Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.
Bombenangriff auf Braunschweig am 15. Oktober 1944
Aus Kefk.
Der Bombenangriff vom 15. Oktober 1944 auf Braunschweig (engl. Brunswick) durch die No. 5 Bomber Group (5. Bombergruppe) der Royal Air Force (RAF) markiert den Höhepunkt der Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg [1]. Der Luftangriff dieser Nacht erzeugte einen gewaltigen Feuersturm, aufgrund dessen Braunschweig zweieinhalb Tage ununterbrochen brannte. Er zerstörte vor allem die mittelalterlich geprägte Innenstadt (Zerstörungsgrad über 90 % [2]) und hat das Erscheinungsbild der Stadt bis in die Gegenwart hinein nachhaltig verändert.
| [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: convert: unable to open image `/var/www/kefk/w/images/9/90/Braunschweig_Brunswick_Stadtplan_gesamt_(1899).jpg': No such file or directory. |
Inhaltsverzeichnis |
Angriffsziel Braunschweig
Der erste Bombenangriff auf Braunschweig fand am 17. August 1940[3] durch die Royal Air Force statt; dabei wurden sieben Personen getötet. Von diesem Tage an wurden die Luftangriffe zahlreicher, präziser und verheerender in ihrer Wirkung. Seit dem 27. Januar 1943 griffen die Bomber der United States Army Air Forces (USAAF) deutsche Städte auch bei Tage an. Ab Februar 1944 („Big Week“ [4]) war Braunschweig planmäßiges Ziel amerikanischer und britischer Bomberstaffeln, wobei sich die RAF auf Nachtangriffe und die USAAF auf Angriffe bei Tag beschränkten. Diese Aufteilung entsprach der bei der Konferenz von Casablanca 1943 festgelegten combined bomber offensive (CBO; „kombinierte Bomberoffensive“), einem gemeinsamen Vorgehen der Bomberkräfte Großbritanniens und der USA.
Rüstungsindustrie in und um Braunschweig
Insgesamt war Braunschweig – zu Beginn des 20. Jahrhunderts hauptsächlich eine Arbeiter- und Industriestadt – während des Zweiten Weltkrieges ca. 42 Luftangriffen britischer und amerikanischer Bomberverbände ausgesetzt [5]. Die Angriffe galten vorwiegend den Rüstungsbetrieben in und um Braunschweig (insbesondere der Produktion von Kampfflugzeugen, Panzern, optischen und feinmechanischen Präzisionsinstrumenten), dem Hafen am Mittellandkanal, verschiedenen Forschungseinrichtungen, Konservenfabriken, den Bahnhöfen, dem Reichsbahnausbesserungswerk, sowie der Deutschen Forschungsanstalt für Luftfahrt (DFL) sowie diversen Militärkomplexen.
Als ein Zentrum der deutschen Rüstungsindustrie war die Stadt von einem starken und tief gestaffelten Flak-Gürtel umgeben, was sie für die angreifenden Bomberverbände zu einem gefürchteten Ziel machte, da mit hohen Verlusten zu rechnen war.[6]
Rüstungsbetriebe in und um Braunschweig (Auswahl)
- Braunschweiger Blechwarenwerke
- Braunschweigische Maschinenbauanstalt (BMA) – Maschinenbau
- Büssing – Kraftfahrzeuge
- Franke & Heidecke – optische Präzisionsinstrumente (z.B. Kameras)
- Karges & Hammer – Maschinenbau
- Lanico Maschinenbau – Maschinenbau
- Luther-Werke – Flugzeuge
- MIAG – Anlagen- und Maschinenbau, Panzer
- Niedersächsische Motorenwerke (NIEMO) – Flugzeugmotoren
- Schmalbach-Lubeca - Blechwaren
- Schuberth-Werke - z. B. Stahlhelme
- Selwig & Lange – Maschinenbau
- Voigtländer – optische Präzisionsinstrumente (z.B. Zielfernrohre)
- Wilke-Werke – Maschinenbau
- Wullbrandt & Seele – Maschinenbau
In unmittelbarer Nähe Braunschweigs befanden sich zudem:
- die Reichswerke Hermann Göring, ca. 15 km südlich in Salzgitter und
- das Volkswagen-Werk, ca. 40 km nordöstlich bei Fallersleben
Darüber hinaus wurden die Militärflugplätze Braunschweig-Waggum, Braunschweig-Broitzem und Braunschweig-Völkenrode [7]sowie nach und nach die gesamte Stadt in die Zerstörung mit einbezogen.
Vorbereitung des Luftangriffs vom 15. Oktober 1944
Zweck des Angriffs
Am 13. Oktober erhielt die Royal Air Force die Anweisung zur Durchführung der „Operation Hurricane“ [8]. Zweck dieser Operation war einerseits die Demonstration der Zerstörungskraft der alliierten Bomberstreitkräfte gegenüber der deutschen Zivilbevölkerung, andererseits aber auch deren Luftüberlegenheit. Die Anweisung enthielt folgende Passage:
- “In order to demonstrate to the enemy in Germany generally the overwhelming superiority of the Allied Air Forces in this theatre ... the intention is to apply within the shortest practical period the maximum effort of the Royal Air Force Bomber Command and the 8th United States Bomber Command against objectives in the densely populated Ruhr.”
- (zitiert aus RAF-Tagebuch)
- (Um dem Feind in Deutschland allgemein die überwältigende Überlegenheit der Alliierten Luftstreitkräfte auf diesem Kriegsschauplatz zu demonstrieren ... ist beabsichtigt, in kürzest möglicher Zeit eine maximale Anstrengung sowohl des Royal Air Force Bomber Command als auch des 8. United States Bomber Command gegen Ziele im dicht bevölkerten Ruhrgebiet zu unternehmen.)
Operation Hurricane sah als Hauptziel Duisburg für die ca. 1.000 schweren Bomber der RAF vor und Köln für die ca. 1.200 Bomber der USAAF. Weitere 233 Bomber der RAF waren für die damals ca. 150.000 Einwohner zählende Stadt Braunschweig bestimmt [9].
Die Planung des Angriffs auf Braunschweig war seit dem 15. August 1944 abgeschlossen [10]. Nachdem Darmstadt am 11. September 1944 als eine der ersten deutschen Städte „erfolgreich“ mit einer neuen Angriffstaktik (spezielle Markierungstechnik, fächerförmiger Anflug und zeitliche Staffelung der Spreng- und Brandbomben) zerstört worden war (ca. 11.500 Tote), war die Reihe am 15. Oktober 1944 nunmehr an Braunschweig.
Braunschweig sollte nicht nur als wichtiger Standort der Rüstungsindustrie, sondern vor allem auch als ziviler Wohnort großflächig zerstört und damit dauerhaft unbewohnbar und unnutzbar gemacht werden. Das Ziel, nämlich die größtmögliche Zerstörung, sollte durch detaillierte Angriffsplanung und -ausführung, sowie durch die Eigenschaften der eingesetzten (Kampf-)Mittel erreicht werden (s. u. „Einsatzbefehl“ und „Kriegstagebuch“). Das Mittel zur Zielerreichung war der Feuersturm, dessen Entstehung kein Produkt des Zufalls war, sondern wissenschaftlich fundiert in akribischer Kleinarbeit erarbeitet worden war[11].
Am 13. Oktober teilte der Chefmeteorologe in High Wycombe, dem Hauptquartier des Bomber Command der RAF die Wettervorhersage für das Wochenende 14./15. Oktober mit: Geringe Bewölkung, die ganze Nacht gute Sicht, mäßige Winde. Darauf hin erteilte Arthur Harris, der Oberkommandierende des Bomber Command („Bombereinsatzkommando“), auch „Bomber-Harris“ genannt, den Befehl zum Angriff am 14. Oktober (u. a. auf Braunschweig, dessen Codename „SKATE“ war, auf Deutsch: „Rochen“).
RAF No. 5 Bomber Group
Die No. 5 Bomber Group (Motto: „undaunted“, dt. „furchtlos“) wurde 1937 gegründet und während des Krieges fortlaufend aufgerüstet und modernisiert. Air Vice-Marshall Arthur Harris war von 1939-1940 selbst Kommandeur der Gruppe, bevor er Oberbefehlshaber des Bomber Command wurde. 1943 wurde das Hauptquartier der gegen Kriegsende 15 Staffeln umfassenden Gruppe nach Morton Hall, Swinderby, verlegt. Die Gruppe wurde zum Zeitpunkt des Angriffs auf Braunschweig von Air Vice-Marshall Ralph Cochrane kommandiert[12]. Sie wurde für verschiedene Spezialeinsätze herangezogen, wie zum Beispiel der Bombardierung von Talsperren.
