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Brigg

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Bild:Ladyport.jpg
Die Brigg Lady Washington 2005 vor der Küste Süd-Kaliforniens

Die Brigg ist ein Zweimaster mit Rahsegeln an beiden Masten. Namensgeber ist das am Großmast gefahrene Gaffelsegel, welches bei dieser Takelage Briggsegel heißt.

Am vorderen Mast, dem Fockmast, wurden bis Mitte des 19. Jahrhunderts drei große Rahsegel und drei Stagsegel und am hinteren Mast, dem Großmast, zwei bis drei große Rahsegel und zwei bis drei Stagsegel sowie das Briggsegel gefahren. Ursprünglich führten Briggs an der unteren Rah des Großmasts kein Segel. In späteren Jahren wurden jeweils die beiden oberen Segel noch einmal geteilt in Ober- und Untermars sowie Ober- und Unterbram. Das vereinfachte die Bedienung der Segel in schwerem Wetter und erhöhte die Anzahl der Rahen pro Mast auf fünf. Das Oberbramsegel wird heute auf vielen Schiffen auch Royal genannt.

Mit einer Länge von 25 bis 50 Metern, einer Breite von ungefähr fünf bis sieben Metern, aber einer Mastenhöhe bis zu 42 Metern sind Briggs als schnelle, wendige Schiffe mit verhältnissmäßig geringem Ladevolumen bekannt.

Es gibt heute nur wenige Schiffe dieser Takelungsart, so zum Beispiel die polnische Fryderyk Chopin, die holländische Astrid oder die deutsche Roald Amundsen.

Eine berühmte Brigg war die HMS Beagle, auf der Charles Darwin 1831 zu seiner fünf Jahre dauernden Forschungsreise aufbrach.

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