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Bornholm

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Basisdaten
Verwaltungssitz: Rønne
Geographische Lage: Koordinaten: 55° 5' 40" N, 14° 56' 00" O55° 5' 40" N, 14° 56' 00" O
Fläche: 588,40 km²
Einwohner: 43.040 (1. Januar 2007)
Bevölkerungsdichte: 73 Einwohner je km²

Bornholm ist mit seinen Nebeninseln Christiansø, Frederiksø und Græsholm die östlichste Insel Dänemarks. Die Ostseeinsel liegt zwischen Schonen und Hinterpommern, etwa 150 km südöstlich von Kopenhagen, 80 km nordöstlich von Rügen, aber nur etwa 40 km von der Südküste Schwedens entfernt.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Bild:Ekkodalen.jpg
Felsabbruch im Ekkodalen

Die Insel Bornholm ist 588 km² groß. Sie ist in Nordwest-Südost-Richtung 40 km lang. Die größte Breite in Südwest-Nordost-Richtung beträgt 30 km. Die Insel bildet mit der Ostsee eine 158 km lange Küste. Die Oberflächenform der Insel entspricht einem leicht gewellten Hügelland, das allseits zu seiner höchsten Höhe im Inselinneren, dem 162 m hohen Rytterknægten, ansteigt. Der Rytterknægten ist auch der höchste Berg Dänemarks. Die Landschaftsformen wurden weitgehend im Quartär während der vergangenen Kaltzeiten durch den Einfluss der Gletschereismassen gebildet. Das Vorrücken der Gletscher nach Süden führte zu einem starken Gesteinsabtrag und zur Herausbildung der heutigen Wellenform der Insel. An das Vorhandensein von Gletschern erinnern noch die teilweise zentimetertiefen Kritzungen im Gestein, die durch Gesteinsmaterial entstanden, das von den Gletschern mitgeführt wurde. Einzelne Blöcke, die der Gletscher nach dem Abschmelzen hinterließ, sogenannte Findlinge, sind ebenfalls an vielen Stellen der Insel zu finden. Manche wackeln auf ihrer Unterlage und werden daher Rokkestenen genannt.

Bild:Jonskapel.jpg
Felsküste bei Jons Kapel

Durch den stärkeren Abtrag an Gesteinsklüften, Gesteinswechseln und Verwerfungen entstanden zahlreiche Schluchten, die meist in Südwest-Nordost-Richtung verlaufen. Prägnante Beispiele für Schluchten sind das Ekkodalen unterhalb des Rytterknægten, das Kløvedal nördlich der Almindingen und das Dovredal südwestlich Paradisbakkerne. Die Schluchten Bornholms wurden nach dem Gletscherrückzug durch Schmelzwasser erweitert.

Gesteinsbedingt ist die Küste Bornholms meist Steil- und Felsküste. Die Felsen brechen oft senkrecht ins Meer ab. Die Helligdommsklippen bei Tejn erreichen bis zu 22 m Höhe. Über 20 m hoch sind auch die Granitklippen von Jons Kapel bei Vang. Ausgedehnte, flach ins Meer auslaufende helle Sandstrände befinden sich nur an der Südostecke bei Duodde.

Geologie

Der Gesteinsaufbau Bornholms wird im Gegensatz zum gesamten Rest Dänemarks überwiegend von präkambrischen Grundgesteinen geprägt. Diese bilden eine geologische Einheit mit Südschweden.

Der oberflächennahe geologische Untergrund des Zentrums und des Nordens der Insel wird von präkambrischen Gneisen und Graniten (Grundgestein) gebildet. Bei den Graniten sind Hammergranit, der den Hammeren im Norden und Bereiche des Inselinneren westlich von Vestermarie bildet, Vanggranit in einem Gürtel südlich des Hammeren, Svanekegranit an der Nordostspitze sowie Paradisbakkegranit am Paradisbakkerne im Osten der Insel zu unterscheiden. Kleine Areale im Süden der Insel werden auch vom dunklen Rønnegranit eingenommen. Das geschätzte Alter wird mit 1,4 Mia. Jahren angegeben.