Einige der wichtigsten Einsätze von No. 5 Bomber Group:
- erster „Tausend-Bomber-Angriff“ auf Köln am 30. Mai 1942 (Beteiligung)
- Dam-Buster-Angriff auf die Talsperren der Möhne und der Eder am 17. März 1943 (alleinige Ausführung)
- Luftangriff auf Heilbronn, 4. Dezember 1944 (alleinige Ausführung)
- Luftangriff auf Dresden am 13. Februar 1945 (alleinige Ausführung des ersten Angriffs)
- Grand-Slam-Angriff auf Bielefeld am 14. März 1945 (alleinige Ausführung)
- Luftangriff auf Würzburg, 16. März 1945 (Beteiligung)
RAF Bomber Command hatte im Laufe des Jahres 1944 bereits vier Mal vergeblich versucht, Braunschweig dauerhaft zu zerstören, war bisher aber aus den unterschiedlichsten Gründen (schlechtes Wetter, zu starke Abwehr etc.) gescheitert.[13]
Am Sonnabend, dem 14. Oktober 1944, wurde im Hauptquartier der No. 5 Bomber Group in Morton Hall die Vorbereitungen für den Angriff abgeschlossen.
Einsatzbefehl vom 14. Oktober 1944
Auszugsweise Übersetzung des handschriftlich geringfügig geänderten Einsatzbefehls:
- Einsatz: Mindestens 220 Flugzeuge der No. 5 Group werden das Ziel angreifen. Außerdem 1.000 Flugzeuge der No. 1, 3, 4 und 6 Groups COD [= Codename für Ziel Duisburg] um 0129 und um 0325 Uhr.
- Einsatzziel: Zerstörung eines feindlichen Industriezentrums vollenden.
- Einsatztag: Nacht 14./15. Oktober 1944
- Einsatzkräfte: 53. Basis - mehr als 80 Flugzeuge, 55. Basis - mehr als 100 Flugzeuge, 49. Staffel - mehr als 18 Flugzeuge, 54. Basis - 13 Flugzeuge (106. Staffel) zusätzlich Beleuchter- und Markierer-Einheiten.
- Ziel: SKATE [= Codename für Braunschweig).
- Angriffszeit: Voraussichtliche Angriffszeit 02.30 Uhr. Zeit über Ziel Angriffszeit +6 Minuten. Flugzeuge haben sich während der Zeit über Ziel gleichmäßig zu verteilen. Flugzeuge mit längeren Verzögerungen haben in der ersten Welle anzugreifen.
- Bombenladung und Zünder: 51 Flugzeuge: 1x 2000 HC (= Luftmine) plus Maximum "J"-Cluster (Flammstrahlbombe)
- Restliche: 1x 1000 MC/GP (= Sprengbombe mit Aufschlagzünder). Plus Maximum Brandbomben vorzugsweise in Streubehältern, sonst in Schüttkästen.
- (Anmerkung: Die maximale Bombenzuladung einer Lancaster betrug etwas über 6 Tonnen. Die Angabe der Bombenlast "1x 1000 MC/GP (1000 Pfund entsprechen 453 kg) plus Maximum Brandbomben" bedeutet, dass der Bombenladeraum bis zum höchsten zulässigen Startgewicht mit Brandbomben gefüllt wurde, wobei die erforderliche Treibstoffmenge zu berücksichtigen war. Daher ist davon auszugehen, dass die Ladung der Lancaster für diesen Angriff auf Braunschweig zu mehr als 80 % aus Brandbomben bestand.)
- Filmaufnahmen: Alle Flugzeuge sind mit nachttauglichen Kameras und Blitzlichtern auszurüsten, die bei 60 % der Flughöhe zünden müssen. Alle Staffeln mit Ausnahme der 106. haben für Details 50 % der Flugzeuge mit anderem Filmmaterial auszurüsten. Die 106. führt zu 100 % andere Filme mit.
- Angriff: Das Ziel ist in Abschnitten strahlenförmig vom Markierungspunkt ausgehend mit verzögerter Bombenauslösung anzugreifen.
- Zielmarkierung: Angriffszeit -10 [Minuten]: Blindmarkierung. Grüne Zielmarkierungen werden in die Mitte des Ziels geworfen. Sie werden um Angriffszeit -5 erneuert. Rote Markierungsbomben werden um Angriffszeit -9, -7 und -5 über dem Ziel abgeworfen.
- Bombardierungsanweisungen: Besatzungen haben bei roten Zielmarkierungen so zu zielen, dass die mittlere Bombe ihrer Bombenreihe das Zentrum des Ziels trifft.
Verlauf des Luftangriffs
Anflug des Zieles
| [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: convert: unable to open image `/var/www/kefk/w/images/4/40/Braunschweig_Brunswick_Luftlagekarte_Oktober_1944.jpg': No such file or directory. |
No. 5 Bomber Group der RAF startete planmäßig gegen 23.00 Uhr Ortszeit am Abend des 14. Oktober, um ihr Ziel Braunschweig anzufliegen. Gleichzeitig starteten weitere 1.000 RAF-Bomber anderer Groups, um Duisburg zu bombardieren. Der für Braunschweig bestimmte Verband nahm einen ihn weit südlich des späteren Zieles führenden Kurs, um den Flaksperrgürtel des stark gesicherten Ruhrgebiets zu umgehen. Bei Paderborn drehte er nach Norden, überquerte Hannover, um schließlich Braunschweig anzufliegen. Er bestand aus 233 schweren, viermotorigen Bombern vom Typ Lancaster I und III[14] (jeder mit einer Bombenlast von ca. sechs Tonnen); begleitet wurden die Lancasters von sieben Mosquitos[15].
Ausschaltung der deutschen Flugabwehr durch Täuschung
Zu etwa gleicher Zeit flogen 141 Trainingsflugzeuge einen Scheinangriff auf Helgoland, 20 Mosquitos steuerten Hamburg an, acht Mannheim, 16 Berlin und zwei Düsseldorf. Darüber hinaus wurden 140 weitere Maschinen für andere Ablenkungsmanöver eingesetzt. Zusätzlich wurden Stanniolstreifen (Codename „Windows“) in großen Mengen abgeworfen, um die Radaranlagen des deutschen Luftverteidigungssystems zu stören, was die deutsche Abwehr in dieser Nacht nahezu wirkungslos machte[16].
Markierung des Zieles
Die Mosquitos waren für eine von No. 5 Bomber Group speziell entwickelte Tiefstmarkierungstechnik über dem Ziel zuständig. Die Bombergruppe hatte ihre Zielmarkierungstechnik war über die Kriegsjahre hindurch permanent verbessert und nunmehr zur Perfektion getrieben worden[17]. Über Braunschweig angekommen, warfen die Pfadfindermaschinen verschiedenfarbige Markierungen ab, die das Ziel hell erleuchteten. Südwestlich der Innenstadt fiel die erste rote Markierung. Über dem Braunschweiger Dom, dem Zielpunkt dieses Angriffs[18], wurde eine grüne Leuchtmarkierung als „Blindmarkierung“ abgeworfen. Diese wiederum setzte in 1.000 m Höhe ca. 60 Leuchtkerzen frei, die langsam zu Boden schwebten, wobei sie ca. 3-7 Minuten brannten. Diese Leuchtmarkierung wurde wegen ihres charakteristischen Aussehens von der Bevölkerung „Christbaum“ genannt. Aufgrund der klaren Nacht (Bericht der Filmaufklärung: "Visibility: excellent" – „Sicht: ausgezeichnet“[19]), des feinfreien Anflugs und der einwandfreien Markierung des Zieles waren die Angriffsbedingungen aus britischer Sicht optimal.
| [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: convert: unable to open image `/var/www/kefk/w/images/0/0e/Lancaster_I_NG128_Dropping_Load_-_Duisburg_-_Oct_14_-_1944.jpg': No such file or directory. |
Der Untergang des alten Braunschweig
Die letzte Entwarnung am Samstag, dem 14. Oktober, war in Braunschweig gerade erst um Mitternacht verklungen, als am 15. gegen 01.50 Uhr erneut Fliegeralarm ausgelöst wurde – der Angriff der RAF hatte begonnen[20].
