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Bohnerz

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Bild:Bohnerz.jpg
Bohnerze aus einem Schotterwerk bei Genkingen/Schwäbische Alb

Bohnerze (Eisensteine) sind dem Namen entsprechend erbsen- oder bohnenförmige, oft konzentrisch-schalige, manchmal hohle Knollen (Konkretionen) aus Limonit (Brauneisenstein). Sie treten zusammen mit braunem oder rotem Lehm in Spalten und Höhlen aus Kalkgestein auf.

Der Durchmesser der oft fettglänzenden Körner schwankt zwischen 9 bis 15 Millimeter und 5 Zentimeter und ähneln in der Bildung dem Erbsenstein. Ihre chemische Zusammensetzung ist naturgemäß ungleichmäßig, daher schwankt auch die Farbe der Bohnerze entsprechend zwischen verschiedenen Braun- und Grüntönen, kann aber auch ins gelbliche oder schwarze tendieren.

Das Bohnerz aus Kandern löst sich zum Teil unter Ausscheidung von Kieselsäure in Salzsäure auf und besteht aus 5 bis maximal 21 % Kieselerde, 6 bis 7 % Tonerde, 69 bis 76 % Eisenoxid und Wasser. Andere Bohnerze sind bloße Gemenge von Brauneisenstein mit Ton. Manche Bohnerze enthalten Spuren von Titan, Vanadin und Chrom, die württembergischen auch Phosphor- und Arseniksäure.

Bis ins 19. Jahrhundert wurden Bohnerze vor allem in Südwestdeutschland und in der Schweiz abgebaut und deckten so teilweise den Bedarf an Eisen.

Bildung und Fundorte

Bohnerze entstehen durch Verwitterung und finden sich weitverbreitet im französischen Juragebiet (Obersaône), in der Schweiz, sowie Baden-Württemberg (Kandern, Tuttlingen, Willmandingen, Farrenberg, Hohentengen, Laucherthal bei Sigmaringen, dort auch ehemaliges Hüttenwerk) und Bayern in Deutschland. Weitere Fundorte sind Tschechien (Beraun, Blansko), Ungarn (Ödenburger Komitat, Banat), Russland (Olonez), Afrika (Kordofan, Futa Dschallon), USA (North Carolina).

Die zahlreichen urweltlichen Knochen, die an den Fundorten aufgefunden wurden, beweisen, dass die Tätigkeit der Mineralquellen, aus denen sie abgesetzt wurden, von der ältesten Tertiärzeit (Paläotherium zu Fronstetten) bis in die letzten Zeiten des Mammuts reichte.

Weblinks

Wikipedia
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