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Bolt-Variable
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Bolt-Variablen dienen in der Informatik zur Abstimmung des konkurrierenden Zugriffs auf Betriebsmittel.
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Beschreibung
Bolt-Variablen werden bei der Programmierung zur Prozesssynchronisation eingesetzt, also zur Lösung von Aufgaben, bei denen die parallele Ausführung mehrerer Prozesse / Threads eine zeitliche Abstimmung der Ausführungen erfordert. Bolt-Variablen werden von Programmen verwendet um Betriebsmittel zu reservieren.
Bolt-Variablen beschreiben den Belegungszustand eines Betriebsmittels. Dabei werden drei Zustände unterschieden:
- nicht belegt (A)
- belegt (B)
- Belegung nicht möglich (C)
Regeln zur Belegung:
- Eine Änderung in Zustand B kann vorgenommen werden, wenn sich die Bolt-Variable im Zustand A befindet. Zustand B entspricht einem exklusiven Zugriff.
- Zustand C kann erfolgreich eingenommen werden, wenn die Variable im Zustand A oder C ist. Damit können mehrere Prozesse parallel das reservierte Betriebsmittel verwenden ohne von potentiell schreibenden Zugriffen (Zustand B) gestört zu werden. Damit kann ein Read-Lock realisiert werden.
Der Unterschied zum häufig verwendeten Semaphor besteht darin, dass die Bolt-Variable drei statt zwei Zustände annehmen kann und damit eine flexiblere Reservierung von Ressourcen ermöglicht.
Praxis
In Mainframe-Betriebssystemen wie z.B. z/OS von IBM stehen diese Dienste unter anderen Namen zur Verfügung. Dort wird die Bezeichnung Enqueue / Dequeue mit 'shared'- oder 'exclusive'-Option verwendet.
Siehe auch
Weblinks
TU Chemnitz Fakultät für Informatik Lehrveranstaltung Betriebssysteme II - Synchronisation
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