Obwohl der Luftangriff nur ca. 40 Minuten dauerte[21], ging Sonntag, der 15. Oktober 1944, als der Tag des Untergangs des alten Braunschweig in die Stadtgeschichte ein.
No. 5 Bomber Group hatte neben der speziellen Markierungstechnik auch ein ausgeklügeltes Bombardierungsverfahren entwickelt, mit dem größtmöglicher Schaden angerichtet werden sollte – es wurde „sector bombing“[22] (etwa „Fächerbombardierung“) genannt. Es bestand aus dem Dom als Punktziel des „Masterbombers“ („Leitbomber“) in der vordersten Maschine. Die grüne Markierung auf der Dom-Insel diente der Orientierung der Bombenschützen aller folgenden Maschinen, die diese Markierung aus verschiedenen Richtungen fächerförmig überflogen, wobei sie ihre Bomben abwarfen.
RAF-Filmaufnahmen des Angriffs
Dieser Luftangriff auf Braunschweig wurde von einer speziell dafür ausgestatteten Lancaster gefilmt[23]. Die Maschine flog, wie der größte Teil des Bomberpulks, in einer Höhe von 4.950 m über dem Ziel und mit einer Geschwindigkeit von 260 km/h. Die Aufnahmen wurden mit drei Kameras vom Typ „Eyemo“ gemacht. Als Angriffszeit wurde 02.33 Uhr (Bordzeit) notiert. Eine Kopie dieses Filmes befindet sich heute im Städtischen Museum Braunschweig[24].
Der Film ist mit folgendem Text versehen:
- „Bomber Command ... made a heavy and concentrated attack on the industrial town of Brunswick, which is one of Germany’s biggest centres for the aircraft and engineering industries. As the aircraft with the cameras runs up to the target the fires can be seen spreading rapidly all over the city and by the time the aircraft is over the target the whole city is ablaze and the streets can been seen clearly outlined.”
- (Bomber Command ... führte einen schweren und konzentrierten Angriff auf die Industriestadt Braunschweig durch, eines der größten Zentren für Flugzeug- und Maschinenbau in Deutschland. Während sich das Kameraflugzeug dem Ziel nähert, sieht man, wie sich das Feuer schnell über die gesamte Stadt ausbreitet. Als sich das Flugzeug über dem Ziel befindet, steht die ganze Stadt in Flammen, man erkennt deutlich das Muster der Straßen.)
Der Feuersturm
Binnen kurzem wurden ca. 847 Tonnen Bomben[25] auf die Stadt abgeworfen, zunächst ca. 12.000 Sprengbomben (u. a. Luftminen, sogenannte „Wohnblockknacker“)[26] in mehreren Bombenteppichen auf die Fachwerk-Stadt, um den beabsichtigten Feuersturm bestmöglich mit brennbarem Material zu versorgen. Die Druckwellen deckten Dächer ab und legten damit das Innere der Häuser frei, ließen Fensterscheiben bersten und Inneneinrichtungen in Stücke gehen, brachten Mauern zum Einsturz, zerrissen Strom- und Wasserleitungen und trieben Lösch- und Rettungskräfte sowie Schadensbeobachter in Keller und Bunker. Nach der Sprengbombenwelle kamen ca. 200.000 Phosphor- und Brandbomben zum Einsatz. Ihre Aufgabe war die Entfachung besagten Feuersturms. Wie bereits bei Angriffen auf andere Städte (z. B. Hamburg) geschehen, war dessen Entstehung nicht das Produkt des Zufalls, sondern das Ergebnis jahrelanger akribischer Forschungsarbeit gewesen. Der Feuersturm war zugleich Zweck und Ziel dieses Angriffs – er sollte die Aufgabe vollenden, wenn die Bomber schon längst wieder in England gelandet waren.
Gegen 03.10 Uhr, ca. 40 Minuten nachdem die ersten Sprengbomben auf Braunschweig gefallen waren, war der Angriff für die RAF beendet.
Durch die Brände aufgeheizte Luftmassen wurden durch die nun entstehende heftige Thermik nach oben gesogen, kältere Luft strömte unten nach; so kam es zu orkanartigen, ständig wechselnden Winden, die die Brände noch weiter anfachten, was wiederum die Winde und den durch sie entstehenden Sog verstärkte, wobei kleinere Möbelstücke mitgerissen und Menschen umgeworfen wurden[27].
Der Flächenbrand erreichte ca. dreieinhalb Stunden später, gegen 06.30 Uhr morgens, seinen Höhepunkt in der Innenstadt. Etwa 150 Hektar historischen Stadtgebietes standen in Flammen[28]. Die höchsten Kirchtürme der Stadt, die der knapp 100 m hohen Andreaskirche brannten weithin sichtbar und verbreiteten einen Funkenregen über das gesamte Stadtgebiet. Straßen, Gebäude und Ruinen der Innenstadt waren mit Brandbomben geradezu übersät. Rettungs- und Löschkräfte wurden so daran gehindert, schnell zu den Brandherden vorzudringen[29].
Braunschweig brannte so intensiv und hell, dass der Feuerschein noch weit entfernt zu sehen war[30]. Von allen Seiten strömten Helfer und Feuerwehren auf die brennende Stadt zu, um zu helfen. Sie kamen u. a. aus dem 65 km entfernten Hannover im Westen bis zum 40 km entfernten Helmstedt im Osten, vom 50 km entfernten Celle im Norden bis zum 90 km entfernten Quedlinburg im Süden.
Innerhalb der 24 Stunden, die die Operation Hurricane dauerte, warf die RAF ca. 10.000 Tonnen Bomben ab, die höchste innerhalb von 24 Stunden abgeworfene Bombenlast des gesamten Zweiten Weltkrieges.[31]
Rettung von 23.000 Eingeschlossenen
Die zahlreichen Brandherde in der Innenstadt wuchsen schnell zu einem großräumigen Flächenbrand zusammen. Aber in diesem Gebiet lagen – völlig überfüllt – sechs Großbunker und zwei Luftschutzräume, in die sich etwa 23.000 Personen geflüchtet hatten. Während Tausende in scheinbarer Sicherheit hinter dicken Bunkerwänden auf die Entwarnung warteten, wütete draußen der Feuersturm.
Sehr bald hatte die Feuerwehr die lebensbedrohliche Lage der 23.000 Eingeschlossenen erkannt – das Feuer wurde immer heißer, während gleichzeitig in den Bunkern der Sauerstoff immer knapper wurde. Es bestand die Gefahr, dass die Bunkerinsassen entweder aufgrund Sauerstoffmangels erstickten, wenn sie in den Bunkern blieben oder bei lebendigem Leibe verbrannten, wenn sie die vom Feuersturm eingeschlossenen Schutzräume zu verlassen suchten.
Die Wassergasse
Es ist u. a. der Initiative des Leutnants der Braunschweiger Feuerschutzpolizei Rudolf Prescher[32]zu verdanken, dass gegen 5.00 Uhr morgens – noch bevor der Feuersturm seine größte Intensität entwickelt hatte – die rettende Lösung gefunden war: Eine „Wassergasse“ sollte gebildet werden, durch die bzw. unter der hindurch die 23.000 in sichere Bereiche der Stadt flüchten konnten. Dazu mussten sich die Feuerwehren aber zunächst selbst unter Lebensgefahr an die Bunker heranarbeiten[33].
Die Wassergasse bestand aus einer langen Schlauchleitung, die unter einem ständigen Wasserschleier zum Schutz gegen die enorme Brandhitze zu den Eingeschlossenen vorgetrieben wurde. Die Reichweiten der einzelnen Strahlrohre überschnitten sich, sodass eine geschlossene, künstliche „Regenzone“ entstand.
Am Sonntagmorgen gegen 7.00 Uhr, etwa eine Stunde, nachdem der Brand seine größte Intensität erreicht hatte, waren die Bunker erreicht. Alle Eingeschlossenen waren noch am Leben, wussten allerdings nicht, was sie draußen erwartete. Es gelang schnell, alle 23.000 aus den gefährdeten Bereichen in sichere Gebiete, wie z. B. den Museumspark, zu evakuieren. Lediglich bei einem Luftschutzraum, in der Schöppenstedter Straße 31, kam die Hilfe für die meisten zu spät: Wegen Sauerstoffmangels waren hier 95 von 104 Personen erstickt[34]. Im Bereich dieses Schutzraumes war der Feuersturm so stark gewesen, dass er fast den gesamten Sauerstoff verbraucht hatte.
