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Brigantine (Rüstung)
Aus Kefk.
Unter einer Brigantine verstand man eine Art Schuppenpanzer, die seit dem 14. Jahrhundert gebräuchlich war und sich aus dem Lentner, einer späten Form des Plattenrocks gebildet hat. Die Brigantine bestand aus zahlreichen Metallplättchen, oft zum Schutz verzinnt, die unter eine Lage Stoff, festem Leinen oder auch Samt genietet wurde. Die Nietköpfe die an der Außenseite des Oberstoffes sichtbar wurden, bilden das typische Aussehen der Brigantine. Oft waren diese Nietköpfe in Dreiergruppen angeordnet und verziert. Da die Plättchen in verschiedenen Größen gehalten waren und in unterschiedlicher Ausrichtung vernietet wurden, garantierte die Brigantine eine gute Kombination aus Beweglichkeit und Schutz - nicht so starr wie ein Plattenpanzer, aber auch nicht so durchlässig wie ein Kettenhemd.
Eine spätere Form der Brigantine ist der englische Jack of Plates, ein Steppwams, das zudem noch eingenähte Metallplättchen aufwies.
Dies war in den meisten Fällen die beste Rüstung, die sich ein Söldner leisten konnte, weshalb Söldner auch als Briganten bezeichnet wurden. Aufgrund des Verhaltens vieler Söldner wurde diese Bezeichnung schnell zum Synonym für "Aufwiegler, Räuber, Unruhestifter".