Die Gesteine im Süden Bornholms sind Verwitterungsreste und Sedimentgesteine jüngeren Datums. Der Südosten wird von paläozoischen Schiefern gebildet, marinen Sedimentgesteinen, die im Kambrium, Ordovizium und Silur zwischen 600 und 440 Mill. Jahren v.h. abgelagert wurden. Mesozoische Lehme und Sandsteine bilden den Übergang zum Grundgestein bei Nexø und Åkirkeby bzw. den gesamten Südwesten der Insel bei Rønne. Sie entstammen überwiegend der Jura- und Kreidezeit vor 190 bis 70 Mill. Jahren. Großflächige quartäre Ablagerungen treten v.a. in Form von Sanddünen im Südosten Bornholms bei Duodde auf. Kalkstein ist auf Bornholm selten und tritt kleinflächig in Form des Arnagerkalks aus der Oberen Kreidezeit im Süden der Insel auf.

Fossile Reste der Lebewelt des zur Zeit des Kambrium und Ordovizium bestehenden Meeres finden sich zahlreich in den Schiefern im Inselsüden. Verbreitet treten Graptolithen und Trilobiten auf.

Vegetation und Flora

Potentielle natürliche Vegetation des größten Teils der Insel Bornholm sind Rotbuchenwälder bodensauerer Standorte (Luzulo-Fageten). Insbesondere auf Felsen in Südhanglage sind Buchen und Traubeneichen-Trockenwälder bodensaurer Standorte zu erwarten. An steilen Nordhängen und in Schluchten mit luftfeuchtem Klima treten von Natur aus Schluchtwälder aus Bergahorn, Bergulme und Gemeiner Esche auf. Nadelholz ist von Natur aus außerhalb der Kiefernwälder auf den Dünensanden bei Duodde nicht zu erwarten.

Bild:Küstenheide auf Hammeren.jpg
Küstenheide auf Hammeren
Bild:Nadelwald Bornholm.jpg
Nadelholz-Forst am Hallebakke (Almindingen)

Durch die intensive Landnutzung wurde die natürliche Vegetation stark verdrängt. Naturnahe Wälder sind bis auf wenige Reste von Bornholm verschwunden. Intensiv genutztes Ackerland bildet seit Jahrhunderten einen Ring um das Inselinnere. Dort, auf der ehemaligen Allmende (Almindingen), wurde früher das Vieh gehütet. Durch die Waldweide wurde der Wald immer weiter zurück gedrängt. Ebenso durch die Ausbeutung des Waldes für den Schiffbau. Dennoch ist der Almindingen noch immer das zweitgrößte zusammenhängenende Waldgebiet Dänemarks. Die entstandenen Heideflächen wurden erst später, nach Entstehen einer geordneten Forstwirtschaft, mit nicht standortgerechten und meist fremdländischen, aber schnell wüchsigen Nadelhölzern wieder aufgeforstet. Daraus sind die Plantagen, die Forsten der Insel, hervorgegangen. Nur kleine Heideflächen, natürliche Niedermoore und Moorseen (z.B. Bastemose und Olene) sind im Almindingen übrig geblieben. Ein großes zusammenhängendes Küstenheidegebiet ist der Hammeren im Norden.

Gemeinden und Verwaltung

Das Amt Bornholm hatte zwischen dem 1. Januar 2003 und dem 1. Januar 2007 den Status einer kreisfreien Gemeinde und stand somit auf einer Stufe mit Kopenhagen und Frederiksberg. Die früher selbständigen Gemeinden Aakirkeby, Allinge-Gudhjem, Hasle, Nexø und Rønne sind Teilgemeinden von Bornholm geworden. Diese Gebietsreform war Ergebnis einer Volksabstimmung vom 29. Mai 2001. Verwaltungssitz ist nach wie vor Rønne. Seit 2007 gehört Bornholm sowie Kopenhagen und Frederiksberg zur Region Hovedstaden und hat seinen Amtstatus verloren.