Statistik zum 15. Oktober 1944
Bausubstanz des Stadtzentrums
| [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: convert: unable to open image `/var/www/kefk/w/images/a/a4/Sack_House_Braunschweig.jpeg': No such file or directory. |
Die Innenstadt bestand 1944 aus ca. 2.800 Häusern, die im Laufe von Jahrhunderten und somit in unterschiedlichen Stilperioden erbaut worden waren.
E. Hundertmark erstellte dazu 1941 folgende Auflistung[35]:
| Architekturstil | Anteil in % |
| Gotik | 6,7 |
| Frührenaissance | 4,2 |
| unsichere Typen | 11,1 |
| Renaissance | 8,7 |
| Barock | 24,9 |
| Rokoko | 11,5 |
| Klassizismus | 10,7 |
| Nachklassizismus | 2,5 |
| Gründer- und Vorkriegszeit | 19,2 |
| Gegenwart [= 1941] | 0,5 |
Zerstörte Bauwerke (Auswahl)
(Mai 2006)
| [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: convert: unable to open image `/var/www/kefk/w/images/4/47/Braunschweig_Brunswick_Nickelnkulk_(1897).jpg': No such file or directory. |
| [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: convert: unable to open image `/var/www/kefk/w/images/5/52/Braunschweig_Brunswick_St.Andreas_Kriegsschaeden_2007.JPG': No such file or directory. |
Die eng bebaute Innenstadt war zu großen Teilen durch ihre ca. 800 Fachwerkgebäude geprägt, von denen einige bis in das Mittelalter zurück reichten. Darüber hinaus bestand die Bebauung aus Steingebäuden, die meist im 17. und 18. Jahrhundert entstanden waren. Die engen, z. T. verwinkelten Straßen und deren dichte Bebauung mit leicht entflamm- und brennbaren Fachwerkhäusern sorgte in Verbindung mit der Taktik der Briten, zuerst Spreng- und dann erst Brandbomben einzusetzen, zunächst für ein schnelles Ausbreiten der Einzelbrände und führte schließlich nach deren Ineinandergreifen zu einem Feuersturm, der in den 2½ Tagen seines Wütens fast die gesamte Innenstadt zerstörte. Neben unersetzlichen Kulturgütern und -denkmälern gingen so auch Wohnviertel und sogar ganze Straßenzüge, wie z. B. Nickelnkulk, Rehnstoben, Geiershagen oder die Taschenstraße unwiederbringlich verloren.
In einem Lagebericht vom 25. Januar 1945 an Otto Georg Thierack, Reichsminister der Justiz, schrieb der Generalstaatsanwalt beim Oberlandesgericht Braunschweig:
„Das Gesicht der alten Stadt Braunschweig ist aber völlig verändert. […] Die Fachwerkhäuser die in manchen Straßen und Gassen den Eindruck einer mittelalterlichen Stadt aufrechterhalten hatten, sind reihenweise abgebrannt.[36]“
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Bombenangriff_auf_Braunschweig_am_15._Oktober_1944, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
Durch eine Ironie des Schicksals blieb der Braunschweiger Dom, den die Nationalsozialisten zur „Nationalen Weihestätte“ umfunktioniert hatten und der der RAF in jener Nacht als Zielpunkt für den Angriff diente, von Bomben und Feuer verschont.
Neben ganzen Straßenzügen der Innenstadt wurden auch viele stadt- und architekturgeschichtlich bedeutende Bauwerke größtenteils bzw. vollständig zerstört (Auswahl):
| Gebäude | erbaut | Zustand nach dem 15. Oktober 1944 |
| Achtermannsches Haus | 1626-1630 | schwer beschädigt |
| Aegidienkirche | 13.-15. Jh. | schwer beschädigt |
| Alte Waage | 1534 | völlig zerstört, von 1990-1994 originalgetreu am ursprünglichen Standort wieder aufgebaut |
| Andreas-Kirche | um 1230 | schwer beschädigt |
| Bierbaumsches Haus | 1523 | völlig zerstört |
| Braunschweiger Schloss | 1833-1841 | schwer beschädigt, 1960 nach heftiger Kontroverse abgerissen; Fassade wurde ab 2005 nachgebaut und als Front des Einkaufszentrums "Schloss-Arkaden" am 29.3.2007 eröffnet |
| Brüdern-Kirche | um 1361 | schwer beschädigt |
| Burg Dankwarderode | 1887-1906 | schwer beschädigt |
| Gewandhaus | vor 1268 | schwer beschädigt |
| Hagenmarkt-Apotheke | 1677 | völlig zerstört |
| Haus Salve Hospes | 1805 | schwer beschädigt |
| Katharinen-Kirche | um 1200 | schwer beschädigt |
| Kreuzkloster | um 1230 | völlig zerstört |
| Liberei | 1412-1422 | schwer beschädigt |
| Magnikirche | um 1031 | schwer beschädigt |
| Martineum | 1415 | völlig zerstört |
| Martini-Kirche | um 1195 | schwer beschädigt |
| Mumme-Haus | um 1588 | völlig zerstört |
| Nicolai-Kirche | 1710-1712 | völlig zerstört |
| Pauli-Kirche | 1901-1906 | schwer beschädigt |
| Petri-Kirche | vor 1195 | schwer beschädigt |
| Stechinelli-Haus | 1690 | schwer beschädigt |
| Staatstheater | 1861 | schwer beschädigt |
Am nächsten Morgen, dem 16. Oktober, lag Braunschweig unter einer dichten Rauch- und Qualmwolke. Ein britischer Aufklärer, der die Schäden zwecks Analyse dokumentieren sollte, konnte keine Aufnahmen machen und flog unverrichteter Dinge wieder nach England zurück.
Am Abend des 17. Oktober waren die letzten Großbrandstellen gelöscht, das Löschen kleinerer Brände zog sich noch drei Tage, bis zum 20. Oktober, hin. 80.000 Einwohner, das waren 53,3% der Gesamtbevölkerung Braunschweigs im Oktober 1944, waren durch diesen Angriff obdachlos geworden[37].
Die Zerstörungen waren so gewaltig, dass Bevölkerung wie Experten noch Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs überzeugt waren, dass es sich am 15. Oktober 1944 um einen der berüchtigten „1000-Bomber-Angriffe“ wie z. B. auf Köln, gehandelt hatte[38][39]. Anders konnte man sich das Ausmaß der Zerstörung nicht erklären. Erst nach Öffnung britischer Militärarchive stellte sich heraus, dass es „nur“ 233 Bomber gewesen waren[40].
Die Opfer
Genaue Opferzahlen des Angriffs vom 15. Oktober sind nicht bekannt. Die genannten Zahlen schwanken zwischen 484 und 640 Toten, davon allein 95 durch Ersticken im Luftschutzraum Schöppenstedter Straße 31. Vermisst wurden 101 Person, die Anzahl der Verletzten belief sich auf 1.258. [36] Historiker gehen heute jedoch davon aus, dass durch diesen Angriff mehr als 1.000 Personen den Tod fanden.[41]
Diese „geringen“ Verluste – verglichen mit den verheerenden Angriffen auf Dresden, Hamburg, Pforzheim und anderen – sind nach Expertenmeinung auf verschiedene Faktoren zurückzuführen: Braunschweig lag auf dem direkten Flugweg, sozusagen in der „Einflugschneise“, nach Magdeburg und Berlin[42], sowie in unmittelbarer Nähe der Rüstungsstandorte Salzgitter (Hermann-Göring-Werke) und Fallersleben (Volkswagen-Werk), d. h.: Die Braunschweiger Bevölkerung war aufgrund der zahlreichen Alarme (2.040 Warnungen und 620 Fliegeralarme zwischen 1939 und 1945)[43] „trainiert“, schnell in die Bunker zu kommen, da sie sich nie sicher sein konnte, ob nicht vielleicht diesmal doch Braunschweig das Angriffsziel sein würde. Zum anderen verfügte die Stadt vor allem im Zentrum über eine große Anzahl modernster Luftschutzbunker. Und schließlich rettete die Wassergasse der Feuerwehr am 15. Oktober 1944 allein 23.000 Menschen das Leben.
Die RAF hatte über Braunschweig lediglich eine Lancaster durch Flakfeuer verloren [44].
Bunker in Braunschweig
Braunschweiger Bewehrung
Braunschweig besaß im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten eine große Anzahl modernster Großbunker[45], die allerdings, je länger der Krieg dauerte, unter regelmäßiger Überbelegung litten. Wie modern und widerstandsfähig die Braunschweiger Bunker waren, zeigt die Tatsache, dass am „Institut für Baustoffe, Massivbau und Brandschutz“ der Technischen Hochschule Braunschweig die „Braunschweiger Bewehrung“[46] entwickelt wurde, die zu einer Art Sicherheitsstandard beim Bau von Luftschutzbunkern im gesamten Deutschen Reich wurde[47]. Diese Art der Bewehrung zeichnete sich durch eine besondere Widerstandsfähigkeit aus.
| Baujahr | Ort | Plätze | Bemerkung[48] | |
| 1 | 1940 | Alte Knochenhauerstraße | 813 | noch vorhanden, auf Synagogengelände |
| 2 | 1940/41 | Alte Waage | 220 | noch vorhanden |
| 3 | 1941/42 | Bockstwete | 750 | noch vorhanden, umgewandelt |
| 4 | 1941/42 | Borsigstraße/Bebelhof | 800 | abgerissen |
| 5 | ? | Kaiserstraße | 642 | noch vorhanden |
| 6 | ? | Kalenwall (Alter Bahnhof) | 428 | noch vorhanden, umgewandelt |
| 7 | 1941/42 | Kralenriede | 500 | noch vorhanden |
| 8 | 1941/42 | Ludwigstraße | 236 | noch vorhanden |
| 9 | 1941/42 | Madamenweg | 1.500 | noch vorhanden, wird in Wohngebäude umgewandelt |
| 10 | ab 1942 | Glogaustraße in Melverode | 350 | noch vorhanden |
| 11 | 1941/42 | Methfesselstraße | 1.250 | noch vorhanden, umgewandelt |
| 12 | 1941/42 | Münzstraße (Polizei) | 450 | noch vorhanden |
| 13 | 1940/41 | Okerstraße | 944 | noch vorhanden, in Wohngebäude umgewandelt |
| 14 | 1944 | Ritterstraße | 840 | noch vorhanden, in Wohngebäude umgewandelt |
| 15 | 1940/41 | Auerstraße in Rühme | 650 | abgerissen |
| 16 | 1940/41 | Sack | 700 | noch vorhanden, umgewandelt |
| 17 | 1940/41 | Salzdahlumer Straße | 986 | noch vorhanden, umgewandelt |
| 18 | ? | Stollen im Nußberg | 10.000 | gesprengt |
| 19 | ? | Stollen im Windmühlenberg | 1.000 | beseitigt |
Die hohe Dichte an modernen Bunkern und Luftschutzräumen innerhalb des Oker-Ringes, sowie deren großes Fassungsvermögen dürften zusammen mit der „Braunschweiger Bewehrung“ und dem jahrelangen „Training“ dazu beigetragen haben, dass es in der Stadt nur vergleichsweise wenige Bombenkriegsopfer während des gesamten Krieges gegeben hat, nämlich nach neuesten Historikerschätzungen insgesamt ca. 3.500[49].
Eingesetzte Braunschweigische und auswärtige Feuerwehren
Nach Schätzungen wird davon ausgegangen, dass v. a. in der Bombennacht selbst sowie an den darauf folgenden sechs Tagen, bis zur Löschung der letzten Brände ca. 4.500 Feuerwehrmänner im Einsatz waren. Diese kamen aus Entfernungen von bis zu 90 km und waren sowohl Angehörige städtischer Feuerwehren (u. a. aus Blankenburg, Celle, Gifhorn, Hannover, Helmstedt, Hildesheim, Peine, Salzgitter, Wernigerode und Wolfenbüttel), als auch von freiwilligen und Werkfeuerwehren verschiedener Betriebe aus Braunschweig und Umgebung. Ihrem Einsatz ist es zu verdanken, dass die Stadt in dieser Nacht nicht vollkommen verbrannte[50].
Nachwirkungen
Berichterstattung in der lokalen NS-Presse
Noch in der Angriffsnacht nutzten die Nationalsozialisten die Gelegenheit, die Opfer für ihren „Totalen Krieg“ zu instrumentalisieren, denn bereits am nächsten Tag, Montag, dem 16. Oktober, die Stadt brannte noch immer, erschien die „Braunschweiger Tageszeitung“, das lokale NS-Propagandaorgan, mit der Schlagzeile: „Die teuflische Fratze des Gegners.“ und markigen Durchhalteparolen des Gauleiters von Süd-Hannover-Braunschweig Hartmann Lauterbacher an „die Braunschweiger“. Am 19. Oktober wurde die Zahl der „Gefallenen“ des 15. Oktober mit 405 angegeben, am 20. erschien eine ganzseitige Todesanzeige mit 344 Namen. Am 22., eine Woche nach dem verheerenden Angriff, fand im „Staatsdom“, so wurde der Braunschweiger Dom von den Nationalsozialisten genannt, und auf dem Schlossplatz ein „Gedenkakt“ für die Opfer statt, die überwiegend auf dem Braunschweiger Hauptfriedhof, in einem extra dafür eingerichteten Bereich bestattet wurden.
Noch in derselben Nacht traf Braunschweig bereits der nächste schwere Luftangriff, diesmal waren es Bomber der USAAF vom Typ B-17 „Fliegende Festung“[51]. Der letzte Bombenangriff auf Braunschweig fand am Vormittag des 31. März 1945 durch die 392. US Bomber Group statt und galt vor allem dem Ostbahnhof.
Kriegstagebuch des Bomber Command: 15. Oktober 1944
Im Kriegstagebuch des RAF Bomber Command findet sich folgender Eintrag zum Angriff vom 15. Oktober 1944 auf Braunschweig:
- RAF Bomber Command Campaign Diary October 1944
- 14/15 October 1944:
- [...] Not only could Bomber Command dispatch more than 2,000 sorties to Duisburg in less than 24 hours, but there was still effort to spare for No 5 Group to attack Brunswick with 233 Lancasters and 7 Mosquitos. The various diversions and fighter support operations laid on by Bomber Command were so successful that only 1 Lancaster was lost from this raid. Bomber Command had attempted to destroy Brunswick 4 times so far in 1944 and No 5 Group finally achieved that aim on this night, using their own marking methods. It was Brunswick's worst raid of the war and the old centre was completely destroyed. A local report says 'the whole town, even the smaller districts, was particularly hard hit'. It was estimated by the local officials that 1,000 bombers had carried out the raid.
- (zitiert nach RAF-Bomber-Command-Tagebuch)
- Kriegstagebuch des RAF Bomber Command
- 14./15. Oktober 1944:
- [...] Es gelang Bomber Command nicht nur, innerhalb von weniger als 24 Stunden mehr als 2.000 Einsätze gegen Duisburg zu fliegen, es war No 5 Group auch noch möglich, mit 233 Lancasters und 7 Mosquitos Braunschweig anzugreifen. Die verschiedenen Ablenkungsmanöver sowie der vom Bomber Command bereitgestellte Jagdschutz waren so erfolgreich, dass nur eine einzige Lancaster bei diesem Angriff verloren ging. Bomber Command hatte 1944 bereits vier Mal versucht, Braunschweig zu zerstören, und es gelang No 5 Group in dieser Nacht dieses Vorhaben umzusetzen, indem sie ihre eigene Zielmarkierungstechnik dafür einsetzte. Es war Braunschweigs schwerster Luftangriff des gesamten Krieges und das alte Stadtzentrum wurde vollständig zerstört. In einem lokalen Bericht stand zu lesen: „Die gesamte Stadt, sogar die kleineren Stadtteile, wurde besonders schwer getroffen.“ Offizielle der Stadt schätzten, dass es sich um einen 1000-Bomber-Angriff gehandelt habe.
Aus dem Text geht eindeutig hervor, dass dem RAF Bomber Command schon sehr bald nach dem Luftangriff bewusst war, wie verheerend die Folgen für die Stadt Braunschweig waren.
Vorbereitungen für die Zerstörung Dresdens
In der Rückbetrachtung kann man den Angriff vom 15. Oktober auf Braunschweig in Verbindung mit Angriffen wie den vom 11. September 1944 auf Darmstadt als Vorbereitung der RAF auf die Vernichtung Dresdens durch die Luftangriffe vom 13. und 14. Februar 1945 betrachten[52]. Die gesammelten Einsatzerfahrungen wurden für Dresden „optimiert“.
