass das Holz dieser Kiefernart sehr widerstandsfähig gegen Verrottung ist und selbst nach Absterben des Baumes Jahrtausende relativ unbeschadet übersteht. Ein weiterer Vorteil ist auch, dass bei den Langlebigen Kiefern die Bildung von Doppelringen in einem Jahr nur sehr selten vorkommt und, falls doch, dies für den erfahrenen Dendrochronologen einfach zu erkennen ist. Allerdings kommt es öfters vor, dass die Bäume die Bildung von Jahresringen aussetzen, was bis zu 5 %, in extremen Lagen sogar mehr als 10 % der Ringe ausmachen kann.

Die ersten Kalibrationskurven für die Radiokarbondatierung basierten auf der Bristlecone Pines Chronologie. Die durchschnittliche Ringbreite der Langlebigen Kiefern ist aber nur sehr dünn (im Bereich von Zehntel Millimeter), womit nur wenig Material pro Ring für die Radiokarbondatierung zur Verfügung steht. Deswegen basiert die heutigen Radiokarbon-Kalibrationkurven auf Chronologien anderer Baumarten mit breiteren Ringen, insbesondere dem Hohenheimer Jahrringkalender.

Die Reihen sind auch Gegenstand von Debatten im Bereich der Klimaforschung geworden. Ein Forscherteam (Michael Mann, Raymond Bradley und Malcolm Hughes) griff auf sie zurück, wird jedoch auch von anderen Wissenschaftlern (McIntyre und McKitrick) hinsichtlich der Datenauswahl und -interpretation kritisiert.

Siehe auch

Weblinks

Wikipedia
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