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Borealer Wald
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Offenbar ist das zweite eine Untermenge des ersten - in Borealer Wald steht, dass es in der borealen Zone keine Hartholz-Laubbäume mehr gibt. Auch wenn es nicht identisch sein sollte, wäre ein Lemma besser. Plehn 21:57, 24. Nov. 2006 (CET)
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Boreale Wälder liegen vorwiegend in kalt-ozeanischen und kalt-kontinentalen Klimaten der Nordhalbkugel, bilden aber auch in gemäßigten Klimaten azonale oder extrazonale Waldgesellschaften. Die boreale Zone beginnt dort, wo das Klima für Hartholz-Laubbäume zu ungünstig ist, wo also die Sommer zu kurz und die Winter zu lang werden: die Anzahl der Tage mit Tagesmitteltemperaturen über 10 °C ist unter 120, und die kalte Jahreszeit dauert länger als sechs Monate. Die nördliche Grenze der borealen Zone liegt dort, wo es nur noch etwa 30 Tage mit einem Temperaturmittel von 10 °C gibt und die kalte Jahreszeit acht Monate dauert. Auf der Südhalbkugel gibt es kaum boreale Wälder, da dort in den entsprechenden Breitengraden fast nur Meere liegen; nur Südchile hat einige kleine Bestände.
Je nach Ausprägung der kalten Klimate (sehr kalt mit Permafrostböden bis kühl sowie trocken-kontinental bis ozeanisch) lassen sich Subzonobiome des borealen Waldes unterscheiden. Er besteht überwiegend aus Nadelwaldgesellschaften (Variationen von Fichte, Kiefer, Lärche, Tanne, siehe Borealer Nadelwald), geht aber auch in mäßig kalten Klimaten in Mischwald (Fichte, Kiefer, Moor- und Weißbirke, Stieleiche, Erle, Espe) und in sehr kalten Bereichen in Tundra (Moorbirke, Weißbirke, Zwergkiefer, Erle) sowie in Waldhochmoore (Hochmoor) über.
In gemäßigten Klimaten können boreale Wälder in Höhenlagen der Gebirge vorkommen, die ähnliche klimatische Bedingungen aufweisen. Im mitteleuropäischen Klima kommen sie im feucht-gemäßigten subozeanischen Bereich in einer Höhenlage ab etwa 1000 bis 1500 m (montan bis hochmontan) vor und steigen bis zur Baumgrenze. Im subkontinentalen bis kontinentalen Bereich kommen sie bereits ab etwa 600 bis 800 m natürlicher Weise vor. Viele Nadelforste in Deutschland sind keine borealen Wälder, sondern im Zuge der Wiederaufforstung Ende des 18. Jahrhunderts angepflanzt worden.