Statistik einer Zerstörung
Einwohnerzahl und Todesopfer
Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges hatte Braunschweig 202.284 Einwohner; bei Kriegsende hatte sich diese Zahl um 26,03 % auf 149.641 reduziert. Durch Kriegseinwirkungen (hauptsächlich Bombenangriffe bzw. deren Folgen wie z. B. Beseitigung und Entschärfung von Blindgängern) starben insgesamt 2.905 Personen, von denen 1.286 Ausländer[53] waren, also 44,3 %. Bei diesen Ausländern handelte es sich überwiegend um Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge, die in der Rüstungsindustrie arbeiteten und denen der Zutritt zu Bunkern und Luftschutzräumen verboten war.
Zerstörung von Wohnraum, Infrastruktur etc.
Zwischen 1940 und 1945 war Braunschweig 42 Mal das Ziel von Luftangriffen der RAF und der USAAF. Die 42 Angriffe gliederten sich in 12 Einzelangriffe, 10 leichte, 8 mittelschwere und 10 schwere, wobei sich Tag- und Nachtangriffe die Waage hielten[54].
Genaue(re) Zahlen liegen lediglich über zerstörte Wohnhäuser und Wohnungen vor. In seinem o. g. Lagebericht, führte der Generalstaatsanwalt folgende Zahlen für den 15. Oktober 1944 an: 15.776 Wohngebäude insgesamt, davon in Folge des Feuersturms bzw. durch Bombeneinwirkung in jener Nacht Mitleidenschaft gezogen: 3.600 Gebäude vollständig zerstört, 2.000 schwer, 1.800 mittel und 1.400 leicht beschädigt.[36] Sieben Monate später, bei Kriegsende, waren lediglich ca. 20 % vollkommen unversehrt geblieben, 25 % waren zu 100 % zerstört und etwa 55 % waren teilweise beschädigt (wobei der Grad der Zerstörung stark variierte). 1943, vor Beginn der großflächigen Bombardierung Braunschweigs, gab es in der Stadt 15.897 Häuser, davon waren Mitte 1945 nur noch 2.834 (ca. 18 %) unbeschädigt. Wohnungen gab es 59.826, davon unversehrt bei Kriegsende waren nur noch 11.153 (ca. 19 %). Der Gesamtzerstörungsgrad der Wohngebäude lag bei 35 %. Das wiederum hatte zur Folge, dass fast 80 % der Stadtbevölkerung bei Kriegsende obdachlos waren. 60 % der Kulturstätten (inkl. der Verwaltungsgebäude) waren ebenfalls zerstört sowie ca. 50 % der Industrieanlagen [55].
Gesamtzerstörungsgrad und Trümmermenge
Der Zerstörungsgrad der Braunschweiger Innenstadt (innerhalb des Okerringes) lag bei Kriegsende bei 90 %, der Gesamtzerstörungsgrad der Stadt bei 42 %. Die Gesamttrümmermenge belief sich auf 3.670.500 m³[56]. Damit gehört Braunschweig zu den am schwersten zerstörten deutschen Städten.
Nachkriegszeit
Wiederaufbau
| [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: convert: unable to open image `/var/www/kefk/w/images/8/86/Braunschweig_Brunswick_Wiederaufbau_rebuilding.jpg': No such file or directory. |
Am 17. Juni 1946 begann in Braunschweig offiziell die Trümmerräumung. Sie dauerte 17 Jahre – erst 1963 erklärte die Stadt offiziell die Aufräumarbeiten für beendet. Tatsächlich jedoch wurden sie aber noch Jahrzehnte danach in kleinerem Umfang fortgesetzt.
In den 1950er und 1960er ging der Wiederaufbau der Stadt schnell voran, denn es wurde dringend Wohnraum benötigt, die Infrastruktur musste wieder hergestellt und die Wirtschaft wieder belebt werden. Da die Innenstadt größtenteils eine Trümmerwüste war, ergriffen neue, aber ideenlose Stadt- und Raumplaner ihre Chance und entwarfen und bauten die neue, moderne, und v. a. „autogerechte Stadt“,wobei sie u. a. den Maximen der sogenannten Braunschweiger Schule folgten. Dies wiederum führte an vielen Stellen zu weiteren Zerstörungen (u. a. durch neu angelegte Straßenschneisen) bzw. Beseitigung der historisch gewachsenen Stadtlandschaft und wirkt so bis in die Gegenwart fort, da z. T. der frühere Stadtgrundriss ignoriert wurde, beschädigte Gebäude, statt instand gesetzt, oft voreilig abgerissen wurden und der Verkehr bzw. das Auto zum Maßstab des „neuen“ Braunschweig erhoben wurde. So entstand insbesondere im Stadtzentrum der Eindruck einer „zweiten Zerstörung“ Braunschweigs.
Diese nachträgliche Zerstörung historischen Bau- und Kulturgutes in Friedenszeiten, wie z. B. der Abriss zahlreicher mittelalterlicher, barocker und klassizistischer Bauwerke oder der umstrittene Abriss des beschädigten Braunschweiger Schlosses im Sommer 1960, führte, ähnlich wie bei der Dresdener Frauenkirche, dem Berliner Stadtschloss und anderen prominenter Bauwerke in anderen Städten zu einem weiteren Identitätsverlust der örtlichen Bevölkerung und war jahrzehntelang Anlass für sehr kontrovers geführte Diskussionen.
Der (Wieder-)Aufbau beschädigter bzw. zerstörter Gebäude zieht sich noch bis in die Gegenwart, so wurde in jüngerer Vergangenheit z. B. die Alte Waage komplett neu aufgebaut. Aktuellstes Beispiel (2006/2007) ist die teilweise Rekonstruktion des Braunschweiger Schlosses.
Gedenken
Sinn und Notwendigkeit der Zerstörung
Bereits 1943 vertrat der anglikanische Bischof und Mitglied des britischen House of Lords George Bell die Auffassung, dass Angriffe derartigen Ausmaßes die ethischen Grundlagen der westlichen Zivilisation bedrohten und die Chancen einer künftigen Versöhnung zwischen den Kriegsgegnern zunichte machten.
Aus Nachkriegssicht und v. a. vor dem Hintergrund der britischen Area Bombing Directive stellt sich die Frage, ob das Ziel, die großflächige Zerstörung Braunschweigs, im Oktober 1944 militärisch zum einen sinnvoll und zum anderen angesichts der Endphase des Krieges notwendig war. Diese Debatte wird in ähnlicher Form in Bezug auf die Zerstörung Kölns, Hamburgs, Dresdens, Pforzheims, Kassels, Essens, Duisburgs, Darmstadts, Würzburg, Heilbronns und anderer Städte geführt.
Generell wurden Luftangriffe gegen nichtmilitärische Ziele nicht als Anklagepunkt zugelassen, um nicht selbst - mangels rechtlicher Möglichkeiten auf deutscher Seite, zumindest moralisch - dem Anklagepunkt "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" ausgesetzt zu sein, welcher zu einer Reihe von Todesurteilen im Rahmen der Nürnberger Prozesse führte.
Künstlerische Verarbeitung
Bereits kurz nach dem Bombenangriff schuf Maler und NSDAP-Mitglied Walther Hoeck sein wohl bekanntestes Gemälde „Der Brand von Braunschweig“. Hoeck hatte den Angriff selbst miterlebt bzw. von seinem damaligen Wohnort Lehndorf, einen Stadtteil Braunschweigs, mit angesehen.[57]
Von dem Gemälde sind heute insgesamt noch sechs weitere, nur geringfügig von einander abweichende, Fassungen bekannt. Alle sind undatiert und entstanden aller Wahrscheinlichkeit nach zwischen Ende Oktober 1944 und wahrscheinlich 1946. Das größte dieser Bilder mit dem Maßen 124,5 x 204,4 cm befindet sich heute im Besitz der NORD/LB in Braunschweig. Das kleinste ist etwa halb so groß und in Privatbesitz.[58]
Alle Gemälde zeigen aus großer Entfernung gesehen die lodernde Silhouette der Stadt, wobei auf keinem der Bilder Menschen oder Tiere zu sehen sind. Hoeck inszenierte den Feuersturm als apokalyptisches Inferno, als gewaltige Katastrophe, die in ihrer Zerstörungskraft eine eigene Ästhetik entwickelt hat. Im dargestellten Flammenmeer sind nur einige wenige, dafür aber charakteristische Bezugs- und Identifikationspunkte der Stadt zu erkennen, so die Türme der Andreas-, Katharinen- und Michaeliskriche sowie die des Braunschweiger Doms (s. unter „Weblinks“). Noch heute ist „Der Brand von Braunschweig“ für viele Braunschweiger der bildliche Inbegriff der Zerstörung ihrer Stadt.[57]
Der 15. Oktober als Fixpunkt in der Stadtgeschichte
Seither finden in Braunschweig an jedem 14./15. Oktober Gedenkveranstaltungen und Ausstellungen statt. Die Ereignisse jener Tage haben auch in der lokalgeschichtlichen Literatur starken Widerhall gefunden (s. u. unter „Literatur“). Am 14./15. Oktober 2004, dem 60. Jahrestag der Zerstörung des historischen Braunschweig, fanden wiederum zahlreiche Veranstaltungen statt; u. a. wurde im Beisein des britischen Botschafters im Braunschweiger Dom das „War Requiem“ von Benjamin Britten aufgeführt.
