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Booster (Raketenantrieb)
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Als Booster wird in der Raumfahrttechnik eine Hilfsrakete bezeichnet, die an einer Trägerrakete oder einem Außentank (so beim Space Shuttle) angebracht ist. Booster dienen der Erzeugung zusätzlichen Schubs während des Starts. Sind sie ausgebrannt, bei den gängigen Systemen in 40–60 km Flughöhe, werden sie abgetrennt und landen am Boden oder im Wasser. Einige größere Booster, wie z. B. die des Space Shuttles, der Ariane 5 und der Energija-Rakete landen mit Hilfe von Fallschirmen weich, um wieder verwendet oder auf Fehler inspiziert zu werden.
Nach dem verwendeten Treibstoff wird zwischen zwei Bauarten unterschieden:
- Festtreibstoff-Booster (engl. solid rocket booster, kurz SRB), wie sie beim Space Shuttle und vielen Raketentypen wie Delta II, Atlas V und Ariane 5 Verwendung finden. In der sowjetischen und russischen Raumfahrt werden Feststoffbooster nicht genutzt.
- Flüssigtreibstoff-Booster (engl. liquid rocket booster, kurz LRB) werden vor allem in sowjetischen/russischen Trägerraketen wie Sojus oder Energija, aber auch indischen (GSLV) und chinesischen (LM-2E und LM-3B) Raketen eingesetzt. Auf US-amerikanischer Seite nutzt nur die Delta IV Heavy LRBs, weiterhin die in Entwicklung befindliche Atlas V Heavy.
- Bei einigen Trägerraketen wird auch ein Mix von SRB und LRB verwendet, z. B. bei der europäischen Ariane 44LP und der japanischen H-2A.
Häufig werden, je nach zu erzielender Nutzlast, zwei oder vier Booster eingesetzt, um symmetrische Schubverhältnisse zu garantieren; diese sind aber auch bei der Kombination von drei, sechs oder neun Boostern erreichbar. Bei der Energija wurden die Booster paarweise gebündelt und man konnte die Rakete mit zwei (realisiert), drei oder vier solcher Boosterpaare einsetzen. Bei der Delta II werden 3, 4 oder 9 Booster verwendet. Einige Raketen wie die Atlas V können Booster auch in unsymmetrischen Verhältnissen einsetzen; in diesem Fall muss der Schubvektor der Booster durch den Massenmittelpunkt der Rakete führen.
