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Brennerbahn

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Brennerbahn
Geografische Daten
Staat: Österreich, Italien
Bundesland/Provinz: Tirol, Südtirol, Trentino, Verona
Streckendaten

<tr><td valign="top">Streckenlänge:</td><td>275,9 km</td></tr><tr><td valign="top">Spurweite:</td><td>1435 mm</td></tr><tr><td valign="top">Maximale Neigung:</td><td> 25 </td></tr><tr><td valign="top">Minimaler Radius:</td><td>285 m</td></tr>

Betriebsart: seit 1929/1941 elektrisch
Inbetriebnahme: 16. Mai 1859 (Verona - Bozen)
24. August 1867 (Bozen - Innsbruck)
Höchster Punkt: 1.370 m s.l.m. Brenner
Tiefster Punkt: 59 m s.l.m. Verona
Betreiber: ÖBB, RFI
Stromsystem: 15 kV / 16,7 Hz AC, 3 kV DC
Bild:BSicon STR.svg Unterinntalbahn Kilometrierung ab Kufstein
Bild:BSicon BHF.svg 75,3 Innsbruck Hbf 582 m ü. A.
Bild:BSicon ABZrf.svg Arlbergbahn nach Bludenz, Mittenwaldbahn
Bild:BSicon TUNNEL1.svg Bergiseltunnel
Bild:BSicon ABZrg.svg Umfahrung Innsbruck
Bild:BSicon HST.svg 81,3 Unterberg-Stefansbrücke 716 m ü. A.
Bild:BSicon HST.svg 84,7 Patsch 784 m ü. A.
Bild:BSicon BHF.svg 93,3 Matrei am Brenner 995 m ü. A.
Bild:BSicon BHF.svg 97,9 Steinach am Brenner 1.084 m ü. A.
Bild:BSicon HST.svg 101,9 St. Jodok 1.141 m ü. A.
Bild:BSicon HST.svg 106,7 Gries am Brenner 1.255 m ü. A.
Bild:BSicon HST.svg 110,9 Brennersee 1.351 m ü. A.
Bild:BSicon GRENZE.svg
111,7
239,5


Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Brennerbahn, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Brenner/Brennero 1.371 m s.l.m.
Bild:BSicon eHST.svg 236,2 Brennerbad 1.371 m s.l.m.
Bild:BSicon BS2rf.svgBild:BSicon eBS2lf.svg
Bild:BSicon TUNNELa.svgBild:BSicon exHST.svg 13,1 Schelleberg/Moncucco 1.242 m ü. A.
Bild:BSicon TUNNELe.svgBild:BSicon exSTR.svg Pflersch-Tunnel 7.267 m
Bild:BSicon BS2lg.svgBild:BSicon eBS2rg.svg
Bild:BSicon eHST.svg 226,7 Pflersch/Fleres 1.130 m s.l.m.
Bild:BSicon HST.svg 222,8 Gossensaß/Colle Isarco 1.100 m s.l.m.
Bild:BSicon BHF.svg 217,0 Sterzing/Vipiteno 943 m s.l.m.
Bild:BSicon HST.svg Freienfeld/Campo di Trens 935 m ü. A.
Bild:BSicon eHST.svg 208,9 Mauls/Mules 900 m ü. A.
Bild:BSicon eHST.svg 204,3 Grasstein/Le Cave 843 m s.l.m.
Bild:BSicon eHST.svg 200,8 Mittewald/Mezzaselva 798 m s.l.m.
Bild:BSicon BHF.svg 197,0 Franzensfeste/Fortezza 747 m s.l.m.
Bild:BSicon ABZlf.svg 197,0 Pustertalbahn nach Lienz
Bild:BSicon eHST.svg 192,19 Vahrn/Varna 650 m s.l.m.
Bild:BSicon BHF.svg 188,36 Brixen/Bressanone 577 m s.l.m.
Bild:BSicon eHST.svg 184,70 Albeins/Albès 548 m s.l.m.
Bild:BSicon eHST.svg Villnöß/Funes 539 m s.l.m.
Bild:BSicon BHF.svg 178,24 Klausen/Chiusa zur Grödnerbahn 523 m s.l.m.
Bild:BSicon BHF.svg 172,43 Waidbruck/Ponte Gardena 422 m s.l.m.
Bild:BSicon eBS2rf.svgBild:BSicon BS2lf.svg
Bild:BSicon exHST.svgBild:BSicon TUNNELa.svg Kastelruth/Castelrotto 428 m s.l.m.
Bild:BSicon exSTR.svgBild:BSicon tSTR.svg Schlern-Tunnel 13.159 m
Bild:BSicon exHST.svgBild:BSicon tSTR.svg Atzwang/Campodazzo 373 m s.l.m.
Bild:BSicon exHST.svgBild:BSicon TUNNELe.svg Völsersteig 340 m s.l.m.
Bild:BSicon eBS2lg.svgBild:BSicon BS2rg.svg
Bild:BSicon eHST.svg 157,99 Blumau/Prato all'Isarco 315 m s.l.m.
Bild:BSicon eBS2rf.svgBild:BSicon BS2lf.svg
Bild:BSicon exTUNNEL2.svgBild:BSicon TUNNEL1.svg Kardaun-Tunnel 3.789 m
Bild:BSicon eBS2lg.svgBild:BSicon BS2rg.svg
Bild:BSicon eHST.svg Kardaun/Cardano 283 m s.l.m.
Bild:BSicon BHF.svg 150,23 Bolzano/Bozen 266 m s.l.m.
Bild:BSicon eABZrf.svg Überetscher Bahn
Bild:BSicon ABZrf.svg 148,59 Bahnstrecke nach Meran
Bild:BSicon HST.svg 142,56 Leifers 230 m s.l.m.
Bild:BSicon HST.svg 139,29 Branzoll 227 m s.l.m.
Bild:BSicon HST.svg 134,17 Auer 223 m s.l.m.
Bild:BSicon HST.svg 128,40 Neumarkt 217 m s.l.m.
Bild:BSicon HST.svg 124,42 Margreid-Kurtatsch 216 m s.l.m.
Bild:BSicon HST.svg 118,99 Salurn 211 m s.l.m.
Bild:BSicon HST.svg 111,62 Mezzocorona
Bild:BSicon KRZu.svg 110,50 Kreuzung Nonstalbahn
Bild:BSicon HST.svg 104,32 Lavis
Bild:BSicon ABZlf.svg 95,43 Trento Güterbahnhof
Bild:BSicon BHF.svg 94,79 Trento
Bild:BSicon ABZlf.svg 93,01 Abzweig Valsugana-Bahn
Bild:BSicon HST.svg 87,22 Mattarello
Bild:BSicon TUNNEL1.svg
Bild:BSicon HST.svg 78,91 Calliano
Bild:BSicon BHF.svg 71,21 Rovereto
Bild:BSicon HST.svg 66,91 Mori Lokalbahn Mori–Arco–Riva
Bild:BSicon HST.svg 60,86 Serravalle
Bild:BSicon HST.svg 54,68 Ala
Bild:BSicon HST.svg 50,36 Avio
Bild:BSicon HST.svg 45,48 Borghetto
Bild:BSicon HST.svg 40,36 Peri
Bild:BSicon HST.svg 32,77 Dolcè
Bild:BSicon HST.svg
23,56
22,83


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Domegliara
Bild:BSicon HST.svg 16,98 Pescantina
Bild:BSicon HST.svg 11,65 Verona Parona
Bild:BSicon ABZrd.svg 6,39 von und nach Mailand, Bologna
Bild:BSicon BHF.svg 3,37 Verona Porta Nuova
Bild:BSicon STR.svg Richtung Venedig

Die Brennerbahn war ursprünglich eine der Strecken der k.k.priv. Südbahngesellschaft und Teil der Verbindung von Kufstein nach Ala (bzw. weiter in Richtung Verona). Als Brennerbahn wird die Teilstrecke mit der Alpenquerung von Innsbruck durch das Wipptal über den Brennerpass nach Franzensfeste bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das erste Teilstück der Brennerbahn nach den Plänen von Luigi Negrelli führte von Verona nach Trient und wurde am 23. März 1859 nach fünfjähriger Bauzeit eröffnet. Am 16. Mai 1859 folgte das zweite Teilstück von Trient nach Bozen.