Auf dem Braunschweiger Hauptfriedhof befindet sich ein Mahnmal zusammen mit den Gräbern vieler Opfer des 15. Oktober 1944.
Siehe auch
- Area Bombing Directive
- Bombenkrieg
- Flächenbombardement im Zweiten Weltkrieg
- Luftkrieg im Zweiten Weltkrieg
Literatur
- Braunschweiger Zeitung (Hrsg.): Die Bomben-Nacht. Der Luftkrieg vor 60 Jahren. Braunschweig 2004
- Friedenszentrum Braunschweig e.V. (Hrsg.): Braunschweig im Bombenkrieg. 50 Jahre danach. Den Opfern des Krieges gewidmet. Band 1: Dokumente zur Ausstellung 30.09. – 31.10.1993. Braunschweig 1994
- ders.: Braunschweig im Bombenkrieg. 50 Jahre danach. Den Opfern des Krieges gewidmet. Band 2: Dokumente von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen: „Bomben auf Braunschweig“. Landesmuseum 11. September – 16. Oktober 1994. Braunschweig 1994
- ders.: Braunschweig im Bombenkrieg. 50 Jahre danach. Den Opfern des Krieges gewidmet. Band 3: Dokumente aus der Gedenknacht 14./15.10.1994: „Die Gerloff-Berichte“. Braunschweig 1994
- Jörg Friedrich: Der Brand. Deutschland im Bombenkrieg 1940 – 1945, München 2002
- Eckart Grote: Target Brunswick 1943 – 1945. Luftangriffsziel Braunschweig – Dokumente der Zerstörung. Braunschweig 1994
- Peter Neumann: Braunschweig als Bombenziel. Aus Aufzeichnungen der Jahre 1944 und 1945 In: Braunschweigisches Jahrbuch, Band 65; Braunschweig 1984
- Rudolf Prescher: Der rote Hahn über Braunschweig. Luftschutzmaßnahmen und Luftkriegsereignisse in der Stadt Braunschweig 1927 bis 1945, Braunschweig 1955
- Günter K. P. Starke: Das Inferno von Braunschweig und die Zeit danach, 4. erweiterte Auflage, Braunschweig, Appelhans Verlag 2002
Persönlich geprägte Geschichte
- Eckart Schimpf: Nachts, als die Weihnachtsbäume kamen. Eine ganz normale Braunschweiger Kindheit im Chaos von Kriegs- und Nachkriegszeit. Braunschweig 1998
- Hedda Kalshoven: Ich denk’ so viel an Euch. Ein deutsch-niederländischer Briefwechsel 1920 – 1949. München 1995
Andere Medien
DVD
- Braunschweig 1945 – Bombardierung, Befreiung, Leben in Trümmern. Erinnert und kommentiert von Eckard Schimpf. Braunschweiger Zeitung und Archiv Verlag, Braunschweig 2005
- Feuersturm – Der Bombenkrieg gegen Deutschland. DVD-Edition, SPIEGEL TV history. Polar Film Medien GmbH, Gescher 2003 (enthält Ausschnitte aus dem Originalfilm der RAF von der Bombardierung am 15. Oktober 1944)
Weblinks
- Beschreibung der RAF des Angriffs vom 15. Oktober 1944 (Englisch)
- „Das brennende Braunschweig“, Gemälde von Walther Hoeck
- Beschreibung der Bunker, Bomben, Zerstörungen u.v.m.
- Schadenskarte Braunschweigs aus dem Jahre 1945
- „Braunschweiger Bewehrung“ für Bunker
- Rede des britischen Botschafters anlässlich des 60. Jahrestages der Zerstörung Braunschweigs (englisches Original) (deutsche Fassung)
- gibs.info - "Auf einmal biste mittendrin, die Bomben fallen rings herum..."
Einzelnachweise
- ↑ Rudolf Prescher: "Der rote Hahn über Braunschweig. Luftschutzmaßnahmen und Luftkriegsereignisse in der Stadt Braunschweig 1927 bis 1945", Braunschweig 1955, S. 88
- ↑ Braunschweiger Zeitung (Hrsg.): Die Bomben-Nacht. Der Luftkrieg vor 60 Jahren. Braunschweig 2004, S. 8
- ↑ Eckart Grote: Target Brunswick 1943 – 1945. Luftangriffsziel Braunschweig – Dokumente der Zerstörung. Braunschweig 1994, S. 11
- ↑ Werner Girbig: 1000 Tage über Deutschland. Die 8. amerikanische Luftflotte im 2. Weltkrieg, München 1964, S. 198 ff
- ↑ Rudolf Prescher: Der rote Hahn über Braunschweig. Luftschutzmaßnahmen und Luftkriegsereignisse in der Stadt Braunschweig 1927 bis 1945, Braunschweig 1955, S. 111
- ↑ Eckart Grote: Target Brunswick 1943 – 1945. Luftangriffsziel Braunschweig – Dokumente der Zerstörung. Braunschweig 1994, S. 35
- ↑ Braunschweiger Zeitung (Hrsg.): Die Bomben-Nacht. Der Luftkrieg vor 60 Jahren. Braunschweig 2004, S. 8
- ↑ Eckart Grote: Target Brunswick 1943 – 1945. Luftangriffsziel Braunschweig – Dokumente der Zerstörung. Braunschweig 1994, S. 119
- ↑ Braunschweiger Zeitung (Hrsg.): Die Bomben-Nacht. Der Luftkrieg vor 60 Jahren. Braunschweig 2004, S. 43
- ↑ Eckart Grote: Target Brunswick 1943 – 1945. Luftangriffsziel Braunschweig – Dokumente der Zerstörung. Braunschweig 1994, S. 118
- ↑ Jörg Friedrich: Der Brand. Deutschland im Bombenkrieg 1940 – 1945, München 2002, S. 236
- ↑ Eckart Grote: Target Brunswick 1943 – 1945. Luftangriffsziel Braunschweig – Dokumente der Zerstörung. Braunschweig 1994, S. 118
- ↑ Eckart Grote: Target Brunswick 1943 – 1945. Luftangriffsziel Braunschweig – Dokumente der Zerstörung. Braunschweig 1994, S. 124
- ↑ Eckart Grote: Target Brunswick 1943 – 1945. Luftangriffsziel Braunschweig – Dokumente der Zerstörung. Braunschweig 1994, S. 118
- ↑ Eckart Grote: Target Brunswick 1943 – 1945. Luftangriffsziel Braunschweig – Dokumente der Zerstörung. Braunschweig 1994, S. 120
- ↑ Eckart Grote: Target Brunswick 1943 – 1945. Luftangriffsziel Braunschweig – Dokumente der Zerstörung. Braunschweig 1994, S. 120
- ↑ Eckart Grote: Target Brunswick 1943 – 1945. Luftangriffsziel Braunschweig – Dokumente der Zerstörung. Braunschweig 1994, S. 118
- ↑ Eckart Grote: Target Brunswick 1943 – 1945. Luftangriffsziel Braunschweig – Dokumente der Zerstörung. Braunschweig 1994, S. 121
- ↑ Eckart Grote: Target Brunswick 1943 – 1945. Luftangriffsziel Braunschweig – Dokumente der Zerstörung. Braunschweig 1994, S. 129
- ↑ Braunschweiger Zeitung (Hrsg.): Die Bomben-Nacht. Der Luftkrieg vor 60 Jahren. Braunschweig 2004, S. 37
- ↑ Rudolf Prescher: ‘‘Der rote Hahn über Braunschweig. Luftschutzmaßnahmen und Luftkriegsereignisse in der Stadt Braunschweig 1927 bis 1945’’, Braunschweig 1955, S. 90
- ↑ Eckart Grote: Target Brunswick 1943 – 1945. Luftangriffsziel Braunschweig – Dokumente der Zerstörung. Braunschweig 1994, S. 124
- ↑ Eckart Grote: Target Brunswick 1943 – 1945. Luftangriffsziel Braunschweig – Dokumente der Zerstörung. Braunschweig 1994, S. 123
- ↑ Eckart Grote: Target Brunswick 1943 – 1945. Luftangriffsziel Braunschweig – Dokumente der Zerstörung. Braunschweig 1994, S. 123
- ↑ Braunschweiger Zeitung (Hrsg.): Die Bomben-Nacht. Der Luftkrieg vor 60 Jahren. Braunschweig 2004, S. 8
- ↑ Braunschweiger Zeitung (Hrsg.): Die Bomben-Nacht. Der Luftkrieg vor 60 Jahren. Braunschweig 2004, S. 39
- ↑ Braunschweiger Zeitung (Hrsg.): Die Bomben-Nacht. Der Luftkrieg vor 60 Jahren. Braunschweig 2004, S. 42
- ↑ Rudolf Prescher: ‘‘Der rote Hahn über Braunschweig. Luftschutzmaßnahmen und Luftkriegsereignisse in der Stadt Braunschweig 1927 bis 1945’’, Braunschweig 1955, S. 92
- ↑ Rudolf Prescher: ‘‘Der rote Hahn über Braunschweig. Luftschutzmaßnahmen und Luftkriegsereignisse in der Stadt Braunschweig 1927 bis 1945’’, Braunschweig 1955, S. 90
- ↑ Braunschweiger Zeitung (Hrsg.): Die Bomben-Nacht. Der Luftkrieg vor 60 Jahren. Braunschweig 2004, S. 30
- ↑ http://www.raf.mod.uk/bombercommand/oct44.html: Eintrag im Kriegstagebuch des Royal Air Force Bomber Command für den 15. Oktober 1944: Total tonnage of bombs dropped in 24 hours: approximately 10,050 tons. These record totals would never be exceeded in the war. (Gesamtmenge der innerhalb von 24 Stunden abgeworfenen Bombenlast: ca. 10.050 Tonnen. Diese Rekordmenge wurde während des Krieges nicht mehr übertroffen.)
