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Braşov

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Braşov
Kronstadt
Brassó
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|155px|Braşov auf der Karte von Rumänien
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px|Braşov]]
Braşov
Basisdaten
Staat: Bild:Flag of Romania.svg Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Bezirk: Braşov
Koordinaten: Koordinaten: 45° 39' N, 25° 36' O45° 39' N, 25° 36' O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 600 m ü. NN
Fläche: 267,2 km²
Einwohner: 283.901 (2002)
Bevölkerungsdichte: 1.063 Einwohner je km²
Postleitzahl: RO-500000
Telefonvorwahl: (+40) 02 68
Kfz-Kennzeichen: BV
Struktur und Verwaltung (Stand: 2004)
Gemeindeart: Stadt
Bürgermeister: George Scripcaru (PD)
Webpräsenz:
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Braşov [braˈʃov] (dt. Kronstadt, ung. Brassó, lat. Brassovia, Corona, neugr. Stephanopolis, siebenbürgisch-sächsisch Krunen) ist eine Stadt im Bezirk Braşov im Burzenland in Siebenbürgen, Rumänien.

Die Stadt hat ca. 280.000 Einwohner, davon etwa 1.400 Deutsche.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Bild:Brasov Piata Sfatului.jpg
Piaţa Sfatului, Rathausplatz im September 2003
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Braşov-Schriftzug im Hollywood-Design über der Stadt

Ursprünglich wurden auf dem Boden der Stadt Reste dakischer und späterer römischer Burgen gefunden, die im Zuge von „Systematisierungen“, wie die Dorfzerstörungen der Ceauşescu-Ära beschönigend genannt wurden, teilweise zerstört wurden. Dies erklärt auch den rumänischen Namen (Cetatea = „die Burg“) einer der vielen Siedlungen, aus deren Zusammenführung Kronstadt entstand.

Insofern kann das Argument vor allem ungarischer Historiker, dass Braşov vor der ungarischen Übernahme gar nicht bestand, historisch nicht belegt werden. Sowohl die Archäologie als auch der erwähnte rumänische Name belegen das Gegenteil.

Kronstadt wurde von den Ritterbrüdern des Deutschen Orden im frühen 13. Jahrhundert als südöstlichste deutsche Stadt in Siebenbürgen unter dem Namen Corona im Karpatenbecken gegründet. 1225 mussten die Deutschordensritter ihre Komturei Kronstadt verlassen und ließen sich im Baltikum nieder. Kronstadt war über Jahrhunderte das kulturelle, geistige und religiöse Zentrum der Siebenbürger Sachsen, die seit dem 12. Jahrhundert in der Region siedelten und bis ins 19. Jahrhundert hinein die Mehrheitsbevölkerung in der Stadt bildeten. Im 13. und 14. Jahrhundert fielen immer wieder Tataren und Türken in die Stadt ein. Noch bis ins 17. Jahrhundert hinein waren Stadt und Region durch ihre Lage an der Grenze zum osmanischen Machtbereich immer wieder bedroht. Stadt und Region gehörten seit dem Mittelalter, nach der Eroberung Transylvaniens durch das österreich-ungarische Reich zum Königreich Ungarn bzw. zum Kaiserreich Österreich-Ungarn. Seit dem Vertrag von Trianon von 1920 gehört die Stadt zu Rumänien. In der Zeit von 1951 bis 1961 wurde die Stadt im Gefolge des Personenkults um Stalin in Oraşul Stalin (Stalinstadt) umbenannt. Bereits 1987, zwei Jahre vor dem Wendejahr 1989, gehörte Braşov zu den ersten Städten Rumäniens, in denen sich Arbeiter gegen die Ceauşescu-Diktatur erhoben, viele Teilnehmer dieses Aufstandes blieben nach Verhaftungen verschollen.

Die Bevölkerung ist seit mehreren Jahrzehnten mehrheitlich rumänischsprachig. Es leben auch zahlreiche Ungarn in der Stadt. Durch Deportationen nach dem Zweiten Weltkrieg und Auswanderung vor und nach der Wende von 1989 ist die deutsche Bevölkerung inzwischen fast völlig verschwunden.