Bevölkerungsentwicklung

Geschichte

Vor- und Frühgeschichte

Bornholm wurde landschaftlich von der Eiszeit geprägt. In der Gletscherschmelzphase bildete sich östlich Rönnes ein großes Flussdelta. Durch Aufschwemmen erheblicher Sandmengen entstand eine größere Ebene. Auf Bornholm breitete sich nach dem Abschmelzen der letzten Gletscher zunächst Tundra aus, auf der Rentiere lebten. Erste Jägergruppen erreichten ungefähr 8.000 v. Chr. die heutige Insel Die Wohnplätze der Jäger- und Fischergruppen fand man am Hammer im Norden, in Melsted bei Gudhjem und in Grisby südlich von Svaneke — an der Ostküste der Insel. Aus dem Inselinnern kennt man Wohnplätze an den Flüsschen Baga (Baggea) und Blykobbea. Aus dem Moor von Vallensgard, das damals noch ein See war, konnte man Jagdgerät und Fischspeere aus WiIdknochen bergen. Sogar eine Flöte aus Knochen, Dänemarks ältestes Musikinstrument, fand man in dieser Gegend. Das Rengeweih von Klemensker ist im Museum in Rönne zu besichtigen. Das Klima erwärmte sich weiter. Nun kamen Elche, Kronhirsche und Wildschweine ins Land. Etwa ab 7.500 v. Chr. (im Präboreal) konnten Kiefer, Birke und Hasel Einzug halten. Fischer holten aus 40 m Tiefe Kiefernstubben aus der Ostsee, die als Beweis für die Landverbindung mit Rügen angesehen werden. Diese riss vermutlich vor 7.000 Jahren ab. Mit dem Rückzug der Gletscher war das Land angestiegen. Gleichzeitig stieg auch der Meeresspiegel, dieser aber schneller als das Land, so dass etwa 5.000 v. Chr. große Teile des alten Landes mit Wasser bedeckt waren und die heutige Insel entstand. Laubwälder hauptsächlich aus Linden und Eichen breiteten sich aus. Die Auerochsen wurden selten, während Hirsche und Wildschweine sich auf die veränderten Klimabedingungen umstellen konnten. Der letzte Kronhirsch wurde 1770 auf Bornholm geschossen. Die Jäger lebten jetzt in Küstennähe an Bodden und Buchten, im Landesinnern in Waldnähe, an Bächen und Flüssen und bedeckten Sumpflandschaften. Dann erreichten Ackerbauern die Insel. Vor etwa 5.000 Jahren begann man die Wälder zu roden, Äcker zu bestellen und sesshaft zu werden. Aus der Zeit stammen die Hünengräber (14 Ganggräber und 11 

Bild:Dolmen Bornholm.jpg
Bautasteine an der Küste bei Svaneke

Dolmen), von denen keines/keiner weiter als 2,5 km vom Meer entfernt ist. Spuren, die die Bronzezeit (1700–500 v. Chr.) hinterließ, sind Felsritzungen und zahlreiche Röser sowie Bautasteine, Runensteine, Steinkisten, Steinkreise und Schiffssetzungen. Diese Denkmale sind auf Bornholm in einer Vielzahl anzutreffen, die sämtliche vergleichbar großen Regionen in Dänemark bei weitem übertrifft.

Funde von Luxusgegenständen zeugen von intensiven Handelskontakten in der Eisen- und Wikingerzeit (ca. 500 v. Chr. – 800 n. Chr.). Es muss eine ausgeprägte soziale Hierarchie gegeben haben, wahrscheinlich sogar, ähnlich wie in Gudme (auf Fünen) einen lokalen Herrscher. Die Landwirtschaft entwickelte sich mit den noch heute anzutreffenden Nutztieren und Strukturen weiter.

Mittelalter

Bild:Hammershus 7.jpg
Burgruine Hammershus im Norden von Bornholm

Die ersten schriftlichen Quellen um 890 berichten von Bornholm als Königreich, das allerdings schon um 961/985 vom dänischen König Harald Blauzahn erobert wurde. Zahlreiche Runensteine markieren den Beginn der Schrift auf der Insel. Von der Gamleborg („alten Burg“) aus wurde Bornholm verwaltet, allerdings wurde die Insel schon bald zum Spielball zwischen Staat und Kirche, da der König Svend Grathe 1149 große Teile der Insel dem Erzbischof von Lund vermachte. Der dänische Staat verwaltete seinen Inselteil danach von der Lilleborg (Kleinen Burg) aus, die Kirche ihre von der um 1250 errichteten Hammershus. Streitigkeiten zwischen beiden führten 1259 zur Gefangennahme des klerikalen Inselverwalters und im Gegenzug zur Zerstörung der Lilleborg. Die Anfeindungen gingen mit einer Übereinkunft 1362 zu Ende, 1522 endete die kirchliche Herrschaft endgültig.

Bild:Ny Kirke Bornholm.jpg
Rundkirche Østerlars Kirke
Bild:Westkueste Bornholms.jpg
Ostküste Bornholms

Frühe Neuzeit

1525 verpfändete der König die Insel an die Hansestadt Lübeck, um Schulden zu begleichen. Die Bornholmer Bevölkerung hatte unter Steuern, Abgaben und Zwangsarbeit schwer zu leiden. 1535 scheiterte ein Aufstand, die Insel kam wieder als Lehen zu Dänemark und wurde von einem Lehnsmann verwaltet. Zwischen 1643 und 1658 wurde die Insel im Krieg mehrmals von den Schweden besetzt. Die Bevölkerung setzte der schwedischen Herrschaft 1658 jedoch selbst ein Ende. Bornholm kam, mit zahlreichen Privilegien ausgestattet, endgültig zu Dänemark.

Für Bornholm begann eine lange Friedensperiode. Die Festung Hammershus wurde unwichtig und schließlich geschleift, dafür wurden im späten 17. Jahrhundert auf den Erbseninseln (Ertholmene) Festungsanlagen errichtet. Ihren einzigen Einsatz hatten sie beim Bombardement durch die Briten in den Koalitionskriegen 1808. Sie werden allerdings auch heute noch militärisch genutzt, sind zwar frei zugänglich, stehen aber unter Verwaltung des Verteidigungsministeriums.

Die Wirtschaft der Insel blühte auf, die noch heute typischen Zweige Keramikindustrie, Fischerei und Räucherei entstanden. Landschaftlich erhielt die Insel durch die Anlage des Waldes Almindingen durch den Forstmeister Hans Rømer 1805 sein heutiges Aussehen.

2. Weltkrieg

Im 10. April 1940 wurde Bornholm wie ganz Dänemark von deutschen Truppen besetzt. Im Verlauf des 2. Weltkriegs war Bornholm Umschlagplatz für Flüchtlinge, die von Kopenhagen auf die Insel geschleust wurden, hier von Widerständlern und Bauern versteckt wurden und wenig später ins neutrale Schweden gelangten. Auf umgekehrten Wege wurden Waffen an die Widerstandsbewegung nach Kopenhagen geschmuggelt. Als die dänische Regierung 1943 Streik- und Versammlungsverboten der Besatzungsmacht ablehnte und das Kabinett daraufhin aufgelöst wurde, eskalierte die Lage auch in Bornholm. Etwa 500 Juden gelang am 11. Oktober 1943 unter Mithilfe des deutschen Gesandten Georg Ferdinand Duckwitz von Bornholm aus die Flucht, bevor wenige Monate später die Gestapo nach Bornholm kam.

Anders als im übrigen Land, wo sich die Wehrmacht am 4. Mai 1945 ergab, weigerte sich der Bornholmer Wehrmachts-Kommandant Gert von Kamptz zu kapitulieren und ließ am 7. Mai, am Tag der deutschen Generalkapitulation, auf sowjetische Aufklärungsflugzeuge schießen. Daraufhin wurden die Städte Rønne und Nexø von der Luftwaffe der roten Armee mehrfach bombardiert. Die erheblichen Sachschäden wurden in den Folgejahren auch mit schwedischer Hilfe beseitigt. Im April 1946 zogen die sowjetischen Truppen ab.

Archäologie

Bei Ausgrabungen wurden 1986 an die tausend "Goldmännchen", kleine Goldstücke mit eingravierten menschlichen Figuren aus der Zeit um 800 v. Chr. gefunden.

Wirtschaft

Fischerei und bäuerliche Landwirtschaft prägten lange Zeit die Wirtschaft Bornholms. Seine militärische Bedeutung erlangte die Insel ab dem Mittelalter. Als Flottenstützpunkt wurde Bornholm ab dem 17. Jahrhundert ausgebaut. Im 19. Jahrhundert kam der Bergbau hinzu. Die Grundgesteine Granit und Gneis wurden in mehreren Steinbrüchen als Bausteine, Straßenschotter, für Bord- und Pflastersteine und später für Grabsteine abgebaut. Aus den Juralehmen bei Rønne wurde Bornholmer Steinzeug produziert sowie Ziegelsteine. Im 2. Weltkrieg wurde unter Tage sogar die Jurakohle gewonnen. Jura- und Kreidesande wurden für Bauzwecke verwendet. Der Abbau der Sande wurde jedoch am 1. Juli 1988 auf Grund ihrer Bedeutung für die Trinkwasserversorgung verboten.

Tourismus

Aufgrund seiner Randlage entwickelte sich Bornholm in den Nachkriegsjahren nur langsam. Einen Aufschwung für die knapp 50.000 Inselbewohner setzte mit dem Tourismus ein. Die Natur der Insel und ihre Strände lockten Besucher ebenso an wie das besondere Klima und die vielen Vorzeitdenkmäler (dän. Fortidsminder). Die Insel bietet viele Betätigungsmöglichkeiten. Die Naturphänomene sind durch Wander- und Radwege erschlossen. Badetourismus ist an mehreren Stränden möglich. Der weiße Sand, das klare Wasser der Ostsee und das ausgeprägte solare Klima reihen den ausgedehnten Strand von Dueodde in die besten Ostseestrände ein. Golf spielen, Reiten und andere sportliche Betätigungen sind möglich. Auch Kulturtourismus ist möglich. Anziehungspunkte sind die pittoresken Alt- und Hafenstädte, die berühmten Rundkirchen und die Ruine Hammershus, die älteste Burgruine Nordeuropas. Kunsthandwerkliche Produkte werden auf der Insel selbst gefertigt, z. B. Glasbläsereien und Bornholmer Steinzeug, und gerne als hochwertiges Mitbringsel gekauft. Kulinarische Anziehungspunkte sind die Fischräuchereien mit ihrem vielfältigem einheimischem Speisenangebot. Die Hafenstadt Rønne ist auch Einfallstor für Tagestouristen, die in der großen Altstadt flanieren und oft Rundtouren durch die Insel buchen. Das Beherbungsangebot reicht von Jugendherbergen in den Hauptorten bis hin zum Fünfsterne-Hotel im nord-östlichen Sandvig. Ferienhauszentrum, aber auch Sitz mehrerer Strandhotels ist Dueodde.

Museen

Bornholmer Kunstmuseum

Das 1993 erbaute und 2003 modernisierte Bornholmer Kunstmuseum ist architektonisch wie inhaltlich reizvoll. Angelehnt an die Bauhaus-Architektur fügt sich das mit einem Leuchtturm ähnelnden Turm ausgestattete Gebäude harmonisch in die Küstenlandschaft bei Helligdomsklipperne ca. 6km west-nordwestlich von Gudhjem ein. Die Dauerausstellung umfaßt Ölgemälde Dänischer und vor allem Bornholmer Künstler des 19. Jahrhunderts bis zu Skulpturen der Gegenwartskunst; auch Dänische Designstudien (z.B Georg Jensen) befinden sich in der Dauerausstellung. Die Wechselausstellung bietet Künstlern der Gegenwart eine großzügige Ausstellungsfläche, die durch die bodentiefen Fenster mit Blick auf die Ostsee eine durch Naturlicht begünstigte Betrachtung der Objekte ermöglicht. Im hinteren Teil des Gebäudes gelangt man durch die Gegenwartsausstellung (z.B. Glaskunst aus Gudhjem) über einen 30m langen Steg zu einer Aussichtsplattform. Besonderes Highlight des Museums ist ein Rinnsal, das direkt durch das Gebäude geleitet wird.

Verkehr

Fährverbindungen

Hauptfährhafen ist der Hauptort Rønne. Von den östlichen Hafenstädten Svaneke, Nexø, Gudhjem, und Allinge-Sandvig besteht eine saisonale Fährbootverbindung zu den Erbseninseln (Ertholmene), welche außerdem täglich vom Postboot angesteuert werden.

Flugverbindungen

  • Nach Kopenhagen existiert eine Fluglinie.
  • In den Sommermonaten 2007 bietet Lufthansa an Samstagen eine Direktverbindung von Hamburg an.

Der Regionalflughafen befindet sich südlich des Hauptortes Rønne, ein weiterer Flugplatz bei dem Orte im mittleren Nordosten der Insel. Ab Siehe auch: Liste dänischer Inseln, Dänische Inseln

Sonstiges

Gudhjem-Zeit

Das Bornholmer Hafenstädtchen Gudhjem liegt exakt auf dem 15. Längengrad, nach dem die Mitteleuropäische Zeit (MEZ) berechnet wird. Daher wird diese Zeit in Dänemark auch Gudhjem-Zeit genannt. Auf der Insel kreuzt der 15. Längengrad zudem mit dem 55. Breitengrad.

Literatur

  • Bent Rying: Bornholm. Gestalt, Geschichte, Kultur, Neumünster 1981
  • Bornholms Velkomstcenter und Bornholms Amt (1996; 3. Aufl.): Bornholm. Radwandern durch Natur und Kultur. 128 S., Rønne. ISBN 87-88440-12-5
  • Den Store Danske Encyklopædi.Gyldendal.1994.ISBN 87-7789-045-0.CD-ROM.2004.ISBN 87-02-03105-1

Weblinks

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