- ↑ Braunschweiger Zeitung (Hrsg.): Die Bomben-Nacht. Der Luftkrieg vor 60 Jahren. Braunschweig 2004, S. 57
- ↑ Braunschweiger Zeitung (Hrsg.): Die Bomben-Nacht. Der Luftkrieg vor 60 Jahren. Braunschweig 2004, S. 56 f
- ↑ Rudolf Prescher: ‘‘Der rote Hahn über Braunschweig. Luftschutzmaßnahmen und Luftkriegsereignisse in der Stadt Braunschweig 1927 bis 1945’’, Braunschweig 1955, S. 92
- ↑ Edeltraut Hundertmark: Stadtgeographie von Braunschweig In: Forschungen zur Landes- und Volkskunde. I: Natur und Wirtschaft. Schriften der wirtschaftswissenschaftlichen Gesellschaft zum Studium Niedersachsens e. V., Neue Folge, Band 9, Oldenburg 1941, S. 86
- . a b c http://www.vernetztes-gedaechtnis.de/14oktsch.htm
- ↑ Braunschweiger Zeitung (Hrsg.): Die Bomben-Nacht. Der Luftkrieg vor 60 Jahren. Braunschweig 2004, S. 42
- ↑ Rudolf Prescher: Der rote Hahn über Braunschweig. Luftschutzmaßnahmen und Luftkriegsereignisse in der Stadt Braunschweig 1927 bis 1945, Braunschweig 1955, S. 95
- ↑ Theodor Müller: Ostfalenland. Eine Heimatkunde des Landes zwischen Harz, Weser und Aller, Braunschweig 1961, S. 47: Der schlimmste Angriff war der Einflug von etwa 1000 Flugzeugen in der Nacht vom 14. zum 15. Oktober 1944. In einem wilden Feuersturm ging die Innenstadt unter …
- ↑ Braunschweiger Zeitung (Hrsg.): Die Bomben-Nacht. Der Luftkrieg vor 60 Jahren. Braunschweig 2004, S. 39
- ↑ Braunschweiger Zeitung (Hrsg.): Die Bomben-Nacht. Der Luftkrieg vor 60 Jahren. Braunschweig 2004, S. 43
- ↑ Jörg Friedrich: Der Brand. Deutschland im Bombenkrieg 1940 – 1945, München 2002, S. 375
- ↑ Braunschweiger Zeitung (Hrsg.): Die Bomben-Nacht. Der Luftkrieg vor 60 Jahren. Braunschweig 2004, S. 14
- ↑ Eckart Grote: Target Brunswick 1943 – 1945. Luftangriffsziel Braunschweig – Dokumente der Zerstörung. Braunschweig 1994, S. 123
- ↑ Braunschweiger Zeitung (Hrsg.): Die Bomben-Nacht. Der Luftkrieg vor 60 Jahren. Braunschweig 2004, S. 34 f
- ↑ http://www.ibmb.tu-braunschweig.de/bibliothek/literaturlisten/braunschweiger.html Literatur zur Braunschweiger Bewehrung
- ↑ Jörg Friedrich: Der Brand. Deutschland im Bombenkrieg 1940 – 1945, München 2002, S. 392
- ↑ Braunschweiger Zeitung (Hrsg.): Die Bomben-Nacht. Der Luftkrieg vor 60 Jahren. Braunschweig 2004, S. 36
- ↑ Braunschweiger Zeitung (Hrsg.): Die Bomben-Nacht. Der Luftkrieg vor 60 Jahren. Braunschweig 2004, S. 34
- ↑ Rudolf Prescher: ‘‘Der rote Hahn über Braunschweig. Luftschutzmaßnahmen und Luftkriegsereignisse in der Stadt Braunschweig 1927 bis 1945’’, Braunschweig 1955, S. 96
- ↑ Rudolf Prescher: ‘‘Der rote Hahn über Braunschweig. Luftschutzmaßnahmen und Luftkriegsereignisse in der Stadt Braunschweig 1927 bis 1945’’, Braunschweig 1955, S. 99
- ↑ Eckart Grote: Target Brunswick 1943 – 1945. Luftangriffsziel Braunschweig – Dokumente der Zerstörung. Braunschweig 1994, S. 118
- ↑ Rudolf Prescher: Der rote Hahn über Braunschweig. Luftschutzmaßnahmen und Luftkriegsereignisse in der Stadt Braunschweig 1927 bis 1945, Braunschweig 1955, S. 114
- ↑ Rudolf Prescher: ‘‘Der rote Hahn über Braunschweig. Luftschutzmaßnahmen und Luftkriegsereignisse in der Stadt Braunschweig 1927 bis 1945’’, Braunschweig 1955, S. 111
- ↑ Rudolf Prescher: Der rote Hahn über Braunschweig. Luftschutzmaßnahmen und Luftkriegsereignisse in der Stadt Braunschweig 1927 bis 1945, Braunschweig 1955, S. 114
- ↑ Rudolf Prescher: Der rote Hahn über Braunschweig. Luftschutzmaßnahmen und Luftkriegsereignisse in der Stadt Braunschweig 1927 bis 1945, Braunschweig 1955, S. 112
- . a b Städtisches Museum Braunschweig und Hochschule für Bildende Künste (Hrsg.): Deutsche Kunst 1933-1945 in Braunschweig. Kunst im Nationalsozialismus. Katalog der Ausstellung vom 16. April 2000 – 2. Juli 2000. Braunschweig 2000, S. 170
- ↑ Städtisches Museum Braunschweig und Hochschule für Bildende Künste (Hrsg.): Deutsche Kunst 1933-1945 in Braunschweig. Kunst im Nationalsozialismus. Katalog der Ausstellung vom 16. April 2000 – 2. Juli 2000. Braunschweig 2000, S. 271
| Dieser Artikel wurde in die Liste der Lesenswerten Artikel aufgenommen. |
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Bombenangriff_auf_Braunschweig_am_15._Oktober_1944, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
