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Braunes Haus

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Braunes Haus war die Bezeichnung für die Parteizentrale der NSDAP in München von 1930 bis 1945.

Die Partei hatte es am 26. Mai 1930 erworben, nachdem die Räumlichkeiten in der Schellingstraße 50 zu klein geworden waren. Das Haus, 1828 im Biedermeierstil errichtet, gelangte 1877 in den Besitz eines englischen Industriellen namens Willy Barlow. Dessen Witwe verkaufte die Liegenschaft für 805.864 Goldmark an die NSDAP. Bis zur Übernahme durch die NSDAP war das Gebäude als Palais Barlow oder Adelspalais bekannt. Es stand in der Brienner Straße Nr. 45, zwischen Karolinenplatz und Königsplatz. Das Geld für den Kauf stammte von Fritz Thyssen und Prescott Sheldon Bush, Großvater des heutigen US-Präsidenten George W. Bush. Nach größeren Umbauarbeiten, mit denen der Münchner Architekt Paul Ludwig Troost beauftragt wurde und für die Hitler selbst die Entwürfe anfertigte, war die gesamte Reichsleitung der NSDAP zu Beginn des Jahres 1931 dorthin verlegt worden.

„Braunes Haus“ war die parteioffizielle Bezeichnung des Hauses. 1945 wurde es weitgehend zerstört, 1947 endgültig abgerissen. Das Grundstück blieb unbebaut.

Am 6. Dezember 2005 beschloss das Bayerische Kabinett, auf dem Areal ein Dokumentationszentrum zum Thema Nationalsozialismus zu errichten. Die Grundsteinlegung soll 2008 erfolgen. Noch vorhandene Kellergewölbe und Mauerreste sollen dabei Teil des Informationszentrums werden.

Literatur

  • Mathias Rösch: Die Münchner NSDAP 1925-1933; Oldenbourg Verlag; 2002; ISBN 3486566709

Weblinks

Koordinaten: 48° 8' 43" n.Br., 11° 34' 3" ö.L.

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