Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Bosau

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Bild:Bosau Wappen.png
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Ostholstein
Amt: Großer Plöner See
Koordinaten: Koordinaten: 54° 6′ N, 10° 26′ O54° 6′ N, 10° 26′ O
Höhe: 25 m ü. NN
Fläche: 64,25 km²
Einwohner: 3564 (29. Sep. 2005)
Bevölkerungsdichte: 55 Einwohner je km²
Postleitzahl: 23715
Vorwahl: 04527
Kfz-Kennzeichen: OH
Gemeindeschlüssel: 01 0 55 007
Adresse der
Amtsverwaltung:
Heinrich-Rieper-Str. 8
24306 Plön
Webpräsenz:
Bürgermeister: Mario Schmidt
Lage der Gemeinde Bosau im Kreis Ostholstein
Bild:Bosau in OH.png
Bild:BosauKirche.jpg
St. Petri-Kirche

Bosau ist eine amtsangehörige Gemeinde am Plöner See im Kreis Ostholstein in Schleswig-Holstein. In der Nähe liegende Orte sind im Norden Plön sowie im Osten Eutin.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Ortsteile

Zur Gemeinde Bosau gehören die Ortsteile Kleinneudorf, Löja, Bichel, Wöbs, Hutzfeld (Außenstelle der Amtsverwaltung), Brackrade, Thürk, Hassendorf, Quisdorf, Majenfelde, Liensfeld, Kiekbusch, Braak und Klenzau.

Geschichte

Bekannt ist Bosau durch die 1151 / 1152 erbaute St.-Petri-Kirche. Sie entstand im Rahmen der Christianisierung des slawisch besiedelten Ostholstein. Der Missionar Vicelin wurde 1149 von Heinrich dem Löwen zum Bischof ernannt und erhielt Bosau als Kirchensitz. Er erlitt hier 1150 einen Schlaganfall und lebte mit Halbseitenlähmung weiter. Der Mönch Helmold von Bosau berichtete davon in seiner "Slawenchronik".

1939 erwarb die Firma Hellmuth Walter KG aus Kiel Gelände am Plöner See und errichtete dort in Stadtbek ihre Werkserprobungsstelle. Hier wurden Torpedos und die Schlitzrohrschleuder erprobt. Diese Walter-Schlitzrohrschleuder war eine chemische Dampfschleuder, die dann bis Kriegsende Verwendung fand. Die Flugbombe Fi 103, später Vergeltungswaffe 1 bzw. V1 genannt, wurde von der Walter-Schlitzrohrschleuder (Katapult) mittels Dampfkolben mit einer Geschwindigkeit von 350 km/h in die Luft geschleudert. Der Kolben wurde ausgeklinkt und die Fi 103 flog mit eigenem Pulsoantrieb weiter. Gebäude der Erprobungsstelle, im See auf Pfählen errichtet, wurden durch die Alliierten gesprengt.

Politik

Gemeinderat

Die siebzehn Sitze in der Gemeindevertretung verteilen sich seit der Kommunalwahl 2003 auf zehn Sitze für die CDU, fünf für die SPD und zwei für die FDP.

Bürgermeister

Wappen

Blasonierung: „Gespalten. Vorn in Blau ein liegender silberner stilisierter Adlerkopf am Spalt mit dem Schnabel nach oben, hinten in Rot ein aufgerichteter goldener Löwe.“[1]

Das Wappen wurde nach dem Zweiten Weltkrieg in Ermangelung von Dienstsiegeln, die frei von nationalsozialistischen und kaiserlichen Symbolen sind, von der Gemeinde gewählt und von der Britischen Militärregierung genehmigt.[2]

Gemeindepartnerschaften

Saujon (F), in Frankreich (Charente-Maritime), zwischen La Rochelle und Bordeaux, 5500 Bewohner

Wirtschaft und Infrastruktur

Bosau ist anerkannter Luftkurort mit über 100 000 Übernachtungen pro Jahr. Die Ostsee ist ca. 20 km entfernt.

Quellen

  1. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  2. Wikipedia: Von der Britischen Militärregierung genehmigte Wappen in Schleswig-Holstein

Weblinks

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Bosau, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge