Borland

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Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel bezieht sich auf das Softwareunternehmen Borland.

Borland ist auch der Name eines Seeungeheuers im Spiel Creatures 2.


Borland ist ein Softwareunternehmen (NASDAQ NM: BORL) mit Hauptsitz in Scotts Valley, Kalifornien.

Borland wurde 1983 von dem französischen Mathematiklehrer Philippe Kahn gegründet, unter dessen Leitung das Unternehmen eine Reihe hochgeschätzter Werkzeuge zur Softwareentwicklung entwickelte. Das Unternehmen wurde bekannt durch die Programmiersprache Turbo Pascal, die unter dem Namen Delphi weiterentwickelt wird. Borlands C++-Implementierung und die IDE Delphi galten Mitte der 1990er Jahre gegenüber Microsofts Implementierung als überlegen. Ein weiteres Produkt, die Datenbank Paradox, stand damals in direkter Konkurrenz zu Microsoft Access.

Seit Mitte der 1990er Jahre verlor Borland mehr und mehr seine dominante Stellung am Markt für Softwaretools. Einige meinen, daran sei die Konkurrenz zu Microsoft schuld gewesen, andere glauben, dass Philippe Kahn die Ressourcen seines Unternehmens in zu vielen Projekten verzettelt hat, als er versuchte, an vielen Fronten gleichzeitig gegen Microsoft anzukämpfen. 1998 benannte sich Borland in Inprise Corporation um und konzentrierte sich – weg von Entwicklertools – stärker auf den Markt zur Entwicklung von Businessapplikationen bzw. Middleware-Werkzeugen und stieg in den Markt internetorientierter Tools wie JBuilder ein. Über mehrere Jahre wurden Verluste eingefahren, das Image verschlechterte sich. Durch die Namensänderung kam sogar der Eindruck auf, das Unternehmen existiere gar nicht mehr.

Heute, wieder unter dem traditionsreichen Namen und unter Führung von CEO Scott Arnold, ist Borland zwar kleiner, aber dafür seit mehreren Jahren wieder profitabel. Borland entwickelt weiterhin die Delphi Entwicklungsumgebung sowie den C++Builder. Ein Vorstoß in Bereiche jenseits der Entwicklung auf Microsoft-Betriebssystemen war Kylix, welches Borlands Erfahrung im Bereich der Integrierten Entwicklungsumgebungen zum ersten Mal auch „nativ“ für Linux verfügbar machte. Außerdem wurde der C# Builder vorgestellt, eine Entwicklungsumgebung für die von Microsoft entwickelte .NET-Programmiersprache C#. Die Unterstützung von Web Services und .NET (seit Delphi 8) hat das Ansehen von Borland in der Industrie wieder gestärkt.

Mit den neuesten Ausgaben ihrer Werkzeuge bricht Borland das erste Mal mit der einfachen Durchnummerierung der Versionen: JBuilder 11 (der Nachfolger von JBuilder 10) heißt nun JBuilder 2005, Delphi 9 heißt offiziell Delphi 2005. In der Delphi 2005-IDE sind nun erstmals die Programmiersprachen Delphi und C# zusammengefasst (auf Druck der Entwicklergemeinde können Programme in Delphi nun sowohl für Win32 als auch für .NET erstellt werden). Demnach wurde der C# Builder offiziell eingestellt und ist nun in Delphi enthalten. Als Teil des Borland Developer Studios enthält Delphi 2006 nun auch die Unterstützung für die Programmiersprache C++.

Die erfolgreiche Integration der Unternehmen Togethersoft (Together Control Center) und Starbase (Konfigurations- und Changemanagenmentlösungen, Anforderungsmanagementlösungen) innerhalb der vergangenen drei Jahre war für Borland ein wichtiger Schritt. Im Jahre 2005 kam das CMMI- und Prozessberatungshaus TeraQuest hinzu, welches als eines der erfolgreichsten global agierenden CMMI-Beratungshäuser galt. Bill Curtis, Mitbegründer von CMM ist bei Borland nun in führender Position tätig.

Mittlerweile bietet Borland ein hoch integriertes ALM-Lösungsportfolio (Application Lifecycle Management) an, das den gesamten Zyklus der Softwareentwicklung von der Aufnahme und dem Management der Anforderungen, über die Modellierung der Anwendung und der Ausprogrammierung über das automatische Testen bis hin zur Entwicklung der Applikation „aus einem Guss“ ermöglicht.

Borland konzentriert sich durchgängig auf eine prozessorientierte, CMMI- und ITIL-Elemente umfassende SDO-Strategie (Software Delivery Optimization), welche Wertschöpfungsaspekte und Geschäftsprozesse der Softwareentwicklung im Vordergrund jeglichen IT-Schaffens sieht.

Im Februar 2006 kündigte Borland an, die Produktlinie der Entwicklungsumgebungen (Delphi, JBuilder etc.) zu verkaufen und sich fortan ausschließlich auf den Bereich des ALM zu konzentrieren. Laut Press Release vom 14.11.2006 wird die IDE-Sparte nun zwar in ein eigenes Unternehmen namens CodeGear ausgegliedert, verbleibt jedoch in Besitz von Borland.

Am 5.September 2006 hat Borland die „Turbo“-Reihe wieder auferstehen lassen - „Turbo Delphi Win32“, „Turbo Delphi .net“, „Turbo C#“ und „Turbo C++" sollen mit den kostenlos erhältlichen „Explorer“-Versionen wieder mehr Programmierer für die IDE-Produkte von Borland werben.

Produkte

„Alte“ Programme von Borland:


Die aktuelle Produktpalette von Borland umfasst unter anderem:

Weblinks

Wikipedia
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