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Boris Taslitzky

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Boris Taslitzky (* 30. November 1911 in Paris; † 9. Dezember 2005 ebenda) war ein französischer Maler und ein Vertreter des Sozialistischen Realismus.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Taslitzky wurde als Kind russischer jüdischer Emigranten in Paris geboren. Bis 1941 lebte er in Paris, wo er ein Studium an der École Supérieure des Beaux-Arts absolvierte. Er war Schüler von Jacques Lipchitz.

Politisch engagierte er sich in der Maison de la Culture. Als aktives Mitglied der Résistance wurde er verhaftet und am 5. August 1944 mit einem der letzten Transporte ins Lager KZ Buchenwald gebracht. Auch im Lager arbeitete Taslitzky, von diesen Arbeiten sind noch viele Zeichnungen erhalten. Er überlebte die Lagerhaft und arbeitete danach in Paris als Lehrer an der École Nationale Supérieure des Arts Décoratifs.

Taslitzky war ein Vertreter des Sozialistischen Realismus. Er wurde insbesondere durch seine Porträts bekannt, die er unter Lebensgefahr als Häftling 69 022 im KZ Buchenwald auf gestohlenem Schreibpapier der SS zeichnete (siehe: Ausstellung). Seine Werke werden in allen großen Galerien ausgestellt. Von der Kunstszene in Frankreich wurde er jedoch weitgehend ignoriert. Den großen Trend des 20. Jahrhunderts zum Abstrakten machte Taslitzky nicht mit und blieb seinen künstlerischen Wurzeln verhaftet.

Boris Taslitzky war ein enger Freund der Maler Pablo Picasso und Alberto Giacometti sowie des Schriftstellers Louis Aragon.

Zitate

  • ‘‘“Ich habe immer für Frieden und eine Umgestaltung der Welt gekämpft, und das ist heute noch wichtiger." (Boris Taslitzky, anlässlich seines 90. Geburtstages)

Ausstellung

  • Buchenwald - l'arme du dessin (Die Waffe des Zeichnens) Unter Todesgefahr zeichnete und malte B.T. auf SS-Briefpapier den Alltag im KZ. Bis 1. Okt. 2006, Musée d'art et d'histoire du Judaisme, 71, rue du Temple, Paris [1]

Weblinks

Wikipedia
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