Die Strecke Innsbruck–Bozen wurde am 17. August 1867 eröffnet und war nach der Semmeringbahn die zweite Gebirgsbahn in Österreich. Für die 127 km lange Strecke von Innsbruck nach Bozen wurden nur drei Jahre Bauzeit benötigt. Der maßgebliche Ingenieur der Brennerbahn war Ing. Karl von Etzel, der bereits 1864 verstarb und somit die Fertigstellung seines Werkes nicht mehr erleben konnte.

1899 gab es Planungen, die Stubaitalbahn als Seitenarm der Brennerbahn von der Stephansbrücke über Telfes nach Fulpmes zu führen und über Mieders und Schönberg bei Matrei wieder Anschluss an die Brennerbahn finden zu lassen. Diese Pläne wurden jedoch nie realisiert, und die Brennerbahn blieb auf heutigem österreichischem Gebiet ohne Seitenstrecken.

Nach dem starken Anstieg des Güterverkehrs auf der Straße über den Brenner genügt die Brennerbahn heute nicht mehr den Ansprüchen an eine moderne Schienenverbindung. Enge Kurvenradien, starke Steigungen und zwei unterschiedliche Stromsysteme führen zu kurzen Zügen und niedriger Fahrtgeschwindigkeit. Dabei soll die Brennerbahn in das System der Trans-European-Networks (TEN) eingebunden werden und benötigt hierzu eine Kapazitätssteigerung.

Seit Jahren gibt es eine politische Debatte über den Bau des Brennerbasistunnels, welcher die Brennerbahn zumindest für den Gütertransport ersetzen würde. An den Zulaufstrecken zum Brenner-Basistunnel auf der Unterinntaltrasse wird bereits gebaut, die Umfahrung Innsbruck, welche bereits ein Teilstück der Brennerbahn unnötig macht und eine direkte Anbindung der Westbahn darstellt, wurde bereits 1994 fertiggestellt. Die Umfahrung Innsbruck erspart der Landeshauptstadt von Tirol die Masse der Güterzüge und ist mit 12,75 km der längste österreichische Eisenbahntunnel. Auch am Südzulauf wurde bereits gearbeitet und einige neue Tunnels, zuletzt 1999 der Pflerscher Tunnel zwischen Gossensaß (Colle Isarco) und Brenner, errichtet. Damit konnten die veralteten Tunnels mit zu kleinen Tunnelquerschnitten außer Dienst gestellt werden.

Streckenführung

Die Brennerbahn stellt heute ein Teilstück einer der wichtigsten Eisenbahnverbindung zwischen Deutschland und Italien dar, sie verbindet München über Innsbruck mit Verona auf dem kürzesten Wege.

Die Maximalsteigung der Strecke beträgt 25 Promille, ihre minimalen Kurvenradien betragen 285 Meter. Erstmals wurden zur Überwindung der 796 Höhenmeter von Innsbruck bis zum Brenner-Kehrtunnel eingesetzt. Der Scheitelpunkt der Brennerbahn liegt auf 1371 m Seehöhe am Bahnhof Brenner und ist damit der höchste Punkt im Normalspurnetz der ÖBB.

Von Innsbruck, wo die Arlbergbahn nach Westen abzweigt, führt die Brennerbahn in Richtung Süden. Durch einen Tunnel durchfährt sie den Bergisel, um anschließend entlang der Sillschlucht ins Wipptal einzufahren. Vorbei an den Stationen Unterberg und Patsch geht es nach Matrei, von dort wiederum weiter nach Steinach. Bei Vals-St. Jodok gewinnt die Brennerbahn durch eine Kehre an Höhe, sie durchquert das Schmirntal und das Valsertal und steigt weiter am Berghang nach oben. Als nächstes folgt die Station Gries, unter überhängenden Felswänden geht es bis zur Station Brennersee, wo die Brennerbahn nahe an die Brennerautobahn heranrückt. Am Grenzbahnhof Brenner, wo das Wechselstromnetz der ÖBB auf das Gleichstromnetz der italienischen Staatsbahnen trifft, werden in der Regel die Lokomotiven gewechselt. Hier befindet sich auch ein Denkmal des Erbauers der Brennerbahn, Ing. Karl von Etzel. Nun geht es abwärts zur Station Brennerbad durch verschiedene kürzere Tunnels. Weiter geht die Fahrt hinab nach Sterzing und bis Franzensfeste, wo die Pustertalbahn abzweigt. Es folgt der Streckenabschnitt mit dem stärksten Gefälle von Franzensfeste nach Brixen. Nun geht es ohne viele weitere Steigerungen noch durch das Eisacktal bis nach Bozen.