Politik

Bei der Kommunalwahl 2004 wurde George Scripcaru von der Demokratischen Partei (PD) zum neuen Bürgermeister gewählt.

Sehenswürdigkeiten

Nicht weit von Braşov entfernt befindet sich das Schloss Bran (dt. Törzburg). Es war (trotz öfters zu lesender Behauptung) nie im Besitz von Graf Vlad III. Drăculea. Auf dem Schloss können unter anderem die angeblichen Schlafgemächer, Speisesäle und Grabstätte des Grafen besichtigt werden. In Wirklichkeit gehörte das Schloß damals schon der Stadt Kronstadt, erst 1920 wurde es der rumänischen Königin Maria geschenkt.

Bauwerke

Historische Bauwerke

Bild:Kronstadt von der Zinne.JPG
Die Altstadt gesehen von der "Zinne"

Bedeutendes geschichtliches Bauwerk und markantes Wahrzeichen der Stadt ist die evangelische Schwarze Kirche mit ihrer Buchholz-Orgel. Das alte Rathaus am Rathausplatz gilt als weiteres markantes Zeichen der Stadt. Die historische Altstadt ist geprägt von spätmittelalterlichen Bürgerhäusern (so zum Beispiel das Hirscherhaus am Rathausplatz) und großzügigen, stilvollen Bauten des 19. Jahrhunderts. Sehenswert sind auch die mittelalterlichen Stadtbefestigungen, darunter die Weberbastei, der weiße Turm und der schwarze Turm. Alle sind heute restauriert und als Museum zugänglich.

Moderne Bauwerke

In der Nähe von Braşov bei Bod (Brenndorf) betreibt der rumänische Rundfunk einen Langwellensender auf der Frequenz 153 kHz mit einer Sendeleistung von 1.200 Kilowatt.

Kunst und Kultur

  • Opernhaus
  • Schauspielhaus
  • Philharmonisches Orchester

Wirtschaft

Am 13. Juli 2004 gab die Firma Autoliv aus Schweden bekannt, dass man in Braşov ein neues Produktionswerk für Autogurte bauen wird. Es werden 7 Millionen Euro investiert, 40 Arbeitsplätze werden so ab Mitte 2005 entstehen. Neben der KFZ-Industrie ist der Maschinenbau der wichtigste Wirtschaftzweig der Stadt. Dazu zählt auch die Schaeffler Gruppe, die ein großes Produktionswerk in Braşov aufgebaut hat.

In Braşov existiert außerdem die Transilvanische Universität Braşov sowie die Universität George Bariţiu. Durch die Präsenz gut ausgebildeter Universitätsabsolventen werden auch ausländische Firmen angezogen. So hat z. B. Siemens einen Standort in Braşov, der stetig ausgebaut wird.

Fauna

Beinahe täglich werden in den Randbezirken der Stadt Bären gesichtet, welche die dortigen Mülleimer nach Essbarem durchsuchen und sich sogar von Menschen füttern lassen. In den Wäldern rund um Braşov leben noch Bären (Brauner Karpatenbär) in freier Natur. Damit ist es eine der wenigen Gegenden in Südosteuropa, wo das noch der Fall ist.

Projekte zum Schutz von Wölfen und Bären in Kooperation mit dem World Wide Fund for Nature (WWF):

  • Carpathian Large Carnivore Projekt (CLCP)

Verkehr

Die Stadt ist Eisenbahnknoten mit dem Rangierbahnhof Braşov Triaj und hat seit 1959 ein Oberleitungsbussystem. Daneben wird Braşov von zahlreichen Taxis und Linienbussen befahren. Von 1987 bis 2006 gab es auch eine Straßenbahnlinie.

Der Bau eines Internationalen Flughafens nahe Braşov in Ghimbav ist in Planung.

Sport

Die Fußballvereine FC Braşov und Forex Braşov spielen in der zweiten rumänischen Liga. Erfolgreich spielt die Handball-Damenmannschaft, Rulmentul Braşov, die rumänischer Ligameister sowie Pokalmeister 2006 geworden ist.


Persönlichkeiten

Siehe auch

Weblinks

<imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden Commons: Braşov – Bilder, Videos und/oder Audiodateien
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