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Boy George
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Boy George (eigentlich George Alan O'Dowd; * 14. Juni 1961 in Bexleyheath im Londoner Stadtbezirk Bexley; aufgewachsen in Eltham im Londoner Stadtbezirk Woolwich) ist ein britischer Sänger und House-DJ. Er war Frontmann der 1981 zunächst als Sex Gang Children gegründeten britischen New-Wave-Band Culture Club, die in den frühen 1980er Jahren mehrere Top-Ten-Hits in den amerikanischen und britischen Charts landeten.
Festgenommen und verurteilt wegen Heroinbesitzes, nahm Boy George 1986 an einem gerichtlich angeordneten Drogenentzug teil. Nach der Auflösung von Culture Club im Frühjahr 1987 startete er mit dem Album Sold eine kurze und hauptsächlich in Europa erfolgreiche Solo-Karriere. Seit den 1990er Jahren betätigt er sich vermehrt als DJ und tritt weltweit in Clubs auf. Er widmet sich 1991 auch seinem Bandprojekt Jesus loves you unter dem Pseudonym Angela Dust, mit dem er auch einen Top-Ten-Hit (Bow down Mister). Ansonsten war er damit wenig erfolgreich.
1995 erschien Boy Georges Autobiographie Take It Like A Man, in der er selbstironisch und selbstkritisch und ohne jedes Pathos – dabei teilweise bis ins kleinste Detail gehend – von seiner schwierigen Kindheit und Jugend, dem Aufstieg und Fall von Culture Club und seiner Drogensucht erzählt.
Boy George ist bzw. war eine wichtige Ikone der Schwulenszene in den 1980er Jahren. Er hat von Beginn seiner Karriere an nie ein Geheimnis aus seiner Homosexualität gemacht. Von 1981 bis 1986 führte Boy George eine – zunächst geheimgehaltene – Beziehung mit Jon Moss, dem Schlagzeuger von Culture Club. Das Ende dieses Verhältnisses bedeutete für Boy George einen tiefen seelischen und persönlichen Absturz und war – laut der Autobiographie – einer der Gründe für den Beginn der Drogensucht. In den Lieder Everything I Own und To Be Reborn verarbeitete Boy George diese Erfahrung.
Nachdem die Polizei bei ihm Kokain fand, wurde Boy George am 5. November 2005 in seinem New Yorker Apartment in Little Italy erneut wegen Drogenbesitzes festgenommen. Nach Zahlung einer Kaution musste er die USA bis auf Weiteres verlassen. Das Gerichtsverfahren wegen Drogenbesitzes wurde am 8. März 2006 eingeleitet. Neben einem Bußgeld in Höhe von 1.000 Dollar wurde Boy George zu fünf Tagen Sozialdienst verurteilt, den er ab dem 14. August 2006 bei der New Yorker Straßenreinigung ableistete.[1]
Inhaltsverzeichnis |
Diskografie
Top-Ten-Hits
1982 - Do you really want to hurt me? Culture Club
1983 - Church of the Poisoned Mind Culture Club
1983 - Karma Chameleon Culture Club
1984 - Miss me Blind Culture Club
1987 - Everything I own solo - Platz 1 in GB
1988 - No Clause 28 solo - Protestsong gegen Antischwulengesetz der Britischen Regierung
1991 - Bow down Mister Jesus loves you
1993 - Crying Game solo - Soundtrack zum gleichnamigen Film - Billboard-Top-20 in USA
Alben
1982 - Kissing to be Clever - Grammy 1982
1983 - Colour by Numbers - 6 Millionen verkaufte Alben
1995 - Cheapness an Beauty
Literatur
- Boy George: Take It Like a Man, London: Sidgwick & Jackson 1995, ISBN 0283992174
Weblinks
- Boy-George-Biografie - VH1
- Foto von Boy George
- Boy George bei MusicBrainz
- Boy George in der Internet Movie Database
| PND: Datensatz zu Boy George bei der DNB |
| Keine Einträge im DNB-OPAC, 15.08.2006 |
Quellen
- ↑ Boy George räumt in Chinatown auf, Spiegel Online vom 1. August 2006
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Boy George |
| ALTERNATIVNAMEN | O'Dowd, George Alan |
| KURZBESCHREIBUNG | britischer Sänger |
| GEBURTSDATUM | 14. Juni 1961 |
| GEBURTSORT | London |
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