Von Bozen verläuft in der Talebene der Etsch und kommt deshalb ohne größere Kunstbauten aus. Eine Ausnahme bilden die Brücken zur Überquerung des Flusses sowie seiner Zuläufe. Zudem wurde Anfang der 1990er zwischen den Bahnhöfen Mattarello und Calliano eine Steinschlaggalerie errichtet. Gleich nach dem Bahnhof von Mezzocorona überquert die Nonstalbahn, welche ab hier parallel geführt ist, die Bahnstrecke. Kurz vor der Einfahrt in den Bahnhof Verona Porta Nuova geht es über die Abzweigung San Massimo in den Gleisknoten, über dem man nach Mailand, Bologna oder dem Güterbahnhof von Verona fährt.

Technische Besonderheiten

Die Stromversorgung für die Brennerstrecke wird hauptsächlich vom ÖBB-Kraftwerk Fulpmes sichergestellt, welches die Energie der Ruetz nützt und 16 MW liefert.

Am Scheitelpunkt der Strecke, dem ansonsten gänzlich unbedeutenden Bahnhof Brenner, werden die Lokomotiven getauscht, weil das Eisenbahnnetz in Österreich mit Wechselstrom und in Italien mit Gleichstrom betrieben wird. Seit einigen Jahren stehen jedoch auch Mehrsystemlokomotiven zur Verfügung, die sowohl mit Gleich- als auch mit Wechselstrom betrieben werden können.

Umbauten auf italienischer Seite

Nachdem die Strecke viele Jahre lang keinen großen Änderungen unterworfen worden war, wurden ab dem Jahr 1992 lange, neu gebaute Abschnitte in Betrieb genommen. Gleich nach der ehemaligen Haltestelle Brennerbad zweigt seit 1999 die Bahnstrecke in den neuen, 7,3 km langen Pflerschtunnel ab, der erst wieder kurz vor Gossensaß ans Tageslicht kommt. An dieser Stelle wurde durch Dämme bzw. Hangabtragung eine Begradigung der Strecke vorgenommen. Der längste Tunnel mit über dreizehn Kilometern Länge befindet sich seit 1994 zwischen Waidbruck und Blumau. Ein etwas kürzerer verbindet seit 1998 wiederum Blumau mit Kardaun, in diesem Tunnel sind im Inneren bereits die Kavernen für die zukünftige Umfahrung von Bozen sichtbar. Der vierte und letzte neue Tunnel ersetzt einen kürzeren Tunnel und einen steinschlaggefährdeten Abschnitt bei Ceraino, zwischen Domegliara und Dolcè, nördlich von Verona. Ein weiterer Abschnitt befindet sich bei Rovereto und ist eine Steinschlaggalerie. Bei Klausen und Waidbruck (und in Kürze auch bei Blumau) wurde die Bahnlinie eingehaust, wodurch die Dörfer nicht mehr vom Lärm gestört sind bzw. neue Fläche dazugewonnen haben. Durch diese Neubauten konnten alle zuvor auf der Linie bestehenden Tunnels und vom Steinschlag gefährdeten Stellen umgangen werden. Für die Zulaufstrecken für den neuen Brennerbasistunnel sollen zusätzliche Bauten unterhalb von Bozen errichtet werden. Die aufgelassene Bahntrasse wird abschnittsweise zu einem Radweg umgebaut und dient teilweise auch als Trasse für eine Erdgasleitung.

Galerie

Siehe auch

Koordinaten: 46° 18' 26" N, 11° 14' 51" O

Literatur

Weblinks

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