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Braindead

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Filmdaten
Deutscher Titel: Dead Alive u. Braindead
Originaltitel: Braindead
Produktionsland: Neuseeland
Erscheinungsjahr: 1992
Länge (PAL-DVD): ca. 99 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK ungeprüft (indiziert / bundesweit beschlagnahmt)
Stab
Regie: Peter Jackson
Drehbuch: Stephen Sinclair
Produktion: Jim Booth
Musik: Peter Dasent
Kamera: Murray Milne
Schnitt: Jamie Selkirk
Besetzung

Braindead (Originaltitel [auch in Deutschland]: Braindead; später hier auch als Dead Alive [US-Titel] wiederveröffentlicht) ist eine Horrorfilm-/Splatterfilm-Persiflage des neuseeländischen Regisseurs Peter Jackson (Der Herr der Ringe) aus dem Jahre 1992, der besonders unter den Fans des Genres als absoluter Kultfilm gilt. Er kam im August 1993 erstmals in die deutschen Kinos, lockte dann allerdings nur gut 20.000 Zuschauer in die Vorstellungen.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

1957 entdeckt ein Zoologe auf einer Sumatra vorgelagerten Insel namens Skull Island (dt. „Totenkopfinsel“) eine neue Spezies, eine Kreuzung aus Affe und Ratte, und bringt sie bald darauf in den Zoo einer Stadt in Neuseeland. In der gleichen Stadt lebt auch Lionel Cosgrove, ein eher zart besaitetes Muttersöhnchen, das sich in die hübsche Paquita verliebt hat. Lionels eifersüchtige Mutter versucht jedoch, die aufkeimende Beziehung zu untergraben, steigt dem Pärchen bei einem Ausflug in den Tierpark hinterher und wird dabei von dem äußerst aggressiven „Rattenaffen“ gebissen.

Es dauert nicht lange, bis Lionels Mutter das Zeitliche segnet – allerdings nur vermeintlich. Sie hat sich nämlich in einen Zombie verwandelt, fällt jetzt über Nachbarn, Freunde, Krankenschwestern und selbst Haustiere her und trägt somit das schreckliche Virus unter die Menschheit. Lionel und Paquita unternehmen einen tapferen Versuch, die schnell wachsende Zahl der Infizierten im Keller des Anwesens unter Verschluss zu halten, doch der Erfolg bleibt aus. Bald beschließen sie schweren Herzens, die Zombies durch Giftinjektionen unschädlich zu machen. Während Lionels Onkel im Hause Cosgrove eine wilde Party feiert, entpuppt sich das Gift jedoch als starkes Aufputschmittel, durch das die Untoten sogar noch wesentlich aggressiver werden, aus dem Keller ausbrechen und über die Partygesellschaft herfallen. Als dann auch noch Paquita von der Zombie-Horde ernsthaft bedroht wird, wird es Lionel endgültig zu bunt. Einen alten Rasenmäher vor die Brust geschnallt wandert er durch die Meute und richtet dabei ein Blutbad an, das seinesgleichen sucht. Damit ist die Arbeit allerdings noch nicht getan: Lionels Mutter ist zu einer monströsen Gestalt mutiert, die das Paar angreift und am Ende nur mit Mühe und Not von Lionel doch noch bezwungen werden kann.

Besonderheiten

In Deutschland wurde Braindead im Oktober 1994 mit dem Untertitel Der Zombie-Rasenmähermann als Verleih-Video (FSK 18, ca. 95 Minuten) veröffentlicht. Im Februar 1995 wurde diese EuroVideo-Veröffentlichung allerdings auf den Index gestellt. Später kursierten in Deutschland auch dubiose Extended-Versionen mit, laut Cover-Info, bis zu ca. 104 Minuten (NTSC-Zeitangabe?; siehe dazu: PAL Speed-up) Lauflänge. Als tatsächlich uncut werden jedoch diverse ungeprüfte PAL-DVDs mit 99:16 bis 99:24 Minuten Lauflänge angesehen. Die Verbreitung von Braindead ist in der BRD derzeit verboten, da er offiziell nach § 131 StGB bundesweit beschlagnahmt wurde. Die Beschlagnahme betrifft Fassungen von verschiedenen Herausgebern (auch wegen des so genannten Inhaltsgleichheits-Grundsatzes), mit verschiedenen Lauflängen und auf diversen Medien (VHS, Laserdisc, DVD). Einzig eine meist auf Grabbeltischen zu findende jugendfreie DVD-Fassung (Altersfreigabe: FSK 16; ca. 80 Minuten) mit extremen Schnitten unter dem weniger verfänglichen Namen Dead Alive darf in Deutschland legal verkauft werden. Allerdings beinhaltet diese Fassung auch wieder Szenen, die in der ebenfalls beschlagnahmten EuroVideo-Fassung zur Vermeidung einer strafrechtlichen Relevanz bereits gekürzt waren.

Die mit einem geschätzten Budget von 3 Millionen US-Dollar im Stil der 1950er-Jahre gedrehte Horror-Parodie greift zahlreiche Motive des Horror-Genres auf und übersteigert sie bis zur Absurdität; die Handlung des Splatter-Films kulminiert in einem ausgedehnten, äußerst blutigen Rasenmäher-Massaker, für das insgesamt 300 Liter Filmblut verwendet wurden (oder 20 Liter Ahornsirup pro Sekunde) und das immer noch einzigartig in der Filmgeschichte ist.

Auszeichnungen und Preise

Peter Jackson erhielt für seine dritte Regiearbeit eine Reihe von Preisen und Auszeichnungen:

  • Amsterdam Fantastic Film Festival – Silver Scream Award (1993);
  • Avoriaz Fantastic Film Festival – Grand Prize (1993);
  • Fantasporto – International Fantasy Film Award, Best Film und Best Special Effects (1993)
  • New Zealand Film and TV Awards – Film Award, Best Contribution to Design, Best Director, Best Film, Best Male Dramatic Performance und Best Screenplay (1993);
  • Catalonian International Film Festival, Sitges, Spanien – Best Special Effects (1992);
  • Fantafestival – Best Actor und Best Special Effects (1992).

Weblinks

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Braindead